Kann ich meine Gewerbeabmeldung auch rückwirkend beantragen (aufgrund ausbleibender Einnahmen)?

2 Antworten

Die Gewerbeabmeldung rückwirkend kannst Du natürlich machen für die Zeit wo effektiv keine Tätgkeit vorlag, aber es bringt Dir sozusagen ncihts.

Für Die Monate, wo keine einnahmen da waren gibt man eine sogenannte Nullmeldung ab, also steuerpflichtige Einnahmen 0,- Euro. aber es gab ja durch die Kosten eventuell abzugsfähige Vorsteuerbeträge, die würden Dir ggf. bei Rückwirkender Abmeldung engehen (ausser es wären Kosten der Geschäftausgabe). Also solange Du Dich noch um Aufträge bemühst würde ich das Gewerbe angemeldet lassen und ggf. die osten geltend machen.

Guten Tag wfwbinder,

ganz herzlichen Dank für die rasche Antwort.

Meine Problem derzeit: die Vorsteuerbeträge für die vergangenen 3 Monate kann ich nicht leisten-was tun?

Dem Finanzamt mitteilen, dass, da keine Einnahmen (ich lebe derzeit von "Hilfeleistungen" von Freunden/Verwandten)-ich absolut keine Möglichkeit für Steuer-Zahlungen an das Finanzamt habe?

Im Voraus danke für Ihre Mühe.

MfG, fragend

Finanzamt fordert Gewerbesteuererklärung von mir (ich bin Freiberufler) - Wie sich nun erklären?

Hallo zusammen,

erstmal kurz zur Vorgeschichte. Ich bin freiberuflich tätig als IT-Berater für Software-Qualitätssicherung. Meine Buchhaltung halte und pflege ich selber über die Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Meine Einkommensteuererklärung und die Umsatzsteuererklärung lasse ich durch meinen Steuerberater erledigen. Ich betreibe also kein Gewerbe und muss somit auch keine Gewerbesteuer zahlen. Ich bin Diplom-Informatiker.

Nun hat sich das Finanzamt bei meinem Steuerberater gemeldet und meint nun (Zitat):

"Sie haben die Einkünfte aus der Tätigkeit als IT-Berater als Einkünfte aus Selbständiger Tä- tigkeit erklärt. Neben der fachlichen Qualifikation als Diplom-Informatiker, muss auch das Tätigkeit einer Selbständigen Tätigkeit entsprechen. Nach den vorliegenden Unterlagen wird Ihr Mandant überwiegend als Berater und Prüfer der Softwareprogramme, nicht doch für Entwicklung von Anwendersoftware tätig. Da der gewinn mehr als 24.500 € beträgt,tst-die Gewerbesteuererktärung einzureichen. Ich gebe Ihnen hiermit gemäß § 91 der Abgabenordnung Gelegenheit, sich dazu innerhalb eines Monats zu äußern. Als Nachweise sind Kopien von einigen Rechnungen und Verträge vorzulegen. Sollte ich innerhalb dieser Frist von Ihnen keine Nachricht erhalten, werde ich wie angegeben verfahren."

Davon mal abgesehen, dass das "deutsch" des Kollegen vom Finanzamt nicht überragend ist, suche ich nun nach einer Möglichkeit mich zu erklären. Klar ist, dass ich mich IT-Berater nenne, aber durchaus auch Quellcode produziere für Tests von Software. Ich programmiere also durchaus in der Praxis und biete nicht nur eine theoretisch (mündliche) beratende Dienstleistung an. Auf meinen Rechnungen an den Dienstleister, der als Vermittler zwischen mir und dem eigentlichen Endkunden hängt, schreibe ich auch IT-Beratung auf und dann die einzelnen Posten, die in meinem Vertrag mit dem Vermittler stehen. In diesen Verträgen steht aber nicht Beratung, sondern durchaus Klauseln, wie:

  • Planung und Durchführung von manuellen und automatisierten Tests
  • Testtreiberprogrammierung in Java

Und dies lässt ja nicht nur auf eine theoretische Beratung schließen. Meine Angst liegt daran, dass ich für das Finanzamt ein Gewerbe betreibe und somit die Gewerbesteuer für die letzten Jahre dann auch nachzahlen muss.

Vielleicht sollte ich mich nicht mehr IT-Berater nennen, sondern IT-Dienstleister oder?

Was könnt ihr mir raten? Wie kann ich gegenüber dem Finanzamt argumentieren?

Ich danke euch schon jetzt für eure Tipps. Vielleicht kennt einer von euch solche Fälle oder hat es auch schon selber mitgemacht.

Danke und Gruß, Martin

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