Kündigung während der Brückenteilzeit, worauf berechnet sich eine mögliche Abfindung?

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Wenn für die Kündigung ein gesetzlich anerkannter Grund besteht, stellt sich das Thema Abfindung schon einmal überhaupt nicht. Es gibt keinen Abfindungsanspruch.

Wenn sich die Frage der Abfindung stellt, dann wird oftmals als Verhandlungsgrundlage ein halbes Monatsgehalt pro Beschäftigungsjahr genommen.

Die Höhe kann sich ja nur auf das aktuelle Gehalt beziehen, denn es geht ja nicht darum für die Treue in der Vergangenheit zu belohnen, sondern darum, für den Verlust des bestehenden Arbeitsplatzes zu entschädigen.

Aber da die Abfindung Sache der Verhandlung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist, sind natürlich vielfältige Gestaltungen denkbar möglich.

Danke Privatier59 !

Es geht mir um eine reine Risikoabschätzung; Das neue Brückenteilzeitgesetz ermöglicht ja dem Arbeitnehmer befristet in eine Teilzeit zu gehen (Vorgaben, Fristen müssen natürlich beachtet werden) und einen gesetzlichen Anspruch zu haben, nach vereinbartem Ablauf der Teilzeit wieder in die/eine Vollzeitstelle (oder eben die selbe Anzahl von Stunden wie vorher) zu gehen.

Mich interessiert jetzt, ob ein Arbeitgeber nicht die Zeit der Brückenteilzeit nutzen könnte, um sich von unliebsamen Mitarbeitern zu trennen und bei einem Kündigungsverfahren dann eine geringere Abfindung (z.B. 0,5 Faktor) auf das dann ja reduzierte Gehalt (da angepasst auf die verringerte Stundenzahl) zahlen zu müssen.

Hast Du oder ein Mitleser hierzu vielleicht schon Erfahrungswerte oder ist dies irgendwo in dem Gesetz oder der Auslegung des Gesetzes verankert (ich konnte nichts dazu finden) ?

Danke !

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@Arminius99

Da Abfindungen nicht gesetzlich geregelt sind, dürfte die Suche nach gesetzlichen Grundlagen aussichtslos sein.

Auskunft über die übliche Berechnung einer Abfindung in solchen Fällen könnten Arbeitnehmerorganisationen, wie etwa Gewerkschaften, oder aber besonders versierte (!) Fachanwälte für Arbeitsrecht geben.

Wenn im Betrieb Deines Arbeitgebers ein Betriebsrat besteht, könnte man es auch da versuchen, allerdings ist die arbeitsrechtliche Fachkompetenz der meisten Betriebsräte so schlecht, daß es schon viel des Glücks bedarf, dort eine belastbare Auskunft zu bekommen.

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Urlaubsanspruch Minijobber?

Minijobler arbeitet unregelmäßig und der Arbeitgeber hat zur Berechnung des Urlaubsanspruchs die letzten 3 Monate herangezogen bzw. die letzten 13 Wochen. Bei diesem Minijobler ist es aber so, dass er sehr unregelmäßig arbeitet. Oft einige Monate sehr viel und in anderen Monaten sehr wenig. Somit sind die letzten 3 Monate für den Minijobler sehr unvorteilhaft.

Im Netz habe ich das hier gefunden:

"Urlaubsanspruch Aushilfe: Die praktische Berechnung

Falls Sie ein Abrufarbeitsverhältnis vereinbart haben oder Ihre Teilzeitkraft sogar selbst entscheiden kann, ob und wann sie arbeitet, führen Sie eine Durchschnittsberechnungdurch. Sie ermitteln, an wie vielen Arbeitstagen Ihre Teilzeitkraft tatsächlich pro Woche gearbeitet hat.

In der Regel sollten Sie eine Berechnung anhand der letzten 13 Wochen durchführen. Dieser Zeitraum gilt nämlich auch für die Errechnung des Urlaubsentgelts. Wenn die Arbeitszeiten allerdings sehr unregelmäßig sind, müssen Sie unter Umständen sogar das gesamte letzte Jahr berechnen." https://www.wirtschaftswissen.de/personal-arbeitsrecht/gehalt-lohn/geringfuegige-beschaeftigung/so-berechnen-sie-den-urlaubsanspruch-ihrer-aushilfen/

In dem Fall wäre es eine deutliche Abweichung, wenn das letzte Jahr und nicht nur die letzten 3 Monate berücksichtigt werden. Gibt es eine entsprechende Rechtsgundlage, ein Urteil oder ähnliches, welches dem Artikel entspricht oder ist der Artikel einfach Mist?

Im weiteren wurde im Jahr 2016 kein Urlaub gewährt (es wurde auch nicht danach gefragt) Kann man diesem Urlaub noch geltend machen?

Vielen Dank im voraus.

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