Eine Hypothek aufnehmen um Haus zu kaufen?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Zur WIKR schließe ich mich den Ausführungen von Privatier59 an.

Auch eine "Schwiegermutterlösung" wird nicht leicht. Ein Darlehen muss mittlerweile innerhalb der zu erwartenden Lebenszeit zurück gezahlt werden. Das reduziert die mögliche Laufzeit und erhöht die Tilgungsleistung.

Eine Hypothek auf das Haus der Schwiegermutter geht nur als Kapitalbeschaffung. Das spielt der Auslauf eine Rolle. Als das Verhältnis von Beleihungswert des Objektes und der Darlehenssumme. Unter 60% Beleihungsauslauf solltet Ihr liegen. d.H. bei einem Beleihungswert von 300 TEUR wären das 180 TEUR.

Würde das Euch zum Erwerb der eigene 4 Wände (Incl. Grunderwerbsteuer, Notar, Makler, u.ä.) reichen?

Wie gut situiert ist denn die Schwiegermutter? Grob geschätzt würde die Bank 1.200 EUR Lebenshaltungskosten annehmen, Unterhalt für das eigene Haus und den Darlehensaufwand draufpacken. Da landet Ihr schnell bei 2.500 EUR regelmäßiges Einkommen.

In Foren pers. Details auszubreiten macht wenig Sinn. Ohne genauer Kenntnis der Gesamtsituation ist jedoch keine Aussage möglich. 

Fazit: Ein unabhängiger Finanzierungsspezialist der Zugriff auf die Konditionen mehrere Banken hat, kann Euch weiterhelfen. Bloss nicht bei mehreren Banken nachfragen. Ihr versaut Euch nur die Schufa.

Hallo ChristianaLiana,

grundsätzlich empfehle ich Euch ein ausführliches Beratungsgespräch bei Eurer Hausbank oder einem unabhängigen Immobilienfinanzierungsvermittler.

Im Rahmen einer Immobilienfinanzierung ist sowohl die Sicherheit in Form der Immobilie sowie ein nachhaltiges Einkommen der Darlehensnehmer Voraussetzung.

Bezogen auf die Einkommensseite gibt es ausgewählte Banken, die auch Arbeitnehmer innerhalb von befristeten Arbeitsverhältnissen oder der Probezeit als Darlehensnehmer anerkennen, insbesondere bei branchenüblichen Befristungen (z. B. Ärzte, Professoren, Vorstände). Eine genaue Machbarkeitsprüfung in diesem Rahmen ist uns hier nicht möglich. Aber insbesondere für Eure eigene Zukunft wäre eine Immobilienfinanzierung mit einem unbefristeten Arbeitsverhältnis sicherer.

Die Kapitalbeschaffung über die Immobilie Deiner Schwiegermutter würde zunächst nur die Immobilienseite als Sicherheit abdecken, sofern Ihr Darlehensnehmer werdet.

Sollte Deine Schwiegermutter über ausreichendes Einkommen als Rentnerin verfügen, bestünde ggf. die Möglichkeit, dass sie das Darlehen als alleinige Darlehensnehmerin aufnimmt und Euch das Geld zur Verfügung stellt, Ihr der Bank gegenüber somit gar nicht auftretet. Ihr könntet das Darlehen sodann direkt an Deine Schwiegermutter zurückführen.

Sollte Deine Schwiegermutter die Raten der Bank gegenüber allerdings nicht bedienen können, haftet sie vollumfänglich mit ihrer Immobilie und ihrem Vermögen für die Finanzierung.

Ich hoffe, ich konnte Euch ein wenig weiterhelfen.

Viele Grüße

Christina
Interhyp

Es lohnt sich m.E. nicht, einen solchen Vorschlag einer Bank präsentieren zu wollen.

Google mal die Erfahrungen die mit den neuen EU-Wohnbaukreditrichtlinien gemacht werden. Nach denen muß die persönliche Leistungsfähigkeit des Kreditnehmers mindestens ebenso stark berücksichtigt werden wie der Wert von Sicherheiten.

Über die Einkommensverhältnisse der Familie schreibst Du überhaupt nichts. Aber schon die Befristung des Arbeitsverhältnisses ist ein großer Unsicherheitsfaktor.

Eigenkapital ist überhaupt nicht vorhanden. Ihr braucht also nicht nur eine 100%-Finanzierung, sondern unter Einbeziehung der Kaufnebenkosten sogar 110% oder 115%. 

In bezweifele, daß zusätzliche Sicherheiten eine Bank dazu bewegen könnten, trotz dieser sehr ungünstigen Ausgangslage einen Kredit zu gewähren. Sicherheiten müssen ja erst mal verwertet werden, sind also immer die zweite Wahl neben der unmittelbaren Inanspruchnahme des Kreditnehmers.

Zwischenfinanzierung für Verkauf und anschließenden Kauf eines Hauses gesucht...?

Hallo zusammen

Meine Mutter (72, Rentnerin) möchte sich ein ein altersgerechtes, ebenerdiges Haus kaufen. Kaufpreis knappe 300.000 Euro; Eigenkapital ist etwas vorhanden, allerdings bei weitem nicht ausreichend.

Ihr "altes" Haus, in dem sie bisher noch wohnt, ist deutlich mehr wert als das Haus, das sie gerne kaufen möchte und dürfte sich aufgrund seiner sehr attraktiven Lage relativ leicht verkaufen lassen.

Unser Plan war eigentlich, dass eine Bank ihr das nötige Geld für den Kauf leiht und dieses dann nach Verkauf des "alten" Hauses in z. B. einem halben Jahr zu 100% zurück gezahlt wird.

Die örtlichen Filialbanken lehnen jedoch alle schon nach kurzem Gespräch dankend ab, da sie angeblich keinen bzw. zu wenig Gewinn an der Sache machen würden - die Zinseinnahmen für 300.000€ Darlehensbetrag für ein halbes oder auch ein Jahr stünden in keinem Verhältnis zum nötigen Aufwand für Bonitätsprüfung, Bearbeitung und Gewährung des Kredits.

Bei der ersten Bank dachte ich noch an Arroganz, nachdem ich aber exakt diese Auskunft von inzwischen vier Banken erhalten habe, sehe ich uns inzwischen vor einem größeren Problem stehen.

Im Internet habe ich zwar massig Angebote und Rechner für entweder "kleine" Kredite bis 100.000€ oder aber für Baufinanzierungs-Ratendarlehen gefunden, aber tatsächlich kein Angebot, das dem von mir gesuchten entspricht, also 300.000 für ein halbes oder auch ein Jahr und dann Volltilgung.

Habt ihr irgendwelche Tipps, Empfehlungen, Ratschläge? Macht es vielleicht Sinn, sich an so einen "freien Finanzmakler" zu wenden?

Liebe Grüße

Carla

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