Waren Tattoos in der DDR erlaubt, oder verboten, wie sah das auch für Piercings aus?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die große Tättowierungsmode kam erst nach dem Ende der DDR auf, war dort also noch kein Thema. Das gilt auch für Piercings.

Verboten war das nicht. Aber Tättowierungen waren allgemein verpönt und galten als Mitbringsel aus dem Strafvollzug, wobei da die Allgemeinheit kaum differenziert hat.

Piercings kenne ich nur aus den 80er Jahren, wo die Punkwelle auch in der DDR einige Anhänger fand, von denen der eine oder andere auch eine Sicherheitsnadel im Gesicht trug.

Das war natürlich eine provakante Attitüde, die in dieser Hinsicht auch Erfolg hatte und es gab nicht wenige, auch Staatsdiener, die sich dadurch provoziert fühlten. Da unterschieden sich die Durchschnittspolizisten in Ost und West kaum voneinander.

Danke für den Stern!

Verboten waren sie nicht, denn Tätowierungen gab es bei Seeleuten - die gab es in der DDR ja auch - schon immer. Aber sie waren extrem selten, so wie in Westdeutschland auch. In den 80er Jahren und erst recht vorher  trugen praktisch nur Knastis und Matrosen Tattoos, und auch heute noch sind Tattoos vorwiegend außerhalb der Mittel- und Oberschicht der Bevölkerung verbreitet. -- Piercings gab es gar nicht.

Ob sie offiziell verboten waren, glaube ich nicht. Aber die DDR hat es ja nur bis 1989 gegeben, und damals waren Piercings und Tattoos auch in der BRD noch selten und wurden eher schief angesehen.

Warum soll das verboten gewesen sein?Doof geguckt haben sie nur. 

War damals kein Thema. Ebenso in der BRD war das damals kein Thema. Tätowierungen waren nicht nur in der DDR, sondern auch in der BRD verpönt und galten als Mitbringsel aus dem Strafvollzug. Ausnahmen bildeten die Seeleute. Da ist es seit jeher normal, das sie tätowiert sind.

Ich sah mal bei den Wachmännern, die den Zug "filzten", also kontrollierten, dass niemand die DDR illegal verlässt, Tätowierungen an den Armen, als ihnen bei der Arbeit die Hemdsärmel verrutschten. Mein Mann erklärte mir, dass das Kriminalpolizisten wären die, wie man heute sagt "Untercover" agierten und zwischen ihren Einsätzen als Wachmänner an den Eisenbahngrenzübergängen eingesetzt wurden.

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