AFA für ersteigerte Eigentumswohnung - wie berechnen?

2 Antworten

Auszug aus dem Urteil: BFH/1985-01-15/IX-R-81_83

e) Für die Ermittlung der anteiligen Verkehrswerte ist der Zeitpunkt der Anschaffung der Eigentumswohnung der maßgebliche Stichtag. Denn der aufzuteilende Gesamtkaufpreis beruht auf den einzelnen preisbildenden Umständen im Zeitpunkt des Abschlusses des Kaufgeschäfts. Das Urteil des I. Senats in BFHE 137, 175, BStBl II 1983, 130 zur Ermittlung des anteiligen Buchwerts einer veräußerten Teilfläche eines zum Betriebsvermögen gehörenden Grundstücks steht hierzu nicht in Widerspruch. Denn auch der I. Senat hält dort für die Aufteilung der Grundstücksteile nach dem Verhältnis der Teilwerte den Zeitpunkt für maßgeblich, zu dem das bisherige Gesamtgrundstück zuletzt Gegenstand eines Anschaffungsgeschäfts gewesen ist.

Also kann man weder einfach nach dem %-Wert aus dem Gutachten gehen, noch einfach den Bodenrichtwert ansetzen, noch nach der Restwertmethode (Gesamtkaufpreis-Bodenwert= Gebäudewert) vorgehen.

Allerdingswird wohl, mangels anderer Angaben das Gutachten für die Versteigerung eine wichtige Basis bei der Berechnung sein.

Zuordnung Kaufpreis bei teilvermieteter Immobilie für Finanzamt

Geplant ist der Erwerb einer Immobilie mit selbstgenutzter Wohnung 140m² und fremdvermieterer Wohnung 100m². Kaufpreis 240K €. Die Zinsen für Finanzierung der Mietwohnung können steuerlich geltend gemacht werden - müssen aber klar zuzuordnen sein. In der Regel geht das FA nach QM-Zahlen vor. Hier würde die selbstgenutzte Wohnung also 140K € kosten, die Mietwohnung 100K € - ca. 60 zu 40. Also könnten die Zinsen für ein Darlehen über 100K € steuerlich geltend gemacht werden, und das Haus betreffende Ausgaben zu 40%. Nun gehören zu der Mietwohnung aber noch zwei Kellerräume a 30m², ein Balkon und ein großer Garten. Die Frage: wird das Finanzamt es gelten lassen, wenn diesen Bestandteilen im Kaufvertrag feste Anteile am Kaufpreis zugeordnet werden - und sich damit das Verhältnis der steuerlich ansetzbaren Kosten ändert - beispielsweise in 50 zu 50?

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Ohne Gutachten finanziert

Hallo zusammen,

die Bank hat unser Haus (Bestandsimmobile BJ 1938) ohne vorherige Besichtigung / Wertgutachten nur nach Vorlage des Exposès finanziert. 9 Monate nach der Finanzierung stellten sich erhebliche Mängel am Objekt heraus, die wir als Laien vorher nie hätten erahnen können. Um die sehr aufwendige Sanierung zu finanzieren, wurde ein Wertgutachten von der Bank in Auftrag gegeben. Die Differenz zwischen Darlehenshöhe und ermitteltem Wert betrug über 40.000 €. Nach vielen Gesprächen mit der Bank verplapperte sich nun ein Kundenberater, der uns vorwarf, doch alles selbst schuld zu sein. Schließlich gab es doch ein Gutachten vor der Finanzierung. Das wäre bei Objekten vor BJ 1960 normal. Dieses Gutachten gab es nicht!! Hätte es eines gegeben, hätte die Bank ja nicht 9 Monate später ein neues in Auftrag gegeben. Hinsichtlich der Sanierung hat uns der vorherige Sachbearbeiter in Bezug auf KfW-Förderdarlehen überhaupt nicht beraten können und uns eine "super günstige" Finanzierung empfohlen. Grundlage dieser war das Erreichen eines bestimmten Wertes. Um diesen zu erreichen, mussten Maßnahmen durchgeführt werden, die die Bank nicht weiter finanzieren wollte. So stand uns die KfW auch noch auf den Füßen. Achso, hätten wir eine Rechtschutz, würde ich nicht hier diese Frage stellen :-)

Tausend Dank für Antworten, die wirklich weiterhelfen können. Tibas

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