Als Student Kleingewerbe anmelden rückwirkend?

3 Antworten

Hallo, zusätzlich zu den Antworten von wfwbinder:

  • als Selbstständiger bekommt man kein Gehalt, das sollte auch ein angehender Akademiker auseinanderhalten können
  • für die Scheinselbständigkeit ist weniger die Zahl der Auftraggeber entscheidend als die Frage, ob Du bei Zeiteinteilung und Arbeitsorganisation selbstständig handeln kannst
  • mit der studentischen KV kannst Du dauerhaft 19 Stunden/Woche arbeiten und unbegrenzt verdienen (solange Du weiter studierst)

Viel Glück

Barmer

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Auch Ergänzung zu @wfwbinder:

  1. Natürlich meldest Du ein Gewerbe an. Welches Datum Du da reinschreibst ist für das Finanzamt (sofern es in diesem Jahr ist) egal. Ich würde 1.1. nehmen. Kostet fast nix.
  2. Beim Finanzamt kannst Du Dich für "ohne" MwSt oder für "mit" MwSt entscheiden. Ist eine Frage des Dinge die Du kaufen musst um Deinen Job zu machen.
  3. Du wirst auch Fragebögen aufgrund Deiner Gewerbeanmeldung von der Berufsgenossenschaft (Unfallversicherung), der IHK bekommen. Einfach immer ausfüllen und zurück senden. Da die Einkünfte gering sind und Du keine Angestellten hast fallen keine Beiträge an.
  4. Bei dem Finanzamt machst Du eine EÜR (Einnahmen/überschußrechnung). Die ist genormt und es gibt entsprechende Formulare / Vorlagen (jedes Jahr neu weil sie immer ein wenig daran rumbasteln) für das laufende und vergangene Jahr. Entscheidend für das Finanzamt, Krankenkasse, Rentenversicherung sind nicht Deine Einnahmen sondern Dein Überschuß. Und Du kannst eine Menge von Deinen Ausgaben (Kommunikation, Internet, Computer, Büromaterial, Reisekosten und und ) absetzen. Musst Du Dich halt schlau machen oder einen Steuerberater oder jemanden der sich damit auskennt befragen.
  1. Das Finanzamt interessiert sich für eine Gewerbeanmeldung nicht, weil es das Finanzamt und nicht das Gewerbeamt ist.
  2. Probleme mit dem Finanzamt kannst Du nicht bekommen, weil eine Steuererklärung noch gar nicht fällig war, wenn Du erst seit 5 Monaten tätig bist.
  3. Wieso musst Du Dich Krankenversichern? Du müsstest in der Studentenkrankenversicherung sein. Wenn Du noch über die Familienversicherung versichert bist, ist eine eigene Krankenversicherung erst fällig, wenn Du über 435,- Euro Gewinne pro Monat, bzw. 5.220,- Gewinn pro Jahr machst.
  4. Übrigens, wer ist Denn Dein Auftraggeber? Ein Deutsches Unternehmen, oder ein ausländisches? Ich an DEiner Stelle würde mit Umsatzsteuer arbeiten, denn Du bekommst sie zu Deinem Honorar dazu udn hast dann den Vorsteuerabzug us den eigenen Kosten. Kann sich lohnen, besonders wenn Du z. B. einen neuen PC kaufst.

Ich tippe auf leapforce. Also Scheinselbständigkeit.

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Krankenversichern muss ich mich, da ich vor habe nun mehr als diese 435€ im Monat zu verdienen.

Ich arbeite selbstständig für zwei Unternehmen mit dem Sitz in den USA und einem mit dem Sitz in Australien. Demnach dürfte es keine Scheinselbständigkeit sein. Oder liege ich da falsch?

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@Pommes12

Bei zwei Auftraggebern ist es keine Scheinselbständigkeit.

bisher waren die Einkünfte 350,- nun sollen es über 435,- werden. Sind das wirklich die Einkünfte, oder sind es die Einnahmen?

Wenn es Unternehmen in den USA und Australien sind auf jeden Fall Regelbesteuerung wählen, weil die Umsätze sowieso steuerfrei sind. DEn Vorsteuerabzug gibt es als Bonus (Sahnehäubchen).

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@wfwbinder

Die 350 und >435 sind nur die Einnahmen.

Eine Gewerbeanmeldung ist trotz der selbstständigen Arbeit nicht nötig?

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@Pommes12

theoretisch ja, praktisch nein. Du gehst ja unter Deinem Namen nicht in die Werbung, oder wirst Du Leistungen anbieten in Internetforen usw. Dann solltest Du tatsächlich eineGewerbeanmeldung machen. Kostet ca. 26,- Euro (in Berlin ).

Von Deinen Einnahmen gehen die Kosten runter. %0 5 der Ausgaben für Internet. Abschreibungen auf den Computer, Bürobedarf usw. usw.

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Anmeldung als Kleingewerbe?

Hallo zusammen,

Derzeit beziehe ich Arbeitslosengeld 1 vom Amt. Jedoch habe ich aktuell eine Nebentätigkeit in Aussicht, in der ich diverse EDV Angelegenheiten für eine Firma übernehmen soll. Dabei soll für die einzelnen Tätigkeiten eine Provision bezahlt werden. Ich muss auf jeden Fall ein Gewerbe anmelden, so weit habe ich mich schon durch gestöbert. Die Nebentätigkeit wird in diesem Jahr 17.500€ nicht überschreiten. Einige Fragen sind dabei für mich noch offen:

  • Wird diese Tätigkeit als Scheingewerbe gewertet, da ich nur von einer Firma die Aufträge bekomme und an diese meine Rechnung stellen würde. Wer würde da die Probleme bekommen, falls es das wäre?

  • Wie sieht es aus, mit dem Arbeitslosengeld? Wahrscheinlich werde ich mit der Nebentätigkeit mehr verdienen als ich vom Arbeitsamt bekomme, selbst wenn ich den Freibetrag dazurechne. Macht es Sinn und ist es möglich, mich für die Zeit der Nebentätigkeit vom Arbeitsamt als nicht Arbeitslos zu melden? Welche Konsequenzen kommen auf mich zu bezüglich Krankenversicherung und ähnliches?

  • Wie kann vorgegangen werden, falls die Firma sich entschließen sollte mich in einer Festanstellung zu übernehmen? Sollte ich dann das Gewerbe abmelden?

  • Welche vertraglichen Verpflichtungen sollten genauestens Überprüft werden? Kommt man aus dieser Selbstständigkeit einfach raus, falls die Zusammenarbeit nicht zum Erfolg führt, ich sozusagen Minus mache und weniger verdiene als ich durch das Arbeitsamt beziehen würde?

  • Welchen Zeitrahmen muss ich einplanen, bevor ich das Kleingewerbe durchführen kann? Wenn ich morgen zum Arbeitsamt und Finanzamt gehe, wie lange sind da die Bewilligungszeiten?

Ich würde mich über ausführliche Informationen freuen und bedanke mich schon mal im voraus.

Grüße, Voner

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Finanzamt und Liebhaberei - Wie vermeide ich ein Gewerbe?

Ich, Frühpensionär, sammle als Hobby alte Stiche und habe dafür schon etliche tausend Euro ausgegeben. Irgendwann kam mir die Idee, den einen oder anderen am PC zu kolorieren und von einer Grafikdatei Puzzles, Tischsets oder Poster anfertigen zu lassen. Ab und zu, je nach Lust und Laune, wollte ich das eine oder andere Teil auf eBay anbieten, damit ich zumindest einen Bruchteil meiner Ausgaben neutralisieren kann und mir, je nach Laune, noch weitere Stiche kaufen kann. Nach einem Gespräch mit dem Finanzamt sollte ich ein Kleingewerbe anmelden. Man will ja alles korrekt machen.

Dann hat sich die Berufsgenossenschaft BGETEM gemeldet und verlangte Beitragszahlungen von mir. Dann habe ich mir die möglichen Abmahnfallen auf eBay angesehen. Dann war ich frustriert und habe mein Kleingewerbe wieder abgemeldet.

Nun frage ich: Wenn ich keiner regelmäßigen Tätigkeit in meinem Hobbybereich nachgehe und nur ab und zu so ein Poster o.ä. verkaufen möchte, muss ich doch kein Gewerbe anmelden? Ist sowas nicht eine künstlerische Nebentätigkeit oder gibt es diesen "Tatbestand" nicht mehr? Kann ein Normalverbraucher nicht irgendwann irgendwas verkaufen, das er selbst hergestellt hat?

Unter "Liebhaberei" habe ich auf Google nur Beiträge gefunden, die sich auf die Vermeidung von Liebhaberei beziehen, so dass Kleinunternehmen nicht vom Finanzamt als "Liebhaberei" eingestuft werden, mit allen Nachteilen für sie. Unter anmeldefreier "künstlerischer Nebentätigkeit" habe ich auch nichts für mich Relevantes gefunden (wobei ich der Meinung bin, dass die Koloration von Stichen sehr wohl künstlerisch ist). Daher stelle ich hier mein Problem dar.

Jetzt schon herzlichen Dank für Ihre Antworten, die aber steuerrechtlich möglichst einfach gehalten sein sollten, weil ich steuerrechtlich keine Ahnung habe und mir dieser ganze steuerliche Dschungelmist sowas von zuwider ist!

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