Dürfen die Kinder ohne weiteres das Haus verkaufen?

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2 Antworten

Nein, kein Notar wird den Kaufvertrag beurkunden, ohne das eine notarielle Vollmacht, oder ein Gerichtsbeschluss vorliegt.

Also entweder die alte Dame erteilt noch eine notarielle Vollmacht, oder die Kinder werden durch Gerichtsbeschluss dazu bevollmächtigt.

Hier gibt es verschiedene Punkte. Wer ist in dem Vorsorgevertrag benannt. Prüfen, was der Vorsorgevertrag enthält. Ist es das übliche Formular oder enthält es die Klausel, dass Bankgeschäfte, Veräußerungen von Grundbesitz etc. durchgeführt werden dürfen. Ist die Klausel darin, dass die Verfügung nur dann Gültigkeit hat wenn die Mutter selbst dazu nicht mehr in der Lage ist? Evtl. ist die Mutter trotz Demenz noch bedingt geschäftsfähig. Unbedingt beachten, sonst gibt es später Ärger mit evtl. weiteren Erbansprüchen. Also: Mit dem Arzt sprechen, evtl. sogar ein Attest aussstellen lassen, sollte die Mutter nicht mehr geschäftsfähig sein. Vertrag prüfen lassen, Falls dieser nicht ausreicht, Vormundschaftsgericht, Vormundschaft beantragen. Wenn alle Formalitäten erledigt sind, darf die Person, die im Vorsorgevertrag benannt ist und einer Vormundschaft zugestimmt wurde, das Haus verkaufen. sollten sich aber wider Erwarten (sorry, ich habe in dieser Hinsicht bei vielen Familien vieles erlebt) Einigkeit unter der Verwandschaft bestehen, kann man gemeinsam das Haus verkaufen. Das muß ja sowieso notariell beurkundet werden, ein Notar sagt euch dann was ihr braucht.

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