Als 20 Jähriger 100000€ anlegen?

7 Antworten

Ich würde Dir keinen Fonds empfehlen, der so hohe Spesen hat (5,26% Ausgabeaufschlag und 1,59% Jahresspesen). Außerdem ist es keine Streuung, nur weil man in einen Multiasset Fonds investiert. Da ist mir das Risiko zu hoch.

Besser in verschiedene große internationale Fonds investieren. Anleihen sind aktuell keine gute Idee, max. kurzlaufende High Yield Firmenanleihen, wenn's unbedingt sein muss.

Informiere Dich über ETF oder geh zu einem unabhängigen Honorarberater, der lebt nämlich nicht von den Produkten, die er empfiehlt.

Die Idee, das Geld über mehrere Monate verteilt zu investieren, finde ich gut. Warten auf das Sommerloch find ich nicht gut, vielleicht gibt es heuer keines und Du hast die Gewinne verpasst.

Leider falsch. Es gibt kein Jahresspesen bei einem Fonds sondern eine Depotbankgebühr und eine Verwaltungsgebühr. Die Höhe ist bei jedem Fonds unterschiedlich. Die Rendite von Fonds ist außerdem immer nach Kosten gerechnet. D.h. wenn ein Fonds 6 % oder 8 % erzielt hat, hat er die auch erzielt. Da geht nichts mehr von ab. Der Ausgabeaufschlag ist für Vermittlung und Beratung. Ich kenne übrigens keinen ETF, der meine aktiven Fonds über einen längeren Zeitraum geschlagen hat. 

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@Niklaus

Jahresspesen = Verwaltungsgebühr = TER = kannst Du nennen, wie Du willst.

Diese Spesen werden immer eingehoben und danach die Kundenperformance berechnet. Die von mir genannten Zahlen entsprechen jenen des genannten kaldemorgen Fonds.

Ob gemanagt oder ETF soll jeder selbst entscheiden, es gibt genug Untersuchungen zum Nachlesen, wer besser ist. Ich bin für niedrigere Kosten.

Außerdem: woran vergleichen sich die meisten Fonds? An einem Index! Daher wird dieser mehr oder weniger eng nachgebildet.

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Hier ist also die Summe, die Du "drüben" nicht genannt hast ;-)

Ich beziehe mich also auf meine Antwort bei GF mit den Zusatzempfehlungen:

1. Willst Du wirklich eine Firma gründen, würde ich eine höhere Liquidität behalten, damit Du im Notfall flexibler bist.

2. Keinesfalls alles Geld in einem einzigen Fonds anlegen.

3. Bei dieser Größenordnung könnte es schon Sinn machen, direkt in Aktien anzulegen. Das kostet keinen Ausgabeaufschlag, keine jährliche Verwaltungsgebühr und man ist auch hier flexibler. Das ist allerdings mit Deinem Vermögensberater (DVAG-Vertreter) nicht machbar, weil er damit kein Geld verdient.

4. Falls Du selbst nicht genug Wissen hast, brauchst Du natürlich sachkundige Beratung, dazu reicht dieses Forum hier nicht aus. Ich persönlich würde einen Honorarberater vorziehen oder ggf. einen Makler, aber es ist schwierig, egal was man macht, einen "guten" zu finden.

5. Ich selbst lege grundsätzlich nicht in Fonds an, sondern ziehe Aktien vor. Falls Fonds, würde ich immer passive ETFs vorziehen, da hier die Kosten am niedrigsten sind. Es bleibt eben Tatsache, Geld was ich nicht ausgebe, muss ich auch nicht verdienen. Und es schaffen nur ganz wenige aktiv gemanagte Fonds, den Index zu übertreffen.

Der erwähnte Fonds hat derzeit offenbar eine Liquidität von ca. 30 % und ist m.a.W. nur zu 70 % investiert. Das ist eigentlich nicht das, was Du suchst.

Die Wiederanlage erfolgt nicht von der Rendite, sondern von der Ausschüttung des Mischfonds.

Die teilweise Anlage in einen Rentenfonds könnte sich bei steigendem Zinsniveau als Wertvernichtung herausstellen.

Unverständlich ist mir die diese Aussage:

Renten Fond angespart bei dem ich nach 12 jahren haltezeit nur 50% versteuern muss.

Nach welchem Steuerrecht werden nur 50 % (von was?) versteuert?

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