Tattoos im Beruf der Automobilkauffrau?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Verboten ist es nicht. Mein Verlobter arbeitet in einem Mercedes Autohaus als Automobilkaufmann und wurde vom Chef gebeten, wenn tattoos vorhanden sind, sie zu verdecken. Vielleicht sieht es in nem anderen Autohaus auch wieder anders aus. Also verboten ist es auf keinen Fall.

Verboten ist überhaupt nichts, nur z.B. bei der Polizei gibt es da recht genaue Vorschriften. In der Tat kommt es immer sehr auf den einzelnen AG an, theoretisch hat man aber natürlich etwas schlechtere Chancen, da es noch genug Leute mit Vorbehalten gegen Tatoos gibt. Ich beobachte aber so seit ca. 10 Jahren, dass es immer mehr sichtbar Tatoowierte gibt, die im Kundenbereich arbeiten, was z.B. vor 20 Jahren noch undenkbar gewesen wäre.

Das ist aber vor allem da der Fall, wo auch die potentiellen Kunden etwas jünger und "progressiver" eingeschätzt werden, etwa in Modegeschäften oder Friseursalons.

Den sichtbar tätowierten und gepiercten Berater, der mit dem Rentner spricht, der sich noch einmal einen Neuwagen leisten will, oder mit dem Fuhrparkleiter eines mittelständischen Unternehmens, das sich gerade 5 neue Dienstwagen anschaffen will, kann man sich immer noch schwer vorstellen.

@sebastianla

Ja und nein nach meiner Erfahrung. Vor geschätzten 7 bis 8 Jahren habe ich zum ersten mal eine Kundenberaterin in der Deutschen Bank gesehen, wo ein kleiner Teil vom Tatoo sichtbar am Kragen der Bluse hervorragte. Letztes Jahr hab ich eine Immobilie gekauft und der Berater von Dr. Klein Finanzdienstleistungen hatte auch ein sichtbares Tatoo am Unterarm. In viele Supermärkten, nicht nur Discountern, sehe ich Kassiererinen mit Tatoos auf den Unterarmen und sogar Händen. Ganz klar hat hier Wandel stattgefunden, wie ich aber in meiner Antwort schon festgestellt habe, gibt es durchaus auch noch Vorbehalte und mit solchen Tatoos kann man sich berufliche Nachteile einhandeln.

Das kommt auf den Arbeitgeber an.
Falls du die falsche Automarke tätowiert hast, könnte das schon ein Einstellungshindernis darstellen.

Das ist mir bewusst. Ich habe nur auf websites von Autoherstellern gesehen, sie suchen Angestellte, die,wie ihre Autos selbst, individuell und herausstechend sind.
Da würden Tattoos ja dann nicht unbedingt dagegen sprechen.

@sveaneymarlove

Ist ja auch noch eine Marktlücke: das tätowierte Auto!
"Arschgeweih statt Spoiler."

@Tamtamy

Es gibt sowohl aufklebbare Tribals als auch piercingaehnliche, in die Motorhaube einzulassende kleine Vitrinen, in die man Schmuckstücke einlegen kann.

Nicht schön - aber alles schon mal dagewesen...

@bronkhorst

Ja, jetzt, wo du es sagst, fallen mir auch dunkel so ein paar tribals ein ... Hat wohl den Fuchsschwanz von früher ersetzt.
Das mit den Vitrinen ist mir neu ... Ist das Geschäftsfeld doch schon besetzt ...

Verboten wohl nicht.

Aber mal im Ernst:

Zwischen dem Moment, in dem ein Interessent den Laden betritt und dem, in dem ein verkauftes Auto maengelfrei übergeben wird, kann sehr, sehr viel schiefgehen:

Kunde hat schlechte Laune, will zuviel Rabatt, findet nicht das Passende, Verkaeufer kann nicht jede Frage zufriedenstellend beantworten - und die paar Prozent, die nicht durch diese vielen Raster fallen, machen dann den Umsatz.

Würdest Du als Autohaendler ohne Not jemanden einstellen, bei dem das aeußere Erscheinungsbild diesen Verkaufserfolg auch nur ansatzweise gefaehrdet?

Ich nicht...

Kein Mensch, kein Arbeitgeber kann es Dir verbieten, tätowiert zu sein.

Wenn Du Dir aber bzgl. Deiner Tattoos unsicher bist bzw. unsicher, wann Du Dich wo wie zeigen kannst, dann hast Du Dich vielleicht zu früh stechen lassen.

Kann natürlich auch sein, dass Du deswegen einen Job gar nicht erst bekommst, was Dir natürlich niemand ins Gesicht sagen wird. Aber so ist das nun einmal. 
Ein Leben am Rande der Gesellschaft und tagsüber aber bei Mercedes am Tresen zu stehen ist einerseits Selbstbetrug und passt andererseits sowieso nicht zusammen.

Off topic: Und, die Erdstrahlung gut überstanden? (:-)

@Tamtamy

lern man schreiben! dass haisst ertstralung! :-)

Ich würde nur gerne 2 Leidenschaften von mir verbinden, Autos und Tattoos. Nur leider würde mir eben eher der Beruf einer Automobilkauffrau zusagen, als der eines Mechatronikers.

@sveaneymarlove

Ich würde nur gerne 2 Leidenschaften von mir verbinden, Autos und Tattoos. Nur leider würde mir eben eher der Beruf einer Automobilkauffrau zusagen, als der eines Mechatronikers.

OK, Du bist also noch nicht einmal Kauffrau, sondern gerade einmal volljährig (oder kurz davor), tätowiert und suchst einen Job 'irgendwie mit Autos'.

Hier, auf dieser Webseite, war neulich ein junges Mädchen, die auch nicht auf den Kopf gefallen war.
Sie wunderte sich, weshalb sie nur Absagen auf ihre Bewerbungen im gehobenem Polizeidienst und im Hotelgewerbe (oder so ähnlich) bekam.
In ihren anderen Themen fragte sie, ob es nun endlich an der Zeit wäre, ihre 35er Fleischtunnel-Dehnungsringe in den Ohrläppchen gegen 40mm-Ringe zu tauschen.
Passt natürlich, oberflächlich betrachtet, hinten und vorne nicht zusammen. Insofern war die Fragestellerin doch irgendwie auf den Kopf gefallen.

In z.B. den USA ist das vielleicht egal.
Aber in Deutschland wird da eben drauf geachtet. Und ich sehe einfach keine Tätowierte bei Mercedes im einheitlichen-CI-Kostümchen im direkten Kundenkontakt. Kann ja noch werden. Aber derzeit eben nicht. Und das erst recht nicht als Auszubildende.

Nich nicht einmal bei Ryanair gibt es tätowierte Flugbegleiterinnen.

Ich bin weder tätowiert, noch habe ich mein Abitur hinter mir. Ich möchte mich lediglich informieren.

@sveaneymarlove

Ich bin weder tätowiert, noch habe ich mein Abitur hinter mir. Ich möchte mich lediglich informieren.

Und ich schreibe Dir etwas dazu.

Ich bin übrigens tätowiert, habe täglich mit Autos zu tun (und stehe dabei nicht in der Werkstatt) und war auch auf einem Gymnasium.

Deswegen weiss ich, wovon ich schreibe.

Kein Mensch, kein Arbeitgeber kann es Dir verbieten, tätowiert zu sein.

Nö - aber er kann einen Bewerber mit so einem Ding ablehnen oder einen Angestellten, der sich das in der Probezeit zulegt, ohne Angabe von Gründen mit kurzer Frist kündigen.

Da viele Autohaendler unter fünf Angestellte haben, fallen sie auch nicht unter das Kündigungsschutzgesetz - auch da ist es dann recht einfach, jemanden loszuwerden, wenn man das möchte.

@bronkhorst

So sieht das nämlich aus.

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