Welche Geldanlagen von Angehörigen kann das Sozialamt im Pflegefall einfordern?

Hallo liebe Community,

folgenden Fall möchte ich schildern:

Meine Oma hat fortgeschrittene Altersdemenz und wird bald in ein Pflegeheim müssen. Sie hat eine Rente von ca. 1800 € und Ersparnisse in Höhe von 15.000 €, d.h. sie wird natürlich zunächst selbst für die Kosten aufkommen können. Allerdings sind Pflegeheime teuer und wir gehen davon aus, dass das Geld nicht allzu lange reichen wird. Wenn es soweit ist, wollen wir Unterstützung beim Sozialamt beantragen. 

Meine Oma hat keinen Ehepartner mehr und nur eine Tochter (meine Mutter), welche ein Jahresbruttoeinkommen von weit unter 100.000 € hat. Dennoch gibt es da wahrscheinlich was zu holen, nur sind wir uns nicht so sicher was genau vom Amt eingefordert werden kann.

(1) Meine Mutter hat sich vor 4 Jahren ein Haus gekauft. Sie hat es von ihren eigenen Ersparnissen gekauft und auch den noch laufenden Kredit (monatl. 400 €) zahlt sie aus eigener Tasche. Meine Oma hat sich also finanziell nicht daran beteiligt. Kann das Amt trotzdem das Haus einfordern? Es soll eigentlich die Altersabsicherung meiner Mutter sein. Sie ist schwerbehindert und wird selbst nicht ums Pflegeheim herumkommen. Eigentlich würde sich das Amt ja selbst ins Bein schießen, wenn man meiner Mutter die eigene Absicherung wegnimmt. Kann es trotzdem sein, dass meine Mutter das Haus aufgeben muss? Wenn ja, wie kann sie sich davor schützen?

(2) Als ich (Enkelin) 5 Jahre alt war (Jahrgang 97) hat meine Oma für mich einen Bausparer abgeschlossen. In diesen hat sie gut 18 Jahre monatlich eingezahlt. Auszahlen lassen habe ich mir die knapp 8.000 € erst vor kurzer Zeit. Ich weiß, dass Schenkungen bis zu 10 Jahren rückwirkend eingefordert werden können, aber der Bausparer fällt ja zum Teil außerhalb dieses Zeitraums. Oder zählt hier nur der Zeitpukt der Auszahlung? Ich habe schon viel gelesen zu Sparbüchern von Enkeln, die vom Amt eingefordert wurden, aber wie sieht es mit Bausparern aus? Gelten diese grundsätzlich als Schenkung?

(3) Je mehr die Demenz ihren Lauf nimmt, umso häufiger holt meine Oma Geld von der Bank ab. Dabei handelt es sich oft um mehrere Hundert € pro Woche, denn sie kann sich nicht daran erinnern. Das Geld ist immer in bar; Überweisungen kann sie schon lange nicht mehr machen, da sie nicht mit den Automaten zurechtkommt. Sie verstaut das Geld entweder bei sich zu Hause oder schiebt es meiner Mutter und mir in die Tasche. Auch wenn wir beharren, dass sie es lieber selbst behalten soll, hat sich mitlerweile eine beachtliche Barsume angesammelt. Können solche Schenkungen auch rückwirkend eingefordert werden? Denn solange es nicht auf einem anderen Konto auftaucht, könnte meine Oma das Geld ja theoretisch einfach ausgegeben haben.  

Das war jetzt recht lange aber ich hoffe mir kann jemand weiterhelfen.

Danke schonmal für die Unterstützung!

Pflegekosten, Angehörige, Sozialamt
Wie kann man einen Renten - Ausgleich, für Pflege-Leistungen später bekommen, wenn die Pflege Stufe von einer bedürftigen Mutter über Jahre verweigert wurde?

👩‍🎓 Hallo und guten Tag,

im Freundeskreis gibt es manchmal ein Problemchen. Wie so oft und gern behauptet, sagt man dann doch so gern : ... es gibt doch für jedes Problemchen eine Lösung ...

Wie doch auch immer wieder gerne geschrieben wird ... Pflegen und Erben : ... Wer pflegt erbt mehr ...

Dazu ist in aller Regel ja auch eine Gesetzliche Regelung in Kraft, so das in meinen hier geschilderten Fall, eine Tochter ihre Mutter über Jahre pflegte. Einige Jahre pflegte Sie zuletzt sogar ihre Mutter ganztägig, daher ihr Arbeitgeber Sie aufgrund eines Absatz Abschwungs kündigen mußte.

Das Hauptproblem bestand dahin, das die zu pflegende Mutter, eine Mitarbeit der Pflegekasse über mehrere Jahre, als mögliche Option : ✨Pflegestufe 2.✨ablehnte !

Desweiteren wurden ebenfalls Angebote verschiedener Häuslicher Pflegekräfte, (Pflege Vereine) abgelehnt ! ... Somit war die Tochter die Alleinversorgerin !

🗃️... Es wäre auch überhaupt kein Problem Zeugen über die ✨Vollversorgung der Tochter✨ ... (aus dem Bereich: Krankenhaus, Ärzte, Sanitäter, Sozialdienst usw. zu finden)... hierbei gibt es ja hunderte schriftliche Dokumente !

Die anderen Geschwister kamen leider erst, als die Mutter verstorben war und hatten nun ja in keinster Weise, irgend etwas für ihre Mutter in dieser schweren Zeit getan ! Vielmehr bestanden ihnen nun mehr die Erbinteressen !

Wo oder wie findet man einen Anwalt/ in ,die sich mit dieser etwas komplizierten Situation auskennt ?

So das wenigstens aus dem Erbschaftsvermögen einige wenige Renten Beiträge, noch nachträglich eingezahlt werden könnten ! ?

Den es kann doch nicht sein, das nicht pflegende Angehörige, mit dem ✨Enorm pflegenden Angehörigen✨ gleichgestellt werden ... Daher diese ja lieber ganz und gar ihrer Erwerbstätigkeit und ihren schönen Freizeit Hobys nachgingen und somit ja nur für sich gehandelt haben !

Wenn man bedenkt das so gut wie gar keine Ersparnisse, weder aus dem Erbvermögen oder gar dem Familienhaus angetastet wurden, so wäre doch eine gewisse Gerechtigkeit vorstellbar ?

Wir im Freundeskreis finden leider keinen guten Rat und leider auch keine fachkundige Kanzlei !

Ich bedanke mich schon einmal Recht ❤️ für eure Unterstützung !

Schöne Grüße von Mirco

Pflegekosten, Pflegeversicherung, Sozialrecht
Anwendung Wohnrecht bei mehreren Personen mit Wohnrecht für 1 Haus

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Schw. hat im Jahr 1998 von meinen Eltern das Elternhaus verb. mit einem lebenslangen Wohnrecht für Mutter (81 jahre, Demenz), Vater (85), ältere Schwester (46) und mir als Bruder (44) überschrieben bekommen, um für sich ein Anbau durchführen zu können. Mein Vater ist nun mit der Familie im Streit und soll anderweitig wohnend untergebracht werden. Die Immobilie ist Bauj. 1951, hat noch das alte Dach und eine veraltete Heizung (ca. 25 Jahre), sowie mit Rissen bestückte Fenster. Also mit nicht unerh. Reparaturkosten ist zu rechnen. Durch dieses Wohnrecht für uns alle 4 Pers. mit unterschiedlich langer Lebenserwartung müsste sich doch für die Eltern ein wesentlich geringerer Wert für das Wohnrecht ableiten lassen als für meine ältere Schwester und mir? Wie wird das Wohnrecht für den Vater berechnet, wenn die Unterbringung erfolgt? Weiterhin stellt sich die Frage, wie das Vermögen eventuell bei der Unterbringung berücksichtigt wird (ca. 33000 €), wenn für meine Mutter eine Pflegekraft ganztags die Betreuung übernehmen muss (mtl. Kosten da. 1300 € pro Monat). Mein Vater ehält eine mtl. Rente von ca. 1200 €, meine Muter ca. 200 €. Erfolgt eine lineare Aufteilung der Rente auf beide Elternteile. Werden hierbei die Unterhaltskosten für das Haus berücksichtigt? Werden wir Kinder finanziell belangt?

Herlichen Dank für Ihre Bemühungen

Pflegekosten, sozialhilfe, unterhalt, WOHNRECHT, Eltern-Unterhalt

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