Geld daheim sparen, für späteres Autokauf. Geldwäschegesetz?

3 Antworten

Wenn Du 50.000,- ansparen willst, könntest Du die ersten 40.-45.000,- auf der Bank ansparen. Dann das Guthaben kündigen und die Auszahlung bei Dir zuhause lagern.

Aber davon abgesehen, warum sollte ich das Finanzamt fragen, woher Du das Geld für das Auto hast? Ist es ein Betriebsfahrzeug was Du kaufen willst?

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Nein privat. Aber es steht ja eine Identifizierung bei Barzahlung an, wegen dem Geldwäschegesetz. Daher fragte ich. Ds ich es ja dann auch Bar zahlen möchte

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@ReinigerGlas

Ja, aber was hat das Geldwäschegesetz mit dem Finanzamt zu tun?

Natürlich muss der Autohändler eine genaue Identitätskontrolle machen und den Ausweis kopieren.

Aber das sind die Vorschriften zum Geldwäschegesetz.

Dein Name wird bezüglich des Autokaufs dem Finanzamt nur bekannt, wenn es mal bei einer Betriebsprüfung auffällt.

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@wfwbinder

Ah also brauche ich mir da keine Sorgen drum machen. Danke dir :)

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@ReinigerGlas

Wenn das Geld bei einer Bank "angespart" wurde, gäbe es ja ohnehin keine Nachweisprobleme bei einer möglichen Nachfrage.

Bei einer Barzahlung von €50.000 werden allerdings mit großer Wahrscheinlichkeit nicht nur vorschriftsmäßig die Identitätskontrolle durchgeführt, sondern es wird auch eine Meldung erfolgen. Das Risiko, selbst wegen Mitwirkung bei Geldwäsche bestraft zu werden, wird kein Autohändler eingehen und die Transaktion sicherheitshalber melden. Dann wird ganz sicher auch eine Nachfrage des Finanzamtes nach der Herkunft des Geldes kommen, was aber bei einer legalen Herkunft kein Problem ist.

Immobilienmakler und gewerbliche Güterhändler (beispielsweise Kunsthändler, Autohändler, Juweliere, et cetera) sind verpflichtet, jede vermutete Geldwäsche an die zuständigen Behörden melden – insbesondere dann, wenn es sich um Transaktionen ab 10.000 Euro handelt (bei Edelmetallen ab 2.000 Euro).

.....

Liegt der Verdacht auf Geldwäsche vor, muss der Händler oder das Unternehmen umgehend die Zentralstelle für Transaktionsuntersuchungen (FIU) darüber in Kenntnis setzen. Das kann Unternehmen und Institutionen treffen – unter Umständen müssen aber auch Privatpersonen die Herkunft größerer Geldsummen nachweisen, um nicht gegen das GWG zu verstoßen.
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@wfwbinder

Doch sicher, wie ich schon geschrieben hatte:

Dann wird ganz sicher auch eine Nachfrage des Finanzamtes nach der Herkunft des Geldes kommen, ...

Teil Deiner ursprünglichen Antwort war

... warum sollte Dich das Finanzamt fragen, woher Du das Geld für das Auto hast?

und

Dein Name wird bezüglich des Autokaufs dem Finanzamt nur bekannt, wenn es mal bei einer Betriebsprüfung auffällt.

Ich habe das nur korrigiert, weil ich vermeiden wollte, dass der FS sich falsche Vorstellungen macht. Sollte das Geld allerdings legal sein, hätte er ja trotzdem nichts zu befürchten.

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@Zappzappzapp

Es gab in unserem Mandantenkreis schon Verdachtsmeldungen in Sache Geldwäsche. Nie hat sich as Finanzamt gemeldet.

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@wfwbinder

Dann war bei Deinen Mandanten sicher alles im grünen Bereich, was das Finanzamt ohne weitere Nachfragen nach Aktenlage klären konnte. Bei einer Verdachtsmeldung wird immer geprüft und das Finanzamt erhält immer eine Information. Bleibt eine Unklarheit hinsichtlich Legalität, wird garantiert nachgefragt. Das ist ja der Sinn derganzen Sache.

Lassen wir es mal dabei. Ich wollte den FS lediglich wegen

Ah also brauche ich mir da keine Sorgen drum machen.

darauf hinweisen, dass das nicht unbedingt der Fall sein muss. Ob er sich Sorgen machen muss, muss er selbst beurteilen.

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Niemand wird Dir vorher sagen können, welche Nachweise Dein Finanzamt bei einem evtl. Geldwäscheverdacht akzeptieren wird.

Ich verstehe zwar nicht, wieso Du Dein Geld nicht auf ein Tagesgeldkonto legen willst, was Dich sämtlicher "Probleme" entledigen würde, aber wenn Du es unbedingt in den Tresor legen willst, bleibt Dir nur, die Belege, soweit vorhanden, aufzubewahren und zu hoffen, dass das Finanzamt ggf. Deinen Erklärungen glaubt.

Die haben gute Programme, die die Plausibilität solcher Angaben überprüfen.

Du kannst bei einem Privatmann das Auto in Bar bezahlen. Ein Händler darf das nicht in bar annehmen. Er muss, nach dem Geldwäschegesetz, die Summe als Überweisung bekommen.

Jedenfalls ist das meine Erfahrung mit einigen Käufen in der letzten Zeit für gewerbliche Fahrzeuge. Ich glaube die Grenze liegt so bei 20.000 Euro.

Und so richtig nachvollziehen warum das Geld nicht auf dem Konto bleiben darf kann ich nicht.

Ich vertraue Banken nicht ^^

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Das ist nicht richtig. Selbstverständlich darf ein Händler jeden Betrag in bar annehmen. Im Geldwäschegesetz steht nichts davon, dass solche Beträge nur per Überweisung angenommen werden dürfen. Eine Grenze gibt es nicht, allenfalls legen einige Händler für sich selbst eine Obergrenze fest.

Es muss lediglich die Identitätsprüfung vorgenommen werden und bei Geldwäscheverdacht eine umgehende Meldung an die Zentralstelle für Transaktionsuntersuchungen (FIU) erfolgen.

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