Finanzgericht oder Verwaltungsgericht, wenn ich zuviel gezahlte Gewerbesteuer zurück will?

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Das ist eine verwaltungsrechtliche Angelegenheit. Du musst also zum Verwaltungsgericht. Nur wenn es um Bundessteuerrecht, also vorrangig die vom Finanzamt geltend gemachten Steuern ginge, müsstest du zum Finanzgericht bzw. wäre der Finanzrechtsweg gegeben.

Wenn es um die Gemeinde geht, also ein falscher Hebesatz angewendet wurde, die Vorauszahlungen eine falsche Höhe haben usw., dann ist es das Verwaltungsgericht.

Wenn es darum geht, das der Gewerbsteuermessbetrag falsch ist, dann ist es das Finanzgericht.

Kann ich meinen Steuerberater in Haftung nehmen?

Hallo zusammen, ich hatte als Restaurantinhaberin eine Prüfung durch das Finanzamt für insgesamt 3 Jahre rückwirkend. Seit der Prüfungsbericht und die damit horrende Steuerschuld für mich feststand, bin ich von bisher 2 Steuerberatern vertreten worden. Von Anfang an, war es für mich nicht nachvollziehbar, wie sich die Höhe der Steuerschuld zusammensetzt, da es sich ja um Einkommen-,Umsatz-, Kirchen und Gewerbesteuer, Zinsen und natürlich Säuniszuschläge handelte. Der Umsatz, der lt. Wareneinkauf berechnet wurde, wies lt. Zuschätzung der Richtsätze einen Umsatz aus, der für mich wie schon vorher betont, nicht nachvollziehbar Der erste Steuerberater erwies sich nach insgesamt fast 2 Jahren als reiner Reinfall. Für mich bedeutete es, nach fast 2 Jahren Streit mit dem FA und natürlich auf vor Gericht wegen Aussetzungen der Vollziehung, Steuerhinterziehung, Kontopfändungen, Hypothekenbelastungen und ........ so, dass ich mir im laufenden Verfahren einen neuen Steuerberater an meine Seite holen musste, der mich weiterhin vertreten würde. Dieser machte mich auf die arg- und fragwürdige Arbeitsweise seines Vorgängers aufmerksam, indem er immer wieder behauptete, durch eine Nachkalkulation der Speisen und Getränke würde mein nachgewiesener Umsatz hervorgehen, so dass sich die Kalkulation der Betriebsprüfung widerlegen ließe. Diese sehr aufwendige Kalkulation wurde nur für das erste Halb- Prüfungsjahr veranlasst. Eine Kalkulation für alle 3 Jahre hätten den finanziellen Rahmen komplett gesprengt, (der Arbeitsaufwand durch den Steuerberater) da sich bereits schon ein über fünfstelligen Betrag angehäuft hatte. Bei dieser Nachkalkulation wurde dann- bereits durch den Steuerberater eine erhebliche Differnz (nicht nachvollziehbarer Einkauf, lt. Betriebsprüfung) gefunden. Für mich war zu diesem Zeitpunkt, diese nicht nachvollziehbare Differenz, nicht von Bedeutung. In keinster Weise dachte ich, dass diese Differenz genau der Fehler sein würde. Denn von all dem meinte ich, dass ich sowieso nichts verstehen würde. Denn schließlich hatte ich ja diesesmal einen kompetenten Steuerberater bei der Hand. Diese nicht erklärbare Differenz wurde sogar an das Finanzgericht in der Anklage gegen das Finanzamt gesendet. Schließlich musste noch ein Jahr vergehen- mit vielen vielen Anklagen, erneuten Kontopfändungen bis kurz vor Zwangsvollstreckung von Immobilien, bis ich selbst durch einen dummen Zufall auf ein Berechnungsblatt der vorläufigen Betriebsprüfung gestoßen bin, auf welchen ein fataler Rechenfehler seitens des Finanzamtes ersichtlich war. Dieses Blatt wurde mir versehentlich bei Übergabe aller Dokumente des ersten Steuerberaters in einem Ordner mit ausgehändigt. Dieses Dokument wurde seitens Prüfer und ersten Steuerberater zusammen, in den falsch summierten Zahlen (im Exel) handschriftlich korrigiert, so dass ein Wareneinsatz von mehreren zehn tausend Euro hinzugerechnet wurde. Wer kann helfen? Weiteren Rechtsbeistand kann ich mir nicht leisten!

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Kindergeldrueckzahlung wird als Steuerhinterziehung gewertet

Da meine Tochter mit 7 Jahren in der Gemeinde, in der wir wohnten wegen Ueberfuellung nicht eingeschult werden konnte und ich keine Arbeit mehr hatte, entschlossen wir uns nach Indonesien zu gehen. Wir behielten unsere Wohnung in Deutschland als ersten Wohnsitz. Vom Umzug unterrichtete ich die Kindergeldkasse in Aschaffenburg. Nach Ablauf eines Jahres, ich war in unserer Wohnung in Deutschland, sprach die Polizei vor, warum unsere Tochter nicht zur Schule gehen wuerde. Ich unterrichtete sie, dass meine Tochter bereits seit 1 Jahr die Schule in Medan, Indonesien besucht. Eine Schulbescheining wurde der Polizei, dem Landratsamt und auf Hinweis auch der Kindergeldkasse uebergeben. Bei regelmaessigen Anfragen nach Stand der Schule spaeter durch die Familienkasse wurde wahrheitsgemaess geantwortet und ebenfalls die Schulbescheinigung beigefuegt. Nachdem meine Tochter das 18. Lebensjahr erreicht hatte, teilte ich wiederum auf Anfrage der Familienkasse mit, dass sowohl unser Sohn in Medan, als auch unsere Tochter in Jakarta weiter zur Schule, bzw. Universitaet, gehen. Auch hier fuegten wir den geforderten Schulnachweis bei. Beim Nennen der Universitaet Jakarta, fand die Mitarbeiterin der Familienkasse heraus, dass Jakarta nicht in Deutschland liegt. Sie forderten einen Nachweis des Aufenthaltes von 181 Tagen pro Jahr in Deutschland als gemeldeten 1. Wohnsitz. Diesen Nachweis konnte ich nicht erbringen. Man forderte die Rueckzahlung von ca35.000,- EU, die sofort zu bezahlen sind. Ansonsten wuerde der Betrag mit ca. 1% pro Monat verzinst und zurueckgefordert. Diesen Betrag konnten wir nicht aufbringen. Eine Klage beim Senat auf Rueckzahlung wurde stattgegeben. Pfaendung wurde eingeleitet und der Gerichtsvollzieher pruefte unseren Besitz in Deutschland. Konnte jedoch nichts finden. Seit diesem Zeitpunkt zahle ich einen kleinen Betrag zurueck. Jetzt hat die Familienkasse eine Klage wegen vorsetzlicher Steuerhinterziehung beim Gericht beantragt.. Ich bin jedoch der Meinung dass ich in keinem Fall vorsaetzlich betrogen habe. In den Informationen der Familenkasse steht, dass Kindergeld in Ausnahmefaellen auch im Ausland gewaehrt werden kann. Ich habe den Umzug gemeldet und regelmaessig wahrheitsgemaesse Schulnachweise geschickt. Die Familenkasse behauptet jedoch nie etwas davon erhalten zu haben. Ich habe hier in Indonesien Zeugen, die bestaetigen koennen, dass sie die Unterlagen per Fax nach Deutschland geschickt haben.

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