Nur bei einer kirchlichen Trauung

3 Antworten

nein, diese Trauung wirkt weder bürgerlich rechtlich, noch steuerrechtlich, noch im Rentenrecht.

Wichtig, auch erbrechtlich ist es völlig irrelevant und hat auch bei der Erbschaftsteuer keine Bedeutung

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Die kirchliche Trauung hat auf den rechtlichen Familienstand keinen Einfluß, daher seid Ihr vor dem "Gesetz" nicht verheiratet, daher ändert sich auch nichts an Eurer Steuerklasse. Da müßtet Ihr eben ausrechnen, ob nicht die Steuersparnis höher wäre - als die evtl. Witwenrente, auch beachten, wenn die Witwe versterben würde, hätte der Ehemann keinen Anspruch auf eine Witwer-Rente von ihr, da keine rechtsgültige Heirat vorlag, das sollte man wissen.

nein natürlich nicht, denn die Trauung entfacht ja keine rechtliche Wirkung (deshalb wird sie ja so geschlossen), wenn keine im Rentenrecht natürlich auch keine im Steuerrecht.

Steuerklassen(-wechsel) nach Hochzeit, Beamter uns Arbeitslose?

Hallo, bei uns haben sich gerade einige Lebensumstände geändert, bzw. stehen kurz bevor :) Noch sieht es so aus:

  • Er: Beamter, Steuerklasse 1
  • Sie: Arbeitslosengeld 1-Bezug, bisher Steuerklasse 1
  • nicht verheiratet
  • 1 gemeinsames Kind (2 Jahre alt)

Im März 2019 wird unser zweites Kind geboren, meine Frau wird dann aus dem ALG-I-Bezug direkt in die Elternzeit mit Elterngeld-Bezug übergehen. Zudem möchten wir in 2019 auch noch heiraten.

Jetzt stellen sich mir folgende Fragen:

  1. Wenn wir vor der Geburt heiraten: Können wir die Steuerklassen bei der Heirat frei wählen, wegen des ALG-Bezugs? Wir würden dann gerne III (für ihn) und IV (für sie) wählen. Ist das clever oder wirkt sich das negativ auf das AGL I aus? Oder müssten wir dann mit der folgenden Steuererklärung sogar nachzahlen?
  2. Wenn wir nach der Geburt heiraten: Sie ist dann ja schon im Elterngeldbezug. Ist da dann ein Steuerklassenwechsel mit der Heirat noch möglich? Auf das Eltergeld wird sich das nicht auswirken, da sie ohnehin nur den Mindestsatz bekommt.
  3. Ich vermute, dass eine Hochzeit nach der Geburt diesbezüglich sinnvoller ist, da sich dann gar nicht erst Auswirkungen auf das ALG ergeben können. Ist das richtig? Mit III/V hätten wir dann monatlich ca. 400€ mehr netto.
  4. Sowohl Elterngeld als auch ALG I unterliegen m.W. dem Progressionsvorbehalt. Also ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir am Ende des Jahres aufgrund der Hochzeit so oder so nachzahlen müssen. Wo wäre denn mit einer geringeren Nachzahlung zu rechnen: III/V oder IV/IV?

Ich hoffe, mir kann jemand hierbei helfen :) Das ist eine ziemlich verwirrende und undurchsichtige Thematik :/

VG

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