Haus bei Bauarbeiten abgesackt, Neuwert? Zeitwert? Abriss?

4 Antworten

Das ist kein Fall für die Gebäudeversicherung und damit sieht es übel aus. Die Gebäudeversicherung ist Neuwertversicherung, die Haftpflicht des Bauunternehmers zahlt im Falle des Falles nur den Zeitwert. Wenn natürlich eine Reparatur möglich ist, müssen diese Kosten uebernommen werden.

Aber rein theoretisch, wenn das Haus wirklich einen "Totalschaden"hat, durch den Baggerfahrer, und laut Gutachter ist eine Reperatur nicht rentabel, warum steht uns dann nur der Zeitwert zu? Wir können ja nichts dafür, dass der Baggerfahrer das Haus, welches vorher bewohnbar war, so beschädigt hat, dass es einen "Totalschaden" erlitten hat? Das ist doch nicht fair, oder? SO werden wir gezwungen, jetzt viel mehr für einen Neubau zu zahlen, was vorher eine Renovierung nicht gekostet hätte. Dadurch jetzt viel höhere Kosten, die vorher nicht geplant waren ? :/

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Zeitwert steht im BGB.

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Und was ist jetzt die Finanzfrage?

Die Gebäudeversicherung wird nicht berührt, da weder Sturm, Feuer, Wasser noch etc. die Ursache sind. Eure Haftpflichtversicherung hat damit nichts zu tun.

Ob die Betriebshaftpflichtversicherung des Bauunternehmers einspringt, setzt voraus, dass den Unternehmer ein Verschulden trifft. Trifft ihn ein Verschulden, dann muss er zahlen (selbst wenn er keine Betriebshaftpflichtversicherung haben sollte oder diese nicht zahlen sollte).

Um das Verschulden festzustellen, muss ein Gutachter und nach dessen vorläufiger Meinung ein Anwalt her, der Eure Ansprüche geltend macht.

Ich habe am Wochenende mit jemanden gesprochen, der ein ähnliches Problem (nasser Keller) in der Nähe von Leipzig hatte. Er ist nach reiflicher Überlegung zur Erkenntnis gekommen, dass es auf seinem Hof ausreichend Platz für einen kleinen Neubau gibt und er einen teuer trockengelegten Keller im Altbau gar nicht braucht, sondern stattdessen nur einige Kubikmeter Beton zum Verfüllen.

Sei doch etwas großzügiger. Natürlich ist es direkt keine Finanzfrage. Aber Fragen zu Versicherungen werden hier doch oft gestellt, weil da schon ein Bezug zu Finanzen besteht. Außerdem sind doch solche Fragen interessant und lehrreich für viele User hier. Außerdem wird vielen Fragestellern doch echt geholfen.

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Richtig knifflige Immobilienfrage: Wie verteilen wir die Besitztümer von uns und meinen Eltern in diesem Bermudadreieck finanziell sinnvoll?

Wir haben eine richtig knifflige Immobilenfrage und hoffen, dass wir hier auf schlaue Köpfe treffen, die unseren Knoten in unseren Überlegungen lösen können:

Sachverhalt ist wie folgt:

Wir wollen in das Haus meiner Eltern ziehen (Haus 11).

Meine Eltern ziehen dafür in Haus 9.

Haus 9 ist das Elternhaus meiner Mutter und gehört mittlerweile ihrer Schwester (meiner Tante).

Bedingung für diesen Tausch ist: Wir kaufen meiner Tante das Haus ab (ca 200.000) und sanieren es für meine Eltern (ca 200.000). Dies entspricht ca. dem Wert des Hauses 11, welches größer und familientauglich ist, in das wir einziehen werden.

Wahrscheinlich am sinnvollsten wäre folgende Überlegung:

Meine Eltern überschreiben mir Haus 11. Soweit ich weiß, habe ich als Tochter einen Freibetrag von 400.000 und so kann die Grunderwerbssteuer zumindest hier gespart werden.

Zusätzlich kaufen wir das Haus 9 und richten meinen Eltern vertraglich ein lebenslanges Wohnrecht ein. So könnten wir die Renovierungskosten für eine fremd genutzte Immobilie auch steuerlich absetzen, was uns sehr entgefen konmen würde, oder nicht?

Jetzt die Krux: Mein Vater möchte jedoch gerne weiterhin Eigentum besitzen und nicht als "Mieter" aus dieser Geschichte heraustreten.

Was machen wir also am besten?

Können wir Haus 9 kaufen und meinen Eltern dann irgendwann überschreiben? Fallen dann zweimal Grunderwerbssteuern an? Beim Kauf von uns, beim Überschreiben an meine Eltern und irgendwann werden wir es dann wahrscheinlich wieder erben, dann entstehen wahrscheinlich ein drittes Mal Kosten?

Oder:

Sollten meine Eltern lieber weiterhin Haus 11 im Grundbuch behalten und wir stehen dann im Grundbuch von Haus 9, wohnen aber genau andersherum?

Oder: Geben wir meinen Eltern 400.000 € (was Steuern kostet) und sie kaufen das Haus meiner Tante ab (was wieder Steuern kostet)?

Und vielleicht nicht ganz unwichtig: Hat mein Bruder, der mit Familie ein Haus in Münster gekauft hat und nun dort lebt, Mitspracherecht/Ansprüche bei dieser Aktion auf unser Elternhaus (Haus 11)?

Ich hoffe, ihr habt gute Ideen, wie wir das finanziell gut gelöst bekommen.

Anbei ein Bild zum besseren Verständnis. ;-)

Ganz lieben Dank für Ihre und eure Beiträge und Gedanken zu unserem Thema!

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Wir hatten gestern einen Dachdecker im Haus, der bei uns die Fenster ausgetauscht hat. Leider hat er beim Arbeiten etwas auf unser Parkett fallen lassen und einen dicken Kratzer hinterlassen. Am Freitag will er jetzt nochmals vorbei kommen, und den Kratzer irgendwie aus dem Parkett bekommen. Aber ich bezweifel, dass das geht ohne alles neu zu machen, weil der Kratzer doch ziemlich tief ist. Der Betrieb hat ja ohnehin eine Haftpflicht. Hat man als Kunde vielleicht sogar einen Anspruch darauf, den für das komplette Zimmer einen neuen Boden zu bekommen, auch wenn nur eine "Planke" vom Parkettboden beschädigt ist. Ich kann mir vorstellen, dass eine neue Planke sich auch farblich nicht gerade gut einfügt in den bestehenden Boden.

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