Abfindung mit Steuerklasse 6 - Rückerstattung mit Steuerklasse 1?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wieso muss ich dann die LK überhaupt angeben?!

Das dient nur statistischen Zwecken.

Letztlich möchte ich wissen, ob ich die Abfindung so irgendwo ertragen kann, dass die nachträglich mit LK1 besteuert wird und ich nur die regulären Abzüge habe.

Das geht natürlich nicht, denn das Jahr 2015 ist vorbei und wenn dein Arbeitgeber keine Zeitmaschine hat, wird er die Lohnabrechnungen 2015 auch nicht mehr ändern können.

Es ist auch unklar, wozu das gut sein soll, wenn du doch jetzt sowieso die Einkommensteuererklärung[1] anfertigst und damit ohnehin viel schneller zum zutreffenden Ergebnis kommst.

Es ist außerdem unklar, ob die Abrechnung mit Lohnsteuerklasse 6 überhaupt falsch war. Der Arbeitgeber konnte auch 2015 nur nach den ihm vorgegebenen ELStAM-Daten versteuern. Denn der 11. Mai 2015 war ja auch im Mai.

Somit wurde diese mit 6 berechnet und ich habe dadurch natürlich hohe Abzüge.

Eher zu niedrige, wenn man die Daten zugrundelegt, die du als Kommentar auf die Antwort von Tina34, 15.12.2016, vorgegeben hast. Denn bei der Lohnsteuerklasse 6 setzt ja die Besteuerung mit 14% ein und nicht mit den vielleicht 30%, die als Lohnsteuer entstanden wären, wenn die Abfindung oben auf den normalen Lohn (mit Lohnsteuerklasse 1) mit draufgeschlagen worden wäre. 

Isoliert würde dies dann zu einer Nachzahlung führen und nicht zu einer Erstattung.

Isoliert bedeutet, dass man die anderen Faktoren ausblendet, die die Höhe der Einkommensteuer beeinflussen. Fünftelregelung, Lücken im Jahreslohn, haushaltsnahe Dienstleistungen usw.

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1] Eine Lohnsteuererklärung gibt es überhaupt nicht. Wo auf den Formularen hast du diesen Begriff gefunden?

Lohnsteuererklärung war ein Fehler, korrekt ist natürlich Steuererklärung oder Einkommenssteuererklärung.

Eher zu niedrige, wenn man die Daten zugrundelegt, die du als Kommentar auf die Antwort von Tina34, 15.12.2016, vorgegeben hast. Denn bei der Lohnsteuerklasse 6 setzt ja die Besteuerung mit 14% ein und nicht mit den vielleicht 30%, die als Lohnsteuer entstanden wären, wenn die Abfindung oben auf den normalen Lohn (mit Lohnsteuerklasse 1) mit draufgeschlagen worden wäre.

Ich weiss nicht wo die Prozentzahlen herkommen, aber ich habe etwa 42% Lohnsteuer auf die Abfindung mit Steuerklasse 6 bezahlt. Was deutlich mehr als die von dir beschriebenen 14% ist. Somit hoffe ich was zurückzubekommen.. Die Daten die ich geschrieben hatte, waren fiktiv.

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Hast Du vielleicht die Sozialversicherungsbeiträge vergessen einzutragen? (wie hieß nochmal die Anlage, Anlage Vorsorgeaufwand glaub ich - kann mal jemand kommentieren?)

Ansonsten schließe ich mich den Vorrednern an.

glaube ich habe nichts vergessen...

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Minijobs und Steuerklasse 6

Hallo, ich trete jetzt einen Job an, wo ich 4 x im Monat Zeitungen austrage und 25,-- Euro bekomme. Gleichzeitig bekomme ich wahrscheinlich noch einen 2. Job, in dem ich 450,-- Euro verdienen kann. Ich wurde von der Buchhalterin der Zeitung darauf hingewiesen, dass ich in Steuerklasse 6 eingestuft werde, sobald ich den 2. Job über 450,-- Euro antrete. Der 1. Job ist allerdings ohne Steuerkarte, und ich ging davon aus, dass man mit einer 2. Lohnsteuerkarte erst in Lohnsteuerklasse 6 eingestuft wird. Wenn ich dadurch jetzt soviel Abzüge habe, brauche ich eigentlich den 1. Job nicht weiterzumachen, weil mir zuviel im 2. Job abgezogen wird. Die Buchhalterin sagte mir, ich solle darauf achten, mit meinen Verdiensten nicht über 450,-- Euro zu kommen. Eigentlich hatte ich mir so ausgemalt, auch noch einen 3. anzunehmen (auch Zeitungen austragen, wo man 50,-- bis 80,-- Euro verdienen kann, dafür bräuchte ich dann wohl auch keine Steuerkarte, oder? Was soll ich denn jetzt am besten machen, um nicht zuviel Abzüge zu haben? Danke für jeden Tipp.

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