Elternhaus kaufen mit unverheiratetem Partner - Grunderwerbssteuer?

3 Antworten

Für mich wäre eine ganz andere Frage interessant, die dann auch zur Lösung führt:

Was wäre, wenn Ihr Euch trennt? Soll Deine Freundin Dein Elternhaus haben, weil sie Kapitalstärker ist, oder willst Du das Haus haben und ihr ihr Geld zurück geben?

Ergo, Du lässt Ihr, wie auch von @Franzl0503 vorgeschlagen, eine Grundschuld über ihr gegebenes Kapital eintragen, mit Zinsen, wie unter fremden Dritten üblich. Ihr macht auch eine klare schriftliche Vereinbarung wie sie Ihr Geld zurück bekommt.

So wird es weniger Ärger bei einer Trennung geben.

Für den Fall, dass Ihr doch noch heiratet, könnt Ihr die Karten ja völlig neu mischen.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Lösungsvorschlag:

Als Alleineigentümer des elterlichen Wohngrundstücks läßt du zugunsten deiner Partnerin in Höhe des von ihr eingebrachten Kapitals eine vollstreckbare Grundschuld im Grundbuch an möglichst sicherer Rangstelle eintragen. Auf die Geltendmachung von Zinsen und Tilgung verzichtet sie solange die Partnerschaft funktioniert.

Und dann steht sie auch im Grundbuch, in der 3. Abteilung.

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 müsste Sie für den Teil den Sie mitfinanziert Grunderwerbssteuer zahlen. 

Nein. Sondern für den Teil, den sie erwirbt.

Und damit ist doch klar, dass der Kauf nicht durch euch beide, sondern ausschließlich durch dich erfolgen muss.

Das Problem ist bloß, dass sie den größeren Teil des Eigenkapitals aufbringen kann. Mein alleiniger Kreditrahmen beträgt ca. 300.000 Euro aktuell - hier ist aber das Eigenkapital meiner Partnerin mit eingerechnet. Wir suchen aktuell nach einer Lösung, die Grunderwerbssteuer zu umgehen, aber meine Freundin soll dennoch abgesichert sein.

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@vandenhuevel

Eventuelle wäre das eine Lösung:

Zwei Kredite - meine Freundin für das Inventar, (nicht höher als 15% des Kaufpreises des Hauses) ich für das Haus.

Die Frage ist hier: Zinssatz für den Kredit für das Inventar? Kann meine Partnerin trotzdem ins Grundbuch eingetragen werden auf diesem Wege? 

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Barkauf besser als SchuldzinsAbschreibung bei vermiet.Immobilie?

Hallo - habe von Arbeitskollegen gehört, wenn jemand Immob. zur Vermietung erwirbt, sollte er selbst wenn das Kapital vorhanden wäre besser über Darlehen finanzieren, da sich die Zinsen für das Darlehen z.B. gegenüber Mieteinnahmen abschreiben lassen. - Schulden wären immer sinnvoller.

Nun "streiten" wir im Bekanntenkreis heftig, ob trotz Möglichkeit die Immob. ohne Finanzierung zu erwerben, die Schuldzins-Abschreibung wirklich die bessere Wahl wäre.

Eigentlich könnte doch selbst ein Spitzenverdiener nie mehr als 50% seiner bezahlten Schuldzinsen zurück erhalten, oder sehen wir dies falsch. So dass selbst ein Spitzenverdiener mit der "Barzahlung " am Ende günstiger fahren würde.

Somit müsste der Abschreib.Effekt bei einem Geringverdiener ja noch viel weniger sinnvoll sein.


schlechtes Bsp: Kauf 100 Tsd. bar bezahlt, somit kein AnlageZins mehr (Bsp. 3% = 3Tsd.) für die ursprüngl. vorhand. 100 Tsd.; Mieteinnahmen usw. voll zu versteuern

alternativ

Finanzierung 100 Tsd. z.B. mit 4% also jährlich 4 Tsd. Schuldzinsen zu zahlen, die jedoch bei Mieteinkünften gegengerechnet werden könnten - dafür könnten die eigen. 100 Tsd. weiterhin eigenen Zins (3Tsd.) erwirtschaften, der jedoch auch wieder versteuert werden muss.


In den Medien wird immer wieder geraten, die beste Geldanlage wäre immer zu allererst die Schulden abzubauen...

Gibt es einen klaren Rat , welche Variante die bessere ist? Oder gar ein stimmiges Rechenbeispiel?

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