Die Jüngste erbt das Haus - wenn sie es nicht sofort auszahlen kann, muss sie es verkaufen?

3 Antworten

Maus:

Hat der Verstorbene in seinem Testament

1) eine Teilungsanordnung dergestalt verfügt, dass der Jüngste das Hausgrundstücks erhalten soll oder wurde

2) der Jüngste als alleiniger Erbe eingesetzt mit der Folge, dass den drei Geschwistern nur ein Pflichteil zustehen würde?

Beträgt der Nachlass z.B. 275 000 €,  stehen im Fall 1 jedem der drei Geschwister 68 750 €, im Fall 2 lediglich 34.375 € zu.

Das Pflichtteil macht die Hälfte vom Erbteil aus, hier also 1/8 des Nachlaßwertes. Rechne Dir das selber mal aus.

Und ja: Bei unbilliger Härte kann der Erbe Stundung der Auszahlung verlangen:

https://dejure.org/gesetze/BGB/2331a.html

Ob eine unbillige Härte vorliegt, kann doch kein Mensch ohne nähere Informationen sagen. Wenn der glückliche Erbe ohnehin schon ein paar Millionen in der Kasse hat, ist das für ihn ein Trinkgeld. Wenn da Schmalhans Küchenmeister ist, wird er um den Verkauf der Hütte nicht herum kommen.

Eine Möglichkeit wäre, für deinen Anteil eine Hypothek eine Sicherungshypothek zu deinen Gunsten eintragen zu lassen ! Dann kann sie denn Betrag abzahlen, solange du ihr Zeit gibst, nach Zahlung des gesamten Anteils wird der Eintag dann wieder aus dem Grundbuch gelöscht.

Frage zu Testament und Erbschaft?

Hallo,

erstmal zur Situation:

Meine Oma hat mich kürzlich darüber informiert, dass sie ein Testament geschrieben hat. Ich bin mir aber sehr unschlüssig, ob das rechtlich so funktioniert, wie sie es sich vorstellt:

Es besteht ein Barvermögen über ca. 40.000 € und ein Haus/Doppelhaushälfte mit derzeit geschätztem Wert von ca. 250.000 €.

Es gibt zwei Kinder, zu welchen sie aber ein sehr schlechtes Verhältnis hat und insgesamt 4 Enkel (jeweils zwei von einem ihrer Kinder, falls das eine Rolle spielt).

In ihrem Testament hat sie nun festgelegt, dass jeweils 12.000 € an ihre Kinder gehen sollen. Von den restlichen 16.000 € soll die Beerdigung und die Grabpflege bezahlt werden.

Das Haus soll an mich gehen, wobei ich dafür meinen Bruder mit 80k und meine beiden Cousinen mit jeweils 30k auszahlen soll.

Nach ein wenig Recherche sehe ich folgende Probleme:

1) Erbpflichtteil der Söhne

2) das Haus ist nachweislich und wissentlich mehr wert, als ich an meinen Bruder + Cousinen auszahlen "müsste".

Zum Thema Erbpflichtteil: Müsste ich die Söhne dann zusätzlich auszahlen, obwohl ich auch schon meinen Bruder und Cousinen auszahlen würde? Würde sich daran dann etwas verringern oder müssten wir den Erbpflichtteil an die Söhne auszahlen und trotzdem die 130k an die übrigen Enkel ?

Ich will für meine Oma und auch für uns einfach, dass alles geklärt ist und wir auch wissen womit wir zu rechnen haben, wenn wir das Haus annehmen. Die Auszahlung an die anderen Enkel ist grundsätzlich kein Problem. Wenn wir aber die Söhne auch noch zu einem gewissen Teil auszahlen müssten, möchten wir im Voraus einfach wissen, was auf uns zukommen könnte.

Unabhängig davon, besteht die Überlegung, dass mein Anteil an dem Haus schon vor dem Tod an mich übergehen soll (durch Schenkung?). Wir würden dann aber einiges an dem Haus renovieren, was seinen Wert nochmal erhöhen würde. Hier würde dann aber der Wert des Hauses zum Zeitpunkt der Schenkung eine Rolle spielen, oder?

Vielen Dank im Voraus für die Antworten.

Viele Grüße

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?