Dienstwagen für Mitarbeiter, die fast nur privat damit fahren...

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7 Antworten

Warum sollte das nicht rechtens sein, wenn der geldwerte Vorteil mit der sog. 1 %-Regelung besteuert wird? Vermutlich sagt Dir diese Regelung nichts. Die Namensgebung ist auch sehr irreführend, denn die Besteuerung geht über die 1 % pro Monat noch hinaus. Sie scheint bei Dir weitere Neidgefühle aufkommen zu lassen. Daher habe ich Dir hier einen Link zur weiteren Information: http://www.steuernetz.de/aav_steuernetz/lexikon/K-10103.xhtml?currentModule=home

vermutlich muss man es unter dem Aspekt sehen: die Premiumhersteller würden hier massive Probleme bekommen, wenn es das System nicht mehr gäbe.

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Ein Dienstwagen, der nur dienstlich genutzt wird, ist nicht als geldwerter Vorteil zu versteuern. Der Mitarbeiter kann diesen Dienstwagen dann aber auch nicht für Fahrten zur Arbeit nutzen.

In dem Moment, in dem eine private Nutzung erfolgt, wird der geldwerte Vorteil zu versteuern sein, d.h. üblicherweise hat der Mitarbeiter dann einen Gehaltsverzicht und den geldwerten Vorteil zu tragen. Das ist vor allem aufgrund der vom Arbeitgeber getragenen Kosten für Kraftstoffe, Reifen, Reparaturen, Inspektionen etc. bei einem entsprechenden Anteil von Privatfahrten interessant. Ab einem Volumen von ca. 20.000 km p.a. ist jedoch der Dienstwagen für den Arbeitgeber auch vorteilhafter als die Einzelabrechnung von km mit dem Privat-Pkw.

Ist momentan noch legal. Würden die den Dienstwagen nach Fahrtenbuch abrechnen, würde sich das System nicht lohnen.

Wenn die entsprechenden AN den geldwerten Vorteil mit 1% + FWA ordentlich versteuern, ist das absolut im Sinne des Gesetzgebers.

Das ist auch eine Art von Subvention der Automobilbranche. Wer - glaubst Du - würde sich privat z. B. die ganzen Q7er und X5er usw. anschaffen und auch deren Unterhalt bestreiten? Du kannst davon ausgehen, dass nahezu jedes dieser Fahrzeuge ein Firmenwagen ist und auch eine ganze Menge davon beruflich gesehen absolut nicht notwendig wären. Die sogenannten Premiumhersteller würden ganz schön alt aus der Wäsche schauen, wenn die Dienstwagennutzung auf die wirkliche Notwendigkeit abgeändert würde. Und nicht wenige Damen müssten ihre Kinder dann im Golf zum Kindergarten fahren.

dann im Golf zum Kindergarten

Ich hätte eher einen BMW 325 Cabrio erwartet, weil doch dann das Haushaltsnettoeinkommen viel höher wäre.

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das ist so - und auch üblich. Ich kenne auch viele Beispiele, die so laufen. Und daher sind viele Mitarbeiter auch begeistert, wenn sie einen dicken Dienstwagen haben und schön damit rumfahren.

Wenn pauschal über die 1%-Regel besteuert, passt das.

Naja, passt nicht wirklich, aber das Unternehmen kann seinen Mitarbeitern natürlich gerne Autos überlassen, auch wenn diese sie eigentlich nicht brauchen... ist entweder dumm oder eben eine Art Mitarbeiterbindung.

Klar, solange es keine dementsprechende Prüfung gibt.

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