Abrechnungsfrage

Hallo. Ich habe da mal zwei knifflige Fragen.

Folgende Situation:

Ich habe im Dez. 2014 einen Monitor für einen Kunden bei meinem Händler bestellt. Der Händler hat den Betrag von 330€ Netto zzgl. USt abgebucht. Dem Kunden habe ich die Rechnung noch im Dez. 2014 ausgestellt, das Geld aber erst 2015 erhalten. Bei der Montage wurde festgestellt, dass der Monitor defekt ist. Die Abwicklung habe ich dann mit meinem Händler vorgenommen. Versteckter Transportschaden. Deswegen habe ich jetzt den Monitor zurück geschickt. Der Betrag von 330€ Netto zzgl. USt wird mir zurück überwiesen. Dafür habe ich jetzt, beim gleichen Händler, einen neuen Monitor bestellt.

Soweit die Geschichte. Das ganze wäre auch kein großes Problem. Jetzt das große "Aber":

Vorweg: Ich verwende den Standardkontorahmen 03 (SKR03). Von 2010 bis Ende 2014 habe ich auf die Kleinunternehmerregelung verzichtet, führte entsprechend die USt ab und konnte sie auch in meinen Rechnungen ausweisen. Seit 2015 habe ich dies beim Finanzamt (FA) umgestellt und nutze somit die Kleinunternehmerregelung. Der Grund: Ich widme mich inzwischen überwiegend Privatkunden und da bin ich zum größten Teil auch nur als Dienstleister tätig.

Ich teile meine Fragen auf:

1) Da ich die Ware 2014 bestellt habe, habe ich die USt geltend gemacht und vom FA die USt von 62,70€ zurück erhalten. Bei der Rücküberweisung sind diese 62,70€ natürlich auch mit drin. Daher werde ich die 330€ auf dem Erlöskonto 8400 verbuchen und die USt auf dem Konto 1776. Da stelle ich mir die Frage: Ist das richtig? Einerseits ja, denn der Kauf wurde ja rückgängig gemacht und die Steuer die ich vom FA bekommen habe, soll dieses ja auch wieder zurück bekommen. Andererseits nein, denn ich bin ja nun Kleinunternehmer und kann weder USt ausweisen noch muss ich sie abführen.

2) Jetzt habe ich den Monitor nochmals bestellt. Dieses mal als Kleinunternehmer. Ich zahle also den vollen Preis von 330€ + 62,70€ USt = 392,70€. Vom FA erhalte ich nichts zurück. Der Monitor ist jetzt also auf dem Konto Wareneingang 3400. Wenn ich diesen wieder verkaufe, darf ich auf meiner Rechnung die USt nicht ausführen, mein Kunde kann sie also auch nicht abführen. Allerdings handelt es sich dabei ja, in den Augen meines Kunden, lediglich um ein Austauschgerät. Er hat mir ja Anfang des Jahres meinen geforderten Betrag inkl. USt überwiesen und ich habe diese USt auch ans FA abgeführt (da die Rechnungsstellung 2014 war, musste ich das ja machen auch wenn ich jetzt der Kleinunternehmerregelung unterliege). Meine Frage nun: Muss ich meine ausgestellte Rechnung von 2014 an meinen Kunden stornieren, ihm den Betrag von X inkl. USt zurücküberweisen, dieses als Ausgang buchen undihm dann eine neue Rechnung OHNE ausgeführte USt ausstellen? Oder gebe ich ihm einfach den neuen Monitor und alles ist gut?

Einen Steuerberater suche ich noch auf, aber mich würde eure Meinung und euer Wissen dazu interessieren.

Vielen Dank!

Kleinunternehmer, Umsatzsteuer, Abrechnung, Umtausch, Kleinunternehmerregelung, Rücküberweisung, skr03
2 Antworten

Meistgelesene Fragen zum Thema Umtausch

Wo ist es ratsamer US-Dollar in Euro umzutauschen?

7 Antworten

Wo kann man ausländische Münzen umtauschen und wie werden Gebühren berechnet?

6 Antworten

2000 US Dollar umtauschen?

4 Antworten

Warenumtausch reicht auch Kontoauszug wenn der Kassenzettel weg ist?

5 Antworten

Kann ich einen Gutschein umtauschen?

5 Antworten

Wie viel muss von eienm Geldschein übrig sein, damit man ihn noch umtauschen kann??

6 Antworten

Können alte ausländische Währungen irgendwo umgetauscht werden?

5 Antworten

Hat man eigentlich einen Anspruch auf Rückgabe gekaufter Bücher?

3 Antworten

Ist ein Umtausch nur mit der EC-Karte möglich, die auch beim Kauf genutzt wurde?

5 Antworten

Umtausch - Neue und gute Antworten