Kann man ein Haus mit Wohnrecht verkaufen?

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Lotta: Die Verfügungsfreiheit des Eigentümers über sein Grundstück ist durch das grundbuchlich gesicherte Wohnrecht nicht beeinträchtigt. Er kann also das Grundstück veräußern. Nur muss er wissen, dass durch die persönliche Ausübungsverhinderung der Wohnberechtigten infolge des Aufenthalts in einem Pflegeheim das Wohnrecht nicht erlicht.

Ob die Großmutter die Löschung ihres Rechts gegen Zahlung eines Ersatzbetrages in Höhe der Barwerts der abgezinsten Miete bewilligt oder der Erwerbsinteressent das belastete Grundstück (unter Kürzung des Kaufpreises um diesen Ersatzbetrag) übernimmt, wäre zu entscheiden. Den Notar trifft jedenfalls eine sorgfältige Aufklärungspflicht der Großmutter gegenüber, ohne Wertersatz der Löschung nicht zuzustimmen.

Der Erwerber muss wissen, dass das bestehende Wohnrecht die Beleihung des Grundstücks (z. B. zur Kaufpreisfinanzierung) erheblich einschränkt, u.U. sogar ausschließt.

Natürlich kann der Onkel dieses Haus verkaufen, zumal die Oma ja im Pflegeheim untergebracht ist. Aber der Käufer geht ein großes Risiko ein, denn er muß das Wohnrecht mit übernehmen. Dies kann beispielsweise bedeuten, dass er solange die alte Dame lebt, er an den Kosten für das Pflegeheim mit aufkommen muss. Natürlich kann der Käufer auch versuchen das Wohnrecht finanziell abzulösen - aber damit muss dann die alte Dame einverstanden sein. Der unwahrscheinlichste Fall ist der, dass die Oma wieder so fit wird, dass sie wieder nachhause zurückkehren kann und dann der neue Besitzer sie mit ins Haus aufnehmen muss.

Verkaufen kann er das Haus, aber der Käufer übernimmt das Wohnrecht und kann somit das Haus nicht oder nur beschränkt nutzen. Egal ob Oma im Pflegeheim wohnt oder nicht! Sie muss das Wohnrecht nicht aktiv nutzen.

Aber einmal ein Tip: Ich gehe davon aus, dass das Haus an den Onkel vererbt oder überschrieben wurde. Vielleicht findet sich in diesen Papieren (Testament, Notarverträge usw.) ein Passus, welcher ein Verkaufsverbot beinhaltet. Einfach mal nach schauen.....

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Als mein Vater starb, forderte Mutter eine Unterschrift beim Notar von mir, wodurch sie Alleinerbin meines Vaters wurde.Sie meinte damals, ich hätte keinerlei Nachteile dadurch, das Testament würde nicht beeinträchtigt.

Auch derNotar sagte, das gemeinsame Testament könne auch durch meine Unterschrift nie mehr geändert werden. Es sei so, daß ich nach dem Tod des Längstlebenden Alleinerbin des gesamten, noch vorhandenen Vermögens werdenw würde und darüber frei verfügen könne, so steht's im Testament, habe Abschrift bekommen.

Meine Eltern wollten immer, daß ich im Alter miet .- und sorgenfrei leben kann. Deshalb wurde sogar mein Sohn, dem beide erst 1/4 des Vermögens zukommen lassen wollten, nachträglich gestrichen, damit ich ihn nicht evtl. im Erbfall auszahlen muß.

Nun ist Mutter letzten Monat verstorben und ich musste erfahren, daß sie ihrem Lebensgefährten ein lebenslanges Wohnrecht im Grundbuch eintragen ließ!

Ich bin fassungslos und kann es mir nur erklären, daß ihre beginnende Demenz ihr den Verstand vernebelte! Der Typ arbeitete voll darauf hin, trieb alle Freunde meiner Mutter weg und verbot sogar meinem Sohn, daß er seine Oma besuchen kann.

Mutter ließ das alles zu.....aber daß ich nun ein beschwertes Erbe haben soll,ist die Krönung!! Konten, Lebensversicherung hat er sich schon einverleibt.....ich kann nicht in mein Elternhaus......wer weiß, was schon alles weggeschafft würde.

Ist es nicht so, daß sie hätte zwar alles verprassen können, aber falls ich Erbe, daß ich darüber auch, wie im gemeinsamen Testament verfasst, FREI verfügen kann.....??

Ist dieses Vermächtnis denn überhaupt rechtsgültig, stellt es doch eine erhebliche Minderung meines Erbes dar, was im Testament absolut GARNICHT gewollt ist.

Ich selbst bin 90 schwerbehindert, schwere Lungenerkrankung..... wäre schön gewesen im Alter mietfrei wohnen zu können.....so war das gemeinsame Testament auch angedacht!!!! Nun hab ich ein Haus und doch nichts, ausser Unkosten!

Der Typ lässt uns auch nicht ins Haus! Könnte ich ihm eigentlich das Inventar, Heimtextilien, Bilder, Traktor zum Rasen mähen.....ausräumen?

Darf ich den größten Teil des Grundstücks verkaufen??? Damit könnte ich Anwalt bezahlen!??

Habe auch Angst vor den Kosten eines evtl. Prozesses!

Bitte helft mir!! Ich hoffe, ihr habt Antworten für mich!

Der Notar sagte, das gemeinsame Testament könne auch durch meine Unterschrift nie mehr geändert werden. Es sei so, daß ich nach dem Tod des Längstlebenden Alleinerbin des gesamten noch vorhandenen Vermögens werde.

Meine Eltern wollten immer, daß ich im Alter miet .- und sorgenfrei leben kann. Deshalb wurde sogar mein Sohn, dem beide erst 1/4 des Vermögens zukommen lassen wollten, nachträglich gestrichen, damit ich ihn nicht evtl. im Erbfall auszahlen muß!

Und dann vermacht mir die Mutter ein Haus mit Wohnrecht !!!!

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