Bei Todesfall: Muss man für den Priester selbst aufkommen, wenn man nicht in der Kirche ist?

2 Antworten

Die Beerdigungsunternehmen haben in der Regel Listen mit freien Sprechern, die beauftragt werden können. (Es befinden sich übrigens auch Pfarrer bzw. studierte Theologen darunter; auch ein christliches Begräbnis ohne Kirche ist also möglich).

Das Angebot mag in manchen Gegenden noch etwas spärlich sein. Es wird aber stetig ausgebaut, da auch die Nachfrage steigt. Bis dahin nehmen die verfügbaren Sprecher auch längere Anreisen in Kauf.

Weitere Auskünfte hier: http://www.humanist.de/religion/trauerfeiern.html

Das ist eine gute Frage die nur die jeweilige Kirchengemeinde beantworten kann. Üblich ist es allerdings, dass derjenige der zu Lebzeiten nicht in der Kirche war, auch keinen Priester am Grab erwarten kann. Wieso auch? Die Lücke füllen Bestattungsredner, vgl.:

http://www.marktplatz-mittelstand.de/webkatalog/suche/begr%C3%A4bnisredner%20bestattungsredner

Wenn man einen Priester als Trauerredner hat, ist das kostenlos, allenfalls Fahrtkosten werden berechnet. Seine freiberuflichen Kollegen kosten zwischen 150 und 350 Euro.

Und was bezeichnest Du als "Todesfeier"? Auch den Leichenschmaus? Wo solls denn hingehen? In die Pommesbude oder ins Hotel Ritz? Entsprechend unterschiedlich sind die Preise.

Ich war vor kurzem auf einer Beerdigung. Die Zusammenkunft in der Kirche und am Grab bezeichneten die als Todesfeier. Zu Essen gab es da nichts.

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