Defekte Spülmaschine in der mitvermieteten Einbauküche: bin ich als Mieterin verpflichtet, für Ersatz zu sorgen?

2 Antworten

Der Vermieter hat hier Klauseln in den Mietvertrag aufgenommen, die unwirksam sind. Damit bist Du aus der Sache erst einmal raus.

Fordere ihn mit Fristsetzung auf für Ersatz oder Reparatur zu sorgen.

Hier noch einige Urteile die interessantfür Dich sein könnten: nachzulesen hier: http://www.urteile-mietrecht.net/Miete13.html


Nach einer Nutzungsdauer von 25 Jahren gilt eine Einbauküche als verbraucht, dann muss der  Mieter bei Beschädigung oder Entfernung keinen Schadensersatz zahlen. LG Berlin, Az: 62 S 13/01

Die Instandhaltung der Einbauküche mit sämtlichen Geräten ist Sache des Vermieters, der alle notwendigen Reparaturen auf eigene Kosten ausführen lassen muss. Klauseln in Mietverträgen, nach der Mieter für die Einbauküche "haftet" oder sie auf eigene Kosten funktionsfähig halten muss oder gar Elektrogeräte anschaffen muss, sind unwirksam.


Geht ein Kühlschrank kaputt und das nicht durch eine vertragswidrige Nutzung, muss auch der Vermieter nach § 602 BGB die Kosten der Reparatur bzw. des Austauschs tragen. Jedenfalls dann, wenn eine Küche mit Elektrogeräten vermietet wurde.

Und wenn es keine Kleinreparaturklausel im Mietvertrag gibt. Eine Kleinreparaturklausel im Mietvertrag kann besagen, dass der Mieter für kleinere Reparaturen selbst aufkommen muss. Dabei muss diese Klausel auch einen genauen Höchstbetrag benennen. Nur, wenn die Kosten unter diesem Höchstbetrag liegen, muss dann der Mieter die Reparatur für Kühlschrank, Herd oder anderen Elektrogeräten in der Einbauküche tragen






Du hast die Mietsache mit Geräten übernommen und durch Miete bezahlt. Wenn jetzt eine Reparatur fällig ist, so ist das Sache des Vermieters. Der beigefügte Satz im Mietvertrag ist ungültig.

Kann der Mieter eine neue Einbauküche verlangen?

Hallo Leute, habe seit etwa 3 Jahre neue Mieter, welche andauernd mit neuen Renovierungs-und Verbesserungsideen auf mich zukommen. Letztes Jahr warens neue Funkthermostate an allen Heizkörpern (hab ich dann auch ersetzt) , dann sollte die Wand der Küche zum Wohnzimmer rausgebrochen werden (hab ich abgelehnt), dann hing der Schalter der Spülmaschine (neue Spülmaschine für 700,00 Euro gekauft) und nun soll einen neue Einbauküche her. Gut, die jetzige ist seit 20 Jahren drin, grau , schlicht , nichts besonders, aber funktionell , was Schubladensysteme und Schränke angeht, Ceranherd hab ich vor 10 Jahren erneuert (ca. 1.500,00 Euro), ebenso Kühlschrank (schon zum zweiten Mal) vor 4 Jahren (ca. 1.350,00) und vor 10 Jahren auch mal Spüle und Hahn ausgetauscht (ebenso wurde beide Bäder vor 10 Jahren komplett und hochwertig erneuert, Fischgrätparkett auf 110 qm verlegt ebenfalls vor 10 Jahren, Gesamtkosten rund 35.000,00 Euro). Gut, die Küche hab ich damals ausgelassen, ist ja "nur" eine Mietwohnung, da ich ja nicht Unsummen an Renovierung aufwenden wollte. Beim vorigen Mietverhältnis, welches 7 Jahre ging, gabs nie Reklamationen. Die Wohnung liegt in zentraler Innenstadtlage in einem Jugendstilhaus, einen Steinwurf vom Marienplatz entfernt und kostet augenblicklich 1.650,00 zzgl. 150,00 NK. Darf der Mieter unter diesen Gegebenheiten eine neue Küche verlangen? PS: Am Anfang war alles super und die Begeisterung kannte keine Grenzen, hatte die Wohnung komplett streichen lassen und Lackiererarbeiten durchführen lassen bei Mieterwechsel für rund 2.500,00 Euro. Eine Woche später wurden dann von den jetzigen Mietern schon die frischgestrichenen Rauhfasertapeten abgerissen und der aufwendig weiß lackierte Sichtbalken-Dachstuhl in einer undefinierbaren Farbe (Marke fleischfarbene Damenstrumpfhose) überstrichen, das Galeriegeländer (schmiedeeisene Maßarbeit) entfernt und ein Waschtisch ausgetauscht.

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Mietkaution - Exvermieter reagiert nicht

Ich habe von August 2000 bis Januar 2006 zur Miete gewohnt. Die Vermieterin war zunächst eine ältere Dame, die die Wohnungen für eine Erbengemeinschaft verwaltet hat. Im Laufe der nächsten Jahre wurde das Haus an einen Immobilienmakler verkauft, der stadtbekannt für "krumme Dinger" ist, man findet seinen Namen des öfteren in diversen Tageszeitungen weil er mit sagen wir mal unorthodoxen Methoden vorgeht und seinen Verpflichtungen als Vermieter selten nachkommt.

So kann es vorkommen, dass im Winter wochenlang die Heizung ausfällt und er nix macht, er Mietnomaden einziehen lässt und deren Vermüllung nicht beseitigt, so dass der ganze Keller voller Ratten ist etc pp.. Mietkürzungen interessierten ihn herzlich wenig und so zogen wir dann auch aus.

Die Kaution war damals in Form eines verpfändeten Sparbuchs hinterlegt worden, auf meinen Namen angelegt bei meiner Bank.

Nach dem Auszug wollte er die Kaution nicht rausrücken weil er meinte wir seien zu grossartigen Renovierungsarbeiten verpflichtet. Wir hatten da gerade erst 1 Jahr zuvor alles renoviert und Bad und Küche nochmals vorm Auszug gestrichen, obwohl wir das nicht gemusst hätten. Dann kam er mit angeblichen Forderungen irgendwelcher Nebenkosten. es hatte einen Wasserschaden im Keller gegeben und den wollte er auf alle Mieter umlegen. Haben wir natürlich nicht gezahlt.

Mein damaliger Mann hatte dann einen Anwalt beauftragt der Verwaltung zu schreiben und danach kam auch nichts mehr, keinerlei Forderung etc.

Letztlich wollte ich das Sparkonto auflösen, weil ich davon ausging, dass durch die Verjährung der Ansprüche des Vermieters das kein Problem darstellt. tuts aber doch. Sie brauchen eine Rücknahme der Verpfändung und das Buch.

Das Problem ist, dass der Ex-Vermieter nicht zu erreichen ist. Keine Mailadresse, Briefkastenfirma in der Innenstadt, nie jemand telefonisch zu erreichen, keine Reaktion auf Briefe etc..

Die Bank meinte ich müsse nun einen Rechtsanwalt einschalten. Das würde ich aus Kostengründen natürlich ganz gerne vermeiden. Ich frage mich ob sich die Bank da wirklich so quer stellen kann, wenn die rechtlichen Ansprüche des Vermieters eh verjährt sind. Oder liege ich falsch und das sind sie gar nicht?

Würde es nicht mehr Sinn machen Druck auf die Bank auszuüben? Oder kann ich das gleich vergessen?

Hinzu kommt, dass ich eh keinerlei Unterlagen mehr besitze weil mein Exmann alles mögliche einfach mitgenommen hat und wir gar keinen Kontakt mehr seit der Scheidung 2011 haben.

Alles doof. Aber ich will die 1400 Euro auch nicht so einfach in den Wind schiessen.

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Werden Kosten für die Verfolgung von Erbansprüche vom Erbe abgezogen?

Guten Tag, habe da eine Frage, aber erst einmal möchte ich die Situation beschreiben. Ich als Sohn, bin von meinem verstorbenen Vater als Alleinerbe bedacht worden. Habe noch eine Schwester, der laut Gesetz ein Pflichtteil zusteht. Alles soweit gut, habe aber noch von meinem Vater erfahren, das er von seinem Bruder( Mein Onkel) noch eine hohe Summe zurückbekommt, die er Ihm vor einigen Jahren geliehen hatte. Habe in den Unterlagen eine Art Schuldschein, mit Datum und Unterschrift gefunden, wo sein Bruder sich verpflichtet, das Geld zurück zu zahlen. Da ich als Erbe verpflichtet bin für die Feststellung eines ungewissen und für die Verfolgung eines unsicheren Rechts zu sorgen, habe ich durch einen Rechtsanwalt Meinen Onkel angeschrieben, da ich Ihn telefonisch nicht erreichen konnte und er nicht auf Briefe geantwortet hat. Mein Onkel bestreitet es, das er noch Geld zahlen muss. Die Sache ist vor Gericht gelandet, und Mein Onkel wurde zur Zahlung der Summe verurteilt. Bevor das Urtei rechtkräftig wurde, hat Mein Onkel Privat Insolvenz angemeldet. Das hat bedeutet, Kein Geld bekommen, sondern nur Kosten. Nun Meine Frage: Werden die Kosten für Anwalt und Gericht durch die Verfolgung der Erbansprüche vom Erbe( Nachlass) abgezogen ? Meine Schwester sagt Nein, ich als Erbe muss die Kosten selber tragen, da ich Alleinerbe bin. Sie hat sich jetzt einen Anwalt genommen, um Ihre Forderung durch zu setzen. Was ist jetzt richtig ? Immerhin waren die Anwalts und Gerichtskosten über 15000,- Euro

Danke für gute Antworten auf Meine Frage

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