Welche Steuerklassen nach Heirat? Beide berufstätig, einer zwei Jobs (Kl. 1 und Kl. 6)

3 Antworten

Ohne Zahlen kann man es nicht auf den Punkt bestimmen, aber vermutlich ist die günstigste Lösung:

  1. Ehefrau weil höheres Einkommen III.

  2. Ehemann in Der Tätigkeit mit dem höheren Einkommen V.

  3. Ehemann in Zweitanstellung wie bisher VI.

Auf jeden Fall mal einen Jahressteuerrechner nutzen um die Steuerlast für alles festzustellen, um ggf. Rücklagen zu bilden. Denn sowohl aus der Kombination III/V, wie dem Zusatz VI, ergibt sich ein Nachzahlungsrisiko.

Das könnte sich auch bei IV/IV + VI ergeben, wenn es auch (vermutlich) geringer wäre.

Also würden Sie IV/IV+VI empfehlen, wenn die Nachzahlungen möglichst gering gehalten werden sollen?

In den Einkommensrechnern die ich bisher fand kann man für die Wahl der geeigneten Steuerklasse für einen Ehepartner nicht zwei Erwerbsquellen mit unterschiedlichen Steuerklassen angeben.

Oder haben Sie eine Empfehlung wo man sich das ausrechnen lassen kann?

0
@HochTief

Ich meinte erstmal die Gesamt Steuerlast zu berechnen, als Beispiel:

Sie 42.000,-, er 24.000,- + 12.000,- mit einem Rechner wie diesem:

http://www.n-heydorn.de/steuer.html

Wäre hier 13.364,- für 2014.

dann die monatliche Belastung:

Sie bei III 344,45 Euro oder bei IV 628,94.

Für ihn bei V + VI (457,87 + 125,97 = 583,84) und bei IV+VI (219,52+125,97= 345,49).

Also monatlich 928,29 bei III+V und 974,43 bei IV+IV, jeweils plus die VI für die zweite Anstellung.

Es gibt wegen der zweiten Anstellung des Ehemannes auf jeden Fall eine Nachzahlung die auch richtig kräftig ist (im Beispiel 1.600,- bei IV + IV).

Die gleich Nachzahlung erwartet den Ehemann sowieso, aber das müsste er schon wissen aus den Vorjahren.

1
@wfwbinder

Prima, vielen Dank für die umfangreiche Beschreibung. Dann werde ich das mal so weiter geben. Die genauen Zahlen kenne ich auch nicht. Ich weiß nur, dass die Frau deutlich mehr verdient als der Ehemann mit seinen beiden SK1 und SK6 Tätigkeiten zusammen. Anhand Ihrer Beispielrechnung macht es dann wohl mehr Sinn für beide wenn diese IV und IV+VI wählen um Nachzahlungen zu vermeiden.

0
@HochTief

Oder die andere Version und das Geld auf die hohe Kante legen und die Zinsen selbst kassieren.

0

Sie könnten für den besser / geringer Verdienenden sowohl III / V als auch IV / IV wählen, unterscheiden würde sich das nur durch geringere / höhere monatliche, steuerliche Belastung. Der Ausgleich der Steuerlast der während des Jahres zuviel oder zu wenig gezahlter Steuern erfolgt mit der Steuererklärung. Die Höhe des persönlichen Steuersatzes ist abhängig von der Einkommenshöhe, dem Familienstand, der Anzahl der Kinder etc.

Vorab. Durch die Wahl der Steuerklasse ergibt sich keine Änderung der Steuerlast - die bleibt immer gleich. Nur die aktuelle monatliche Belastung kann sich ändern.

Man kann natürlich dem Rat von wfwbinder folgen und III/V folgen und am Jahresende eine Rückforderung durch das Finanzamt riskieren.

Man kann aber auch gleich IV/IV wählen. Zwar hat man dann monatlich ein paar Scheine weniger, zahlt aber dann letztendlich nicht nach (wenn da nicht noch die St.Kl. VI wäre).

Vielen Dank für die aufschlussreiche Antwort. Ich dachte, dass das Ehepaar durch die Änderung der Steuerklasse tatsächlich unter dem Strich etwas weniger Steuern als zusammengerechnet bisher zahlen müsste.

0
@HochTief

Durch die Heirat kann sich eine Verminderung ergeben, aber nicht durch die Wahl der Steuerklassen für den Lohnsteuerabzug.

Das sind ja nur Vorauszahlungen auf die Gesamtschuld.

1

Hausfrau und mit Hobbyfotografie dazuverdienen?

Hallo, Ich bin Hausfrau und lebe in einer Patchworkfamilie, bestehend aus meinem Lebensgefährten und zwei Kindern zusammen. Meine Kinder sind vier und fünf, und mein Lebensgefährte verdient zurzeit noch alleine für uns die Brötchen. Wenn es die Zeit erlaubt fotografiere ich sehr gerne, und in letzter Zeit erhalte ich immer wieder Anfragen gegen Bezahlung Hochzeiten, Konfirmationen etc zu fotografieren. (Hierbei handelt es sich vielleicht um höchstens 1000 Euro jährlich)

Eigentlich ist das ganze ja nur ein Hobby für mich. Aber wenn ich damit hin und wieder etwas für uns dazuverdienen könnte würde ich auch nicht nein sagen ;-) Darf ich solche Angebote überhaupt ohne weiteres annehmen?

Muß ich dafür einen Gewerbeschein haben?

Und wie sieht das ganze aus wenn ich einen Halbtagsjob annehme?

Ich weiß das sind einen Menge Fragen aber ich bedanke mich schonmal an alle die mir darauf eine Antwort geben können.:-)

liebe Grüße jwessels

...zur Frage

Teilzeit (450€) und kurzfristige Beschäftigung?

Hallo, ich bin Studentin, habe einen Nebenjob auf Teilzeitbasis bei der Stadt wo ich im Jahr 5400€ verdiene. Ich bin in Lohnsteuerklasse 1. Jetzt habe ich letzten Monat 3x als Komparse bei einem Film mitgemacht und dort um die 300€ verdient, welche jedoch versteuert wurden logischerweise. Nun habe ich von meinem Arbeitgeber einen Brief bekommen, dass ich in die Steuerklasse 6 umgestuft werden müsse aufgrund der anderen Tätigkeit. In der Vergangenheit, vor zwei Jahren, habe diese kurzfristige Tätigkeit beim Film bereits schon einmal gemacht, hatte gleichzeitig jedoch einen anderen Arbeitgeber als ich ihn aktuell habe, wo ich ebenfalls auf 450€-Basis war. Dort war es überhaupt kein Problem und ich könnte mir nachträglich die abgezogene Steuer der kurzfristigen Beschäftigung per Steuererklärung zurückholen und wurde nicht umgestuft...

...zur Frage

400€-Job und trotzdem Lohnsteuerbescheinigung erhalten

Hallo,

ich hatte bis April 2010 einen 400€-Minijob. Mein AG sagte, dass er den Job pauschal versteuert, wollte aus "Sicherheitsgründen" (d.h. um zu erfahren, ob ich noch einen Job aufnehme) aber trotzdem meine Lohnsteuerkarte haben.

Im Feb. 2010 habe ich dazu eine andere Beschäftigung als Werksstudent auf Lohnsteuerkarte angemommen. Hierzu habe ich AG1 die Karte weggenommen, da er sagte, er brauche sie ohnehin nicht, da er ja pauschal abrechne.

Nun verhält es sich so, dass ich bei AG1 gekündigt habe und darauf eine elektronische Lohnsteuerbescheinigung erhalten habe. Meines Wissen darf diese bei pauschaler Versteuerung des Minijobs gar nicht erstellt werden. Zudem steht auf der Bescheinigung meine Lohnsteuerklasse 1; bei dem Feld Bruttoarbeitslohn der Betrag, den ich bis April verdient habe und der Arbeitgeberanteil. - Wie eine ganze normale Steuerbescheinigung eben.

Wie es aussieht, hat AG1 also doch auf Karte abrechnet, obwohl er versicherte, dass er das nicht tut und zudem meine Karte seit Feb. gar nicht mehr hatte.

Was kann man hier jetzt tun? Wie bitte ist dem Finanzamt zu erklären, dass man 2 Jobs auf Klasse 1 hatte?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?