Kapitalanlage komplett mit Eigenkapital bezahlen?

3 Antworten

Das ist aus meiner Sicht ganz einfach.

Nur soviel Kapitalanlage in Geld halten, bis der Freibetrag für kapitaleinküfte ausgeschöpft ist, der Rest ist rausgeschmissenes Geld. Ausnähme man dealt an der Börse.

Kalkulation: 200.000,- angelegt zu 2% = 4.000,- ertrag. Nach Steuer wenigerals 3.000,-

200.000,- immokredit zu ca. 3,5% 7.000,-, Verlust 4.000,-. Falls steuerlich abzugsfähig vermindert sich der Verlust auf mindestens 850,-.

Es bleibt aber immer ein Verlustgeschäft. Also an besten voll bezahlen und nur ca. 20-50.000 als Notgroschen halten.

auch im Hinblick auf das Finanzamt

Die Sache hat 2 Aspekte: Ist die Herkunft des Geldes unzweifelhaft nachweisbar? Dann ist Eigenkapital kein Problem. Wenn man da in der Vergangenheit -und das sind 10 Jahre- mal was verschwiegen hat, muß man Nachfragen fürchten.

Desweiteren: Kreditzinsen lassen sich bei den Werbungskosten absetzen und mindern daher die zu versteuernden Einkünfte. Die Situation ist also anders als bei einer selbstgenutzten Immobilie. Da muß man sich überlegen, ob man bei anderweitiger Anlage des Eigenkapitals eventuell mehr an Rendite erzielen als man für den Kreditzins aufwendet.

Wenn ihr ein Darlehen zu ordentlichen Konditionen bekommt (das hängt vom Einkommen ab), ist es wahrscheinlich nicht sinnvoll. Das schöne, Sicherheit gebende und weil ja nicht wirklich nötig auch bestens anlegbare Geld wäre weg. Dafür hab ihr eine Wohnung, von der man nicht runterbeissen kann.

Also 50 TEU Einsetzen und 100 TEU auf 10 Jahre finanzieren. Die vielleicht 2,5 % Zins sind in voller Höhe Werbungskosten aus Vermietung. Wenn ihr ordentliche Konditionen bekommt, habt ihr genügend Einkommen, dass die Steuerersparnis dazu führt, dass nach Steuer höchstens 1,5 % übrig bleiben. Dann einfach die 100.000 € für 5 - 8% anlegen und jedes Jahr mit den durch das Darlehen nach Steuer dazuverdienten 2.000 bis 4.500 € nett in Urlaub fahren.

Wir machen das jedenfalls so ;)

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