Kann man das freiwillig eingeworfene Geld beim Straßenmußikers als Trinkgeld bezeichnen?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn Du die Gelder als Trinkgeld bezeichnest, die in die kleine Dose auf der Drehorgel geworfen werden, muss Du Steuern zahlen und das Finanzamt freut sich über Eure Unkenntnis. Trinkgelder fallen doch erst an, wenn man für eine Dienstleistung mehr bezahlt, als gefordet wird. Da Dein Mann für seine Musik nichts fordert, fallen auch keine versteuerbare Trinkgelder an. Versteuerbares Einkommen ist es auch nicht, da die Höhe der Einnahmen sich nach der Geberlaune des Gebenden richtet. Hier kann es sich folglich nur um Spenden handeln, die aus Mitleid und wegen der Musik gegeben werden, die steuerfrei sind, wenn ein gewisser Freibetrag nicht überschritten wird. Sorgt dafür, dass Eure Ausgaben immer höher sind als Eure Einnahmen, dann seid Ihr steuerfrei.

Die Frage habt Ihr Euch doch selbst beantwortet, als ihr die Sache als Gewerbe angemeldet habt.

Mit der Erlaubn is gelegentlich auf der Strasse mal etwas Musik zu machen, die man sich wohl vom Ordnungsamt holen kann, begründet man kein Gewerbe. Das ist liebhabereit udn wird das Finanzamt kaum interessieren.

Wer also mal gelegentlich mit einem Leierkasten/Drehorgel die Strasse auf und ab geht um früheres Brauchtum zu erhalten, kann auch das als Liebhaberei bezeichnen und ggf. 100,- eingenommene euro unbehelligt einstecken, bzw. für den Unterhalt der Orgel nehmen.

Wer ein Gewerbe anmeldet, zeigt damit, dass er nachhaltig zur Erzielung von Einnahmen eine Tätigkeit ausübern will. Ganz gleich ob die dem Lebensunterhalt dienen, oder nur eine kleine Nebeneinnahme darstellen.

Also, wer ein Gewerbe anmeldet, kann keinem mehr erzählen, dass die Tätigkeit nur als Liebhaberei anzusehen ist udn die Einnahmen Trinkgelder sind.

Ich soll ein Buch illustrieren, soll ich das als Minijob und Honorartätigkeit oder doch als Gewerbe und auf Rechnung machen - wie mache ich es richtig?

Überblick:

Ich (verheiratet, Hausfrau und Mutter) habe vor 4 Jahren einen Eigenverlag gegründet und damit zwei Bücher selbst raus gebracht, mit deren Verkauf sich aber nicht mal die Kosten für Druck und Vermarktung anständig decken ließen - im Idealfall und ein bisschen schön gerechnet gerade mal eine knappe Null-Runde quasi. Aber die Gewerbeanmeldung gibt es nocht, den Eigenverlag somit auch.


Nun ist darunter auch ein Kinderbuch und darüber ist jemand auf mich aufmerksam geworden für den ich nun ein Buch illustrieren soll.

Für mich stellt sich nun die Frage wie ich das am Besten mache um steuerfrei zu bleiben oder wenig "Papierkram" bei der Steuererklärung zu haben, bzw. mein Mann nicht lauter Zusatzformulare dazu bekommt.... oder IHM irgendwas zum Abzug gebracht wird...

Ich überlege also wie ich es machen soll:

  1. Auf Honorarbasis; und ich rechne die Stunden am Ende eines Kapitels ab (bleibt immer unter 400 EURO) (Rechnung schreiben?!)

  2. Als Minijob - mit monatlich festen und regelmäßigen 400 Euro - bei 40 Stunden Arbeit für das Projekt pro Monat

  3. über eine monatliche Rechnung vom "Eigenverlag" - als Kleinunternehmer?!, auch wenn die Tätigkeit nicht wirklich in eine Verlagstätigkeit passt? Oder ist die Tätigkeit unerheblich?

  4. oder gibt es da sogar noch eine Variante die mir gerade nicht geläufig ist?!

Schreibe ich eine Rechnung? Oder lieber auf Steuerkarte? Bin leider so lange aus allem raus was mit Geld verdienen zu tun hat, dass ich da so gar keine Ahnung mehr habe was geschickt ist :-(((

Hintergrund: Ich bin wie gesagt verheiratet, wir haben zwei Kinder und mein Mann verdient außer Tarif. Allerdings ist er der "Finanzchef" in der Familie und ich würde mir gerne etwas dazu verdienen um nicht für jede kleine, persönliche Anschaffung fragen zu müssen! Ich bekomme quasi 100 Euro "Taschengeld" - "zur freien Verfügung", wie es sich auf meinem Kontoauszug lesen lässt :-( Ein kleines eigenes Einkommen von 400 Euro im Monat würde mich finanziell entlasten und ein wenig Freiheit für mich schaffen. Ich freue mich natürlich wenn ich davon möglichst wenig wieder an offizieller Stelle abdrücken muss .... Aber ich will alles richtig machen und soll meinem potentiellen "Arbeit- oder Auftraggeber" einen Vorschlag machen, wie wir abrechnen wollen .....

Wer weiß wie ich es machen sollte?! Besten DANK!

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Hallo, das Unternehmen (Spielbank) indem ich als Automatenaufsicht arbeite, möchte demnächst das Trinkgeld ( welches ich von den Gästen bei der Auszahlung für meine Dienste ) erhalten habe, einbehalten. Es soll dafür ein Trinkgeldtisch mit vorgesehenem Einwurfschacht für das Trinkgeld aufgestellt werden. Diese gesammelten Trinkgelder sollen dann separat Tag für Tag abgerechnet werden und laut Unternehmen versteuert werden. (Einbehalten der Trinkgelder durch das Unternehmen). Mehr als 20 Jahre lang war dieses nie ein Thema und jetzt soll das geändert werden. Hierzu gibt es in aber keinen Gesetzes-Entwurf, der besagt, dass diese Trinkgelder von dem Unternehmen einbehalten werden dürfen. Kann ich mich auf mein Recht berufen (§ 51 EstG) und Widerspruch einlegen , falls das Unternehmen einen neuen Paragraphen ( ist zwar noch ein ungelegtes Ei ) hervorbringt. Ist es vielleicht ratsam, wenn dieses Gesetzt herauskommt, eine Sammelklage einzureichen? Danke im Voraus

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