Mit eigenem PKW im Außendienst - muss man dafür dann ein Fahrtenbuch führen?

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Wenn dein Freund Angestellter ist gibt es 2 Möglichkeiten. 1. Er rechnet mit dem Arbeitgeber die Fahrten ab, die dieser ihm dann erstattet. Dann erübrigt sich ein Fahrtenbuch und Werbungskosten sind das auch keine, da die Fahrtkosten ja erstattet werden. Die 2. Möglichkeit: Der Arbeitgeber zahlt eine monatliche Pauschale, die wie Gehalt, versteuert und verbeitragt wird, dann kann die Fahrtkosten als Werbungskosten geltend machen. Den Finanzämtern genügt hier i. d. R. eine Aufstellung der dienstlichen Fahrten mit Startort, Ziel (Name, Anschrift) und den gefahrenen Kilometern. Bei sehr hohen Kilometerleistungen im Jahr kann das Finanzamt ein Fahrtenbuch für die Zukunft verlangen. Meistens verlangt das Finanzamt aber auch noch einen Nachweis, dass die angegebene Kilometer auch tatsächlich gefahren wurden. Hier heißt es Werksattrechnungen einreichen, da hier der Kilometerstand aufgeführt ist.

Ein Fahrtenbuch wird eigentlich immer genommen wenn du einen Firmenwagen hast den du privat nutzt. Andersrum habe ich davon noch nie gehört. Und wenn dann sind Fahrtenbücher normalerweise ein Haufen Aufwand. Am Anfang macht man es noch und dann vergisst man es und am Ende von Jahr muss man plötzlich alles wieder zusammen suchen. Ich würde mit dem Arbeitgeber reden und eine andere Lösung finden. Tankgutscheine oder sowas...

er kann die gefahrenen km seinem Arbeitgeber in Rechnung stellen im Rahmen von Spesenabrechnungen. Werden die gesetzl. erlaubten Kosten angesetzt, hat das keine Auswirkungen auf die Steuern. Nur, wenn höhere Sätze erstattet werden, hat das steuerliche Auswirkungen.

Wenn er seine Reisekosten (Kilometergeld a`0,30/km) sowieso vom Arbeitgeber erstattet bekommt, kann er sich ein Fahrtenbuch eigentlich sparen.

Wenn der AG weniger als 0,30/km zahlen sollte, könnte er die Differenz steuerlich geltend machen, dazu reichen die Reisekostenabrechnungen. Aus denen geht das hervor. Auch Verpflegungsmehraufwand, den der AG nicht oder nicht in Höhe des steuerfrei möglichen zahlt, könnte der Freund als Werbungskosten geltend machen.

Dass der steuerfreie Arbeitgeberersatz NICHT mehr zu den Werbungskosten dazuzählt, dürfte klar sein.

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