Sollte ich wegen dem Erhalt einer einmaligen Vermittlungsprovision extra ein Gewerbe anmelden?

3 Antworten

Es wäre interessant zu wissen, wovon die Person lebt.

Wäre es ALG I, oder Elterngeld, käme Steuer raus, weil diese Einnahmen dem Progressionsvorbehalt unterliegen.

Nur für eine einmalige Provision, muss natürlich kein Gewerbe angemeldet werden.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

wäre es allein dafür notwendig gewesen, ein Gewerbe anzumelden?

Nein, notwendig ist es nicht, denn du betreibst ja kei n Gewerbe. Aber machen kann man sowas natürlich. Man kann ja auch einen Hebezeugführerpass erwerben und dann nie auf einen Kran steigen.

Meines Wissens bleiben einmalige Provisionen (bzgl. deine Schilderung ) bis zu 256,- Euro/Jahr steuerfrei. 

Das kann sein. Meine ich auch so in Erinnerung zu haben. In dem Fall waren es aber mehrere Tausend. Dadurch, dass aber die Gesamtsumme der Einnahmen in dem Jahr unter dem Grundfreibetrag waren, sollte eine Steuererklärung meiner Meinung nach nicht nötig sein (das war ja meine Frage).

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@GlennQuagmire

das war ja meine Frage

Leider kam dieser steuerliche Aspekt in der Überschrift nicht zum Ausdruck. Somit wurde überwiegend die Gewerbeanmeldungsfrage beantwortet.

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Kleinunternehmerregelung nur bei einem von mehreren Gewerbe?

Hallo!

Für meinen speziellen Fall habe ich leider keine Antwort im Netz finden können und hoffe, dass mir hier jemand helfen kann.

Ich habe mich im Jahr 2006 beim FA als Freiberufler (Dolmetscher) angemeldet. Damals verzichtete ich auf die Kleinunternehmerregelung und habe auf allen Rechnungen Mwst. ausgewiesen und als Umsatzsteuer für das entsprechende Jahr abgeführt (Regelbesteuerung). Eine Anmeldung beim Gewerbeamt erfolgte nicht (falls das von Bedeutung sein sollte).

Im Januar 2015 habe ich ein neues Gewerbe beim Finanzamt und Gewerbeamt angemeldet (anderes Tätigkeitsfeld: Online-Warenhandel). Bei diesem Gewerbe habe ich auf dem Fragebogen des Finanzamtes (Fragebogen zur Steuerlichen Erfassung) angekreuzt, dass ich die Kleinunternehmerregelung nach§19 Ustg in Anspruch nehmen möchte. Anschließend habe ich die neue Steuernummer erhalten.

Im Jahr 2015 habe ich fortan für die Dolemtsch-Tätigkeiten Rechnungen unter meiner alten Steuernummer mit ausgewiesener Mwst. ausgeschrieben, also wie gewohnt. Für den Online-Handel habe ich unter der neuen Steuernummer Rechnungen geschrieben und habe keine Mwst ausgewiesen.

So wollte ich das eigentlich weiterführen. Nun bin ich aber etwas irritiert, weil ich auf Behauptungen gestoßen bin, dass das so nicht geht. Ein Einzelunternehmer müsse entweder für alle seine Gewerbe Umst. abführen oder auf keinen (wenn Kleinunternehmerregelung). Eine getrennte Handhabung sei nicht möglich.

meine Fragen: 1.) Stimmt das? 2.) Falls ja, muss ich nun auf allen Rechnungen aus meinen beiden Gewerben Mwst. ausweisen und Ust an das FA abführen oder umgekehrt (keine Mwst/Ust für beide Gewerbe)? Info: Ich habe noch nie in meinem ganzen Leben in einem Jahr einen höheren Umsatz als 17.500€ gehabt.

3.) Stimmt das, das wenn ich für den Online-Handel weiterhin die Kleinunternehmerregelung nutzen möchte, der Umsatz aus beiden Gewerben aus dem vergangenen Jahr zusammen addiert nicht 17.500€ überschreiten darf? Oder wird hierfür nur der Umsatz aus dem Online-Handel betrachtet?

Vielen Dank für Ihre Hilfe!

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