Darf die Bank meinen Dispo soweit kürzen das ich mir nichts mehr zu essen kaufen kann?

3 Antworten

Sich dürfen "sie" das - es ist ja ihr Geld; vergiß das nicht! Du lebst offensichtlich nicht nur von der Hand in den Mund, sondern auch dauerhaft "im Minus".

Grundsätzlich versucht dich die Bank langsam aber sicher dahin zu führen, von eigenem Geld zu leben. Alternativ hätten sie den Dispo auch mit sofortiger Wirkung kündigen können - einen Rechtsanspruch auf Kredit gibt es in Deutschland nicht.

Warum fragst du in diesem Forum, anstatt seit 8:30 Uhr vor "deinem Banker" zu sitzen und die Situation zu besprechen!? Nur er kann dir helfen (außer vielleicht eine Erb-Tante...)

Meine Antwort wird Dir auch nciht so richtig weiterhelfen.

Man muss Dir schon soviel lassen, wie unpfändbar wäre. Also die ca. 890 euro.

Ein Gespräch mit dem Kundenberater der Bank wäre also wirlich hilfreicher.

Erst einmal darf die Bank Deinen Dispo aufkündigen, das hast Du selbst ja auf dem Papier unterschrieben, mit dem Dir der Dispo eingeräumt wurde. Warum die Bank sich aber nicht an die Absprache hält den Dispo in Schritten zurückzufahren - hierzu hilft nur das klärende Gespräch bei der Bank.

Du kannst der Bank auch ganz klar sagen, dass Du in diesem Fall Dein Gehaltskonto bei einer anderen Bank anlegen wirst, dann hast Du zwar die Schulden bei Deiner Hausbank, aber Du kommst wenigstens an den pfändungsfreien Betrag Deines Einkommens bei der neuen Bank.

Grundsätzlich gilt aber, dass Du finanziell seit längerem über Deine Verhältnisse gelebt hast und eigentlich nicht in der Lage bist, Deine aufgelaufenen Verpflichtungen zu bedienen. Ein Dispo ist nur dazu gedacht kurzfristig das Konto zu überziehen, ist aber kein permanenter Vorschuss auf das Gehalt.

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