Muss man sich Rauchgeruch aus der Nachbarwohnung gefallen lassen?

5 Antworten

Ich finde das Thema sehr traurig. Ich versuche mir gerade auszurechnen, wie hoch der Schadstoffanteil sein muss, wenn der Rauch erst durch ein Fenster raus zieht und dann durch ein Fenster rein, das ist verschwindend gering. Geringer als die Umweltverschmutzung die durch dein Auto verursacht wird, oder der Elektrosmog der in deiner Wohnung herrscht und die Giftstoffe, die freigesetzt werden, damit du deinen Comuter anmachen kannst um dich darüber zu beschweren. Mal davon abgesehen, dass die Lunge eines Menschen in einer normalen 200.000 Einwohnerstadt genauso aussieht wie die Lunge eines starken Rauchers vom Land. Wenn du also gesund leben möchtest, würde ich dir konsequenterweise empfehlen, aufs Land zu ziehen, dort aber in einen Wald (Felder werden schließlich gedüngt und mit Gift gespritzt), nur zu essen was du selber anbaust und ohne Strom zu leben, bzw deinen Strom selber auf einem Fahrrad mit Dynamo herzustellen. Das wäre dann der Moment, wo die eine wirkliche Gesundheitsverschlechterung eintreten würde. Und Geruchsbelästigung ist so ein Ding, ich fühle mich auch belästigt davon, dass unsere Nachbarn im Sommer ständig grillen, aber ich bin sozial genug sie ihr Leben leben zu lassen und ich meins.... und das sagt ein Nichtraucher.

Es geht um den berühmten Balkon. Die Leute rauchen auch nachts. Angenommen, diese "Marken" haben einen höheren Anteil Schadstoffe, dann kommen deutlich höhere Konzentrationen zustande. Bekannt ist ja, dass die hochgiftige Blausäure ab einer bestimmten Menge zum Vernichten von Leben eingesetzt wird. Auch kleinere Mengen nerven nicht nur extrem, sondern haben weitere Nebenwirkungen. Wenn über Nacht alle Fenster und Türen geschlossen sind, ist die Belastung morgens besonders hoch. Oft weckt mich der bittere Gestank! Immerhin werde ich wieder munter. Wer nicht völlig gesund ist, muss Schäden bekommen.

@anfragesteller

Wenn man den Blausäureanteil einer Zigarette mit dem Anteil in einem Christstollen vergleicht, dann kann ich nur sagen "Frohe Weihnachten" ;-)

@Onchen

Es geht nicht um den gewiss relativ kleinen Blausäureanteil einer üblichen Zigarette sondern um mehrere Kettenraucher und möglicherweise nicht übliche Zigaretten (drei-stellige Zahl pro Tag)! Ich finde sehr traurig, dass Onchen Ferndiagnosen stellt, ohne die Realität zu beachten. Es ist so, als würde er auf der Idee beharren, die Erde sei eine Scheibe.

Ich lebe in einer Großstadt mit annähernd drei mal 200.000 Einwohnern, esse den hier entstandenen Christstollen gern, und habe mit Rauchern und Nichtrauchern zu tun. Es gab nie Probleme! So suchte ich auch nicht krampfhaft nach dem "bösen Raucher" sondern wurde plötzlich mit einer aggressiven Geruchsbelästigung konfrontiert. So etwas kannte ich in meinem Leben noch nicht.

Was tut man zuerst? Nach dem ersten Schock wird versucht, eingeschränkt zu lüften. Wenn trotzdem dieser Geruch auftritt, wird der Fensterbereich abgedichtet, wenn das nicht ausreicht, kommt der Jalousienbereich dran. Aber auch dann dringt die störende Komponente des Rauchs weiter in schwankender Intensität ein. Dann fragt man sich, was das für ein Stoff sein kann. Dann informiert man sich. Das tat ich nun alles.

Im Ergebnis bleibt Blausäure übrig. Ein Teil der Bevölkerung kann diesen bitteren Geruch / Geschmack wahrnehmen. Jetzt weiß ich, dass ich dazugehöre! Von Blausäure ist bekannt, dass sie durch Gemäuer dringt und speziell gefiltert werden muss. Geht man nun wissenschaftlich und vorurteilsfrei an die Sache, dann kann man diese Möglichkeit einräumen. Es helfen keine Ferndiagnosen, sondern eine Klärung. Nennen wir das Aufklärung, wir leben ja angeblich in diesem Zeitalter. Und solange das Gegenteil nicht bewiesen ist, bleibe ich bei meiner Auffassung! Das Gegenteil wird nicht bewiesen. Vorurteile sind zwar üblich, dadurch aber nicht besser!

Wer kann mir helfen? Welche Möglichkeiten gibt es, das Problem zu klären? Angesichts der neuen Tabakwaren werden künftig immer mehr Leute betroffen sein. Der Geruchssinn von Rauchern wird herabgesetzt, die Betroffenen Mieter können zudem noch zusehen, wie sich die Raucher noch stärker schädigen.

Hallo, wie ist es denn, wenn der Rauch von der Wohnung drunter durch die Decke zieht weil es eine hölzerne Decke in einem Altbau ist? Und wenn man quasi zum Passivrauchen gezwungen wird, weil es so heftig ist, dass man nicht dagegen anlüften kann? Vor allem weil nur das Wohnzimmer betroffen ist.. Das aber 50% der Wohnung ausmacht, also 50% der Miete...? Und wenn man viel Geld in die Wohnung bei Einzug investiert hat (Courtage, Umzugsunternehmen,...) P.s. Ein verzweifelter Nichtraucher ...

Hallo, dRichter!

Bitte nochmal die richtige Adresse des Forums posten. Die Adresse gibt es wohl nicht.

Nebenbei, ich gehöre auch zu den Rauchergeschädigten. Reden hilft nicht, auch keine Vereinbarung, wann er und wann ich das Fenster öffnen. Die Frage ist nur, WAS hilft dann?

Wir leben, wie schon weiter oben erwähnt, leider in einem Land, indem Toleranz zu hoch bewertet wird. Das geht schon weit über die Schmerzgrenze hinaus. Der Staat hat halt kein Interesse an einem gesunden, psychisch heilen Bürger. Der soll lieber zugeraucht werden von seinem Nachbarn, und wenn er versucht, dagegen anzugehen, dann hat er die Arschkarte, und bis/wenn er überhaupt was erreicht, ist er psychisch am Ende.

Sollte genau andersrum sein. Raucher, die ihre Nachbarn belästigen sollten mal ein wenig mehr Toleranz üben. Und der Staat sollte dem nichtrauchenden Bürger mit etwas mehr Gesundheitsbewußtsein auch mehr Rechte einräumen!

Zoli

Hallo krucker,

mit diesem Problem sind Sie nicht allein. Leute, die Ihnen zu mehr Toleranz raten, sind schlichtweg dumm. Sicherlich würden Sie Ihnen auch nicht zu mehr Toleranz raten, wenn Sie von Ihrem Nachbarn statt mit der Zigarette mit der Faust körperlich geschädigt würden.

Solch dumme Antworten kommen meist von Rauchern selbst, von übertoleranten und damit dummen Nichtrauchern, die keine Raucher als Nachbarn haben, oder von Nichtrauchern, die ein derart schlechtes Körperbewusstsein haben, das dazu führt, dass sie Nachbars Rauch nicht wahrnehmen. Wenn Sie dann mit 60 Jahren an Lungenkrebs oder Herz-/Kreislaufversagen verenden, obwohl sie selbst nicht geraucht und sich möglicherweise auch gesund ernährt haben, wird das Schicksal verflucht. Auf die Idee, dass der Nachbar sie schleichend vergiftet hat, kommen sie nicht.

Lieber Krucker, ich rate Ihnen, sehen Sie sich einmal auf folgender Seite um: nichtraucherschutzforum.de Dort finden Sie in der Kategorie "Sofortmaßnahmen" eine Anleitung, um das Problem mit den Rauchnachbarn möglicherweise zu lösen.

Mit freundlichem Gruß,

dRichter

Ŝehr guter Beitrag. Meine volle Zustimmung!

Ich hatte das gleiches Problem. Leider du kannst nichts dagegen machen.

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