Gewerbe: Ausgaben von Steuer absetzen, obwohl man selber kaum Steuern zahlt?

4 Antworten

"Bekomme ich dann nur die 19% von 6000€ zurück oder die kompletten 6000€?"

Natürlich bekommst du die kompletten 6.000 Euro zurück. Du kannst die Rechnungen vom Stromanbieter auch gleich an das Finanzamt schicken, dann bezahlen die das sofort. Soll ja sowieso ab 2021 so sein, dass man alle seine Rechnungen direkt an das Finanzamt schicken lässt.

Mal im Ernst: Wie kommt man auf solche Gedanken?

Es klang für mich halt unlogisch warum der Staat meine kompletten Stromkosten übernehmen sollte, wenn ich gar keine bzw. kaum Steuern zahle aufgrund meines niedrigen Umsatzes. Mich hat das halt irritiert, weil all die großen Krypto Mining Farmen in Island oder China sind um niedrige Stromkosten zu haben, obwohl man ja genauso gut in Deutschland öffnen und die Stromkosten vom Staat absetzen kann. Natürlich wird man hier dann bei hohem Gewinn wohl mehr Steuern zahlen als in China, aber wenn man bedenkt, dass Stromkosten ein nicht zu verachtender Kostenfaktor beim Mining sind, dürfte das eine das andere vielleicht überwiegen.

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Du kannst die Rechnungen vom Stromanbieter auch gleich an das Finanzamt schicken, dann bezahlen die das sofort.

Da mache ich auch mit. Mache ich das per Post, oder per Elster?

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@wfwbinder

Hallo, können sie mir vielleicht sagen, ob der User EnnoWarMal oder Privatier59 recht hat? Also kann man bei niedrigen Umsatz, wenn man kaum Steuern zahlt trotzdem die kompletten Strom- und Mietkosten von der Steuer absetzen?

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@NeuerNutzer

Deine Frage ist erstmal unklar, denn wenn Du mit einnahmen minus Ausgaben auf 0,- kommst, ist unklar, wovon Du lebst.

Wenn Du noch bei den Eltern lebst, sollte man es wissen, um Deine Frage einordnen zu können.

Dann wäre die Frage zu klären, ob Bitcoin Mining eine gewerbliche Tätigkeit ist, oder Vermögensverwaltung.

Nehmen wir an, dass es gewerblich ist, dann sind von den Erträgen die Kosten abzuziehen.

Umsatzsteuerlich wäre die Einnahmen jedoch keine umsatzsteuerpflchtigen Vorgänge. Also keine Umsatzsteuer und damit auch kein Vorsteuerabzug. Somit auch keine Anrechnung der Umsatzsteuer aus den Stromrechnungen .

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Deine Frage ist erstmal unklar, denn wenn Du mit Einnahmen minus Ausgaben auf 0,- kommst, ist unklar, wovon Du lebst.

Wenn Du noch bei den Eltern lebst, sollte man es wissen, um Deine Frage einordnen zu können.

Dann wäre die Frage zu klären, ob Bitcoin Mining eine gewerbliche Tätigkeit ist, oder Vermögensverwaltung.

Nehmen wir an, dass es gewerblich ist, dann sind von den Erträgen die Kosten abzuziehen.

Umsatzsteuerlich wäre die Einnahmen jedoch keine umsatzsteuerpflchtigen Vorgänge. Also keine Umsatzsteuer und damit auch kein Vorsteuerabzug. Somit auch keine Anrechnung der Umsatzsteuer aus den Stromrechnungen .

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Ich wohne bei meinen Eltern und arbeite in einem 450€ Nebenjob. Krypto Mining ist eine gewerbliche Tätigkeit und keine Vermögensverwaltung.

Sie meinen also, dass ich die Strom- und Mietkosten nicht von der Steuer absetzen kann, weil ich aufgrund des niedrigen Umsatzes kaum Steuern zahlen würde?

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@NeuerNutzer

Verstehst Du nicht, dass die Ausgaben von den Einnahmen abzuziehen sind und die geringe Steuerzahlung sind gerade daraus ergibt? Willst Du die Ausgaben gleich doppelt abziehen dürfen?

Im übrigen bist Du Dir auch nicht darüber bewusst, dass das dicke Ende der gewerblichen Tätigkeit beim Verkauf der Kryptowährungen erfolgt! Bei privater Vermögensverwaltung ist ein Gewinn daraus nach einem Jahr steuerfrei. Bei gewerblicher Tätigkeit ist das immer zu versteuern.

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@NeuerNutzer

Ich sage Dir im übrigen auf den Kopf zu, dass Deine ganzen Berechnungen reine Phantasiekonstrukte sind. Deutschland mit seinen enorm hohen Strompreisen ist ohnehin der falsche Platz für Mining von Kryptowährungen. Angesichts der massiv eingebrochenen Kurse der Kryptowährungen (der Bitcoin hat sich zum Höchststand im Dezember 2017 mehr als halbiert) kann das nur ein Verlustgeschäft werden. Wovon willst Du die Verluste denn bezahlen wenn Du außer einem Minijob kein Einkommen hast?

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Kryptowährung schürfen als Gewerbe? Da wird das FA schon nicht mitmachen wollen. Das wird private Vermögensverwaltung sein.

Sodann: Es gibt nach Deiner Berechnung keinen Gewinn. Welche Steuern sollen denn dann erstattet werden?

Habe mir gedacht vielleicht werden die Kosten ja trotzdem erstattet, weil der Staat selbstständige fördern will? Der User EnnoWarMal hat aber unten doch geschrieben, dass die kompletten 6000€ Strom- und Mietkosten übernommen werden?

Auf mehreren Seiten habe ich gelesen, dass man für das Mining ein Gewerbe braucht und Miner gewerbetreibende sind und somit auch Kosten von der Steuer absetzen können.

Mit der Zeit kommen ja auch immer mehr Grafikkarten dazu, sodass ich auch mehr Umsatz mache, aber Miet- und Stromkosten nicht im gleichen Maße steigen. Im zweiten Jahr mache ich dann definitiv einen 4 stelligen Gewinn und 5 stelligen Umsatz.

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@NeuerNutzer

Ich bin auch ein Opfer der knausrigen Fiskalpolitik. Die Ausgaben für meine Mietobjekte muß ich selber tragen und das, obwohl ich die Einnahmen doch schon versteuere. In meiner Verzweiflung plane ich die Gründung der Vermieternothilfe!

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Mich erinnert die Idee, als Miner Geld verdienen zu wollen daran, dass vor fast zwanzig Jahren ernsthaft Leute nach Thailand geflogen sind, um dort Techaktien zu kaufen.

http://www.spiegel.de/forum/wirtschaft/finanzaufsicht-warnt-vor-bitcoin-exzesse-die-bittere-verlierer-produzieren-thread-693554-6.html

Es wird in Deutschland keine Gewinner geben und in Wirklichkeit ist es doch egal, ob Kyptowährugnen wegen des (unsinnigen) Energieverbrauchs, weil Schwarzgeld damit gewaschen werden kann oder ganz einfach, weil sich keiner mehr dafür interessiert wertlos werden.

Deine Idee ist schlecht!

Und bitte nicht denken, dass mir die Idee erst kommt, nachdem der Wert um 3/4 gefallen ist: https://www.finanzfrage.net/frage/kryptowaehrung?foundIn=list-answers-by-user#answer-1139597

Der Bitcoin tritt die Nachfolge von Tulpen und Neuem Markt an. Vor wenigen Wochen noch wurden (von interessierter Seite?) Kurse von bis zu 1.000.000 US-$ für möglich gehalten und jetzt folgt ein Negativrekord dem anderen. Ich habe den Auftritt des "Mister Dausend" in der 3 Sat-Börse miterlebt und auch in Erinnerung, was aus den von ihm empfohlenen Aktien geworden ist. Diese Geschichte wiederholt sich jetzt bei den Kryptowährungen. Der Fragesteller ist einer jener Unglücklichen die den Zug der Zeit nicht haben abfahren sehen.

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