darf ein Immobilienmakler eine Anzahlung verlangen, bevor der Kaufvertrag überhaupt unterschrieben ?

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Nein, Makler bekommen Erfolgshonorare. Die sind an dem Absclhuss des Vertrages gebunden. Sie hätte nciht zahlen sollen.

An sich setzt der Provisionsanspruch des Maklers den Kaufvertragsschluss voraus. Andererseits gibt es freilich auch Maklerverträge mit Aufwendungsersatz und weiteren Ausgestaltungen, auch zur Anzahlung. Ich will damit sagen, dass man nicht allzuschnell urteilen, sondern sich erst noch genauer den Maklervertrag ansehen sollte. Deine Schwester könnte könnte ja zu aller Sicherheit zu einem Rechtsanwalt gehen, die sicher beste Lösung. Denn sonst kann schnell auch der Vorwurf eines Betruges kritisch werden.

schließe mich wfwbinder an, das hab ich noch nie gehört, dass man vorab bezahlen muß.Max. die Exposes muß man bezahlen, wenn man sie nicht zurückgibt. Das wurde mir mal von einem Makler so gesagt

Immobilienverkauf: Preis im Kaufvertrag doppelt so hoch angegeben, Grundschuldbrief, was wollen die?

Hallo!

Ein Gebäude soll veräußert werden. Ein Kaufinteressent möchte es erwerben, will dabei aber einen höheren Preis im Kaufvertrag stehen haben, etwa das Doppelte der vereinbarten Summe. Mit zum Einsatz kommen soll bei dieser abenteuerlichen Geschichte ein Grundschuldbrief, der beim Notar hinterlegt werden soll. (Damit der Verkäufer nicht wirklich den doppelten preis verlangt oder so)

Der Interessent will dabei Notarkosten und die höhere Grunderwerbssteuer bezahlen.

Vorab: Ich hab dieses Konstrukt und das genaue Vorgehen nicht verstanden und würde auf sowas auch nie eingehen. Es handelt sich beim Verkäufer aber auch nicht um mich.

Fragen:

Was will der Käufer erreichen? Es ginge ihm um weniger Steuern, erklärte er. Auch fiel das Stichwort "Spekulationssteuer", das m.E. nicht wirklich Sinn macht, weil der Käufer angeblich eine GmbH sein soll. Auch so kann ich mir nicht vorstellen, dass ein im Vertrag genannter Preis ohne eine belegte Zahlung steuerlich aussagefähig ist.

Ist dies eine betrügerische Masche (wie ich erahne) oder möglicherweise eine gängige im Immobiliensektor erfolgte Geschäftspraxis?

Was gibt es für mögliche Gründe für diese Vorgehensweise?

Kann es sein, dass der Vertreter des Kaufinteressenten sich dazwischenklemmt und das Objekt für bspw. 100k beim Verkäufer erwirbt und dem eigentlichen Käufer 200k abzwackt?

Wie sind die Gefahren hinsichtlich a) Insolvenz des Käufers b) Rückabwicklung des Kaufvertrags?

Kann dieses Konstrukt mit Geldwäsche zu tun haben?

Macht sich der Verkäufer schuldig als Mittäter für einen Kreditbetrug, wenn der Käufer mit dem Kaufvertrag bei der Bank Kredite beantragt? Oder hinsichtlich eines Steuerbetruges, falls der Erwerber tatsächlich Steuern "sparen" kann?

Bitte möglichst fundierte Antworten zu meinen schwammigen Fragen. Mir ist wichtig, dass ich dem Verkäufer mit konkreten Schilderungen dieses Geschäft ausreden kann.

Danke!

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