Flexible Risikolebensversicherung für Banken interessant?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Dann müßte die Vergabe einer Baufinanzierung ja auch wesentlich einfacher zu erlangen sein ?

Nicht wesentlich einfacher, aber etwas einfacher.

Offenbar meinst Du mit "flexibel" eine Risiko-LV deren Versicherungssumme annuitätisch fällt. Die "Attraktivität" einer Risiko-LV für eine finanzierende Bank ist natürlich gegeben, manchmal wird es sogar von der bank verlangt. Ob es eine mit konstanter oder mit annuitätisch oder linear fallender Versicherungssumme ist, spielt für die Bank prinzipiell keine Rolle. Hauptsache die anfängliche Versicherungssumme ist passend, die Laufzeit passt ebenfalls und bei fallender Versicherungssumme darf diese natürlich nicht zu schnell fallen.

Fallende Versicherungssummen sind günstiger als konstante und deshalb erste Wahl wenn nur die Restschuld einer Finanzierung abgesichert werden soll. Aber nicht alle Anbieter haben (annuitätisch) fallende Versicherungssummen im Programm, und wenn zwei versicherte Personen in einen Vertrag sollen (macht meist keinen Sinn), gibt es noch weniger Auswahl.

Die Leistung aus einer zugunsten der darlehensgebenden Bank abgetretenen Risikoversicherung mit fallender Summe, die der Darlehenstilgung angepaßt ist und die auf das Leben des Versorgers (des Zahlers) lautet, schützt die Hinterbliebenden vor dem drohenden finanziellen Kollaps.

Mit der Todesfall-Leistung aus der Versicherung wird das (restl.) Darlehen zurück- geführt, die Immobilie somit lastenfrei gestellt. Die Hinterbliebenen müssen sich nicht mit dem Notverkauf befassen. Der Bank bleibt die zwangsweise Beitreibung erspart.

Ist die V. eine zusätzl. Sicherheit? Nur dann, wenn sie auch beitragspflichtig aufrechterhalten bleibt. Sie ersetzt auf keinen Fall die dingliche Sicherheit (Grundschuld).

Wunderbar erklärt, vielen Dank !

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