Lebenslanges Wohnrecht löschen, wenn Berechtigte noch Leben aber Demenzkrank sind?

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Der Betreuer (also die Schwester) kann die Löschung des dinglichen Rechtes im Grundbuch anstelle des Betreuten vornehmen, bedarf hierfür aber der gerichtlichen Genehmigung nach § 1821 (1) BGB in Verbindung mit § 1908i (1) BGB.

In der Regel sollte die Darstellung ausreichen, dass aufgrund der Demenzerkrankung und einer festgestellten Pflegebedürftigkeit in einer Pflegeeinrichtung nicht mehr mit einer Rückkehr in die Wohnung zu rechnen ist.

Vgl. auch Urteil des BGH vom 25.01.2012, XII ZB 479/11.

Lebenslanges Wohnrecht und Demenz?

Hallo,

ich habe vor 15 Jahre mein Elternhaus geerbt und meiner Mutter notariell ein lebenslanges Wohnrecht eingeräumt. Nun hat meine Mutter vor 2 Jahren Demenz attestiert bekommen mit einer Pflegestufe 3.

Seit ca. 1,5 Jahren hatte sie 4 Unfälle im Haus (gestürzt usw.) und sie ignoriert z.B. auch das das Haus einigermaßen beheizt u.o. gelüftet werden muss (Untergeschoß usw.), weshalb es zu Schimmelflecken in verschiedenen Zimmern kam.
Der Abschuss war das sie Tücher usw. durch die Toilette entsorgen wollte weshalb der Kanaldienst anrücken musste nachdem der Keller in Wasser lag.

Auf diese Situation angesprochen erhalte ich nur Abwehr und sie möchte nichts derlei wissen da sie beratungsresistent und nicht einsichtig ist. Eigentlich ist das Haus auch zu groß für Sie. Ich habe auch die Vorsorgevollmacht für meine Mutter.

Meine Frage: Gibt es eine Möglichkeit aufgrund der möglichen Gefahren und Schäden die durch ihre Krankheit für Sie als auch das Haus verursacht werden können (und schon passierten), sie in eine Pflegeeinrichtung unterbringen zu lassen obwohl dieses Wohnrecht besteht? Muss ich als Hausbesitzer Risiken dieser Art tolerieren?
Welche Möglichkeiten gäbe es?

Danke

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