Dürfen Gläubige Christen Alkohol Trinken?

5 Antworten

In der Bibel steht, JUDEN dürfen kein Schweinefleisch essen, außerdem auch keine Muscheln, keine Scampi, keine Pferde und keine Kamele. Sie dürfen außerdem kein Mischgewebe tragen, den Acker nicht mit zweierlei Frucht einsäen und so weiter und so weiter. Wenn Du schon andere dazu aufforderst, die Bibel zu lesen, solltest Du sie wenigstens selber gelesen haben!

Das Gesetz des Mose gilt den Juden, für die es geschaffen wurde. Für diejenigen, die niemals Juden waren, gilt der Bund des Noah. Auch zu lesen in der Bibel. Nach dem ist dem Menschen alles als Nahrung gegeben, alle Tiere und alle Pflanzen.

Wer Christ wird, muß nicht erst Jude werden und das Gesetz der Juden auf sich nehmen, damit er Christ sein kann. Das hat das Apostelkonzil beschlossen, wie es in der Bibel steht. Denn Jesus hatte seinen Jüngern gesagt: "Nicht was in den Menschen hineingeht, macht ihn unrein, sondern was aus seinem Mund herauskommt!" Gemeint ist die böse Rede. Steht auch in der Bibel, kannst Du nachlesen.

An keiner Stelle der Bibel ist der Alkohol verboten, weder für Juden noch für Christen. Es ist Mäßigung geraten, d. h. wir alle sollten uns nicht so besaufen, daß wir den Verstand verlieren. Das Abendmahl hat Jesus selbst mit Wein gefeiert, seine erste Wundertat bestand darin, Wasser in Wein zu verwandeln und damit einer Hochzeit auszuhelfen. Steht in der Bibel, lies doch mal...

Das erste Wunder Jesus war Wasser in Wein zu verwandeln. Auch Schweinefleisch dürfen Christen essen,Da sie nicht unter dem Gesetz Mose stehen. Nur Blut essen ist verboten, den dieses Gesetz wurde bereits Noah gegeben.

Wegen dem Thema Schweinefleisch kann ich folgendes sagen.

Im Alten Testament findet man die Speisegebote in 3. Mose 11 (und 5. Mose 14). In Vers 7 steht dort, dass das Schwein ein unreines Tier ist. Und in Vers 8 kann man lesen, dass man deshalb von diesem Tier nichts essen soll.

Sagt das Neue Testament jetzt etwas zu diesem Thema? Am Anfang des Christentums gab es unter den Christen eine Auseinandersetzung, was für Gebote des Alten Testaments noch aufrecht zu erhalten sind. Um diese Frage zu klären, versammelten sich viele gläubige Männer in Jerusalem und kamen unter der Leitung des Geistes Gottes zu dem Ergebnis: „Denn es hat dem Heiligen Geist und auch uns gut geschienen, keine größere Last auf euch zu legen als diese notwendigen Dinge: euch zu enthalten von Götzenopfern und von Blut und von Ersticktem und von Hurerei“ (Apg 15,29). Es sind nicht einfach Menschen, die hier eine Veränderung veranlassen, sondern Gott selbst hat dies so sagen lassen. Es ist also keine Rede davon, dass Christen kein Schweinefleisch essen dürften.

Ein weiterer deutlicher Hinweis zu diesem Thema findet sich in Apostelgeschichte 10,12. Petrus stand kurz vor der Herausforderung, einem Heiden und vielen, die bei diesem zu Hause waren, das Evangelium zu verkündigen, und diese alle in das Königreich der Himmel, für das Petrus die Schlüssel anvertraut bekommen hat (vgl. Mt 16,19), hineinzuführen. Das war für einen Juden, der eigentlich nur mit Juden Umgang hatte, ein Problem. Um Petrus diesen Weg zu erleichtern bekommt er "eine Verzückung", in der er von Gott aufgefordert wird, Fleisch von Tieren zu essen, die aus alttestamentlicher Sicht unrein waren. Dreimal wird Petrus dazu aufgefordert. Auch das zeigt: Gott selbst hat etwas Gewaltiges verändert. Wer sich auf die Seite des Herrn Jesus Christus stellt, indem er sich bekehrt, steht nicht mehr unter dem Gesetz vom Sinai. Für diesen gelten diese Gesetze nicht mehr. Sondern er darf die Freiheit, zu der er berufen worden ist (vgl. Gal 5,13) ausleben. Das ist keine Gesetzlosigkeit, sondern die Freude, dem Herrn Jesus in allem zu verherrlichen.

Lass mich noch einen grundsätzlichen Gedanken zum Gesetz des Alten Testaments anschließen. Christen - also Menschen, die Jesus Christus als ihren persönlichen Retter angenommen haben - sind von dem Gesetz freigemacht worden. „Denn Christus ist das Ende des Gesetzes" (Röm 10,4). Das Gesetz hat keine Autorität mehr über einen Christen. Denn er ist mit Christus gestorben. Und auf einen „Toten" hat das Gesetz keine Wirkung mehr. Nicht dass ein Christ gesetzlos leben würde. Aber Er steht nicht mehr unter dem alttestamentlichen Gesetz, sondern ist davon freigemacht, um in Neuheit des Lebens und in der Kraft des ewigen Lebens für den Herrn Jesus zu leben.

Quelle bibelPraxis

Du scheinst beim Bibelstudium vielleicht das alte Testament nur überflogen zu haben und das Neue komplett ausgelassen zu haben.

Im alten Testament, dass im Wesentlichen aus jüdischen Texten besteht, wird ausführlich über Speisevorschriften geschrieben, wobei die Vorgabe "kein Schweinefleisch" viel zu kurz greift, da geht es auch darum, wie viele Hufe das Tier hat, wie es geschlachtet wird etc. Näheres findest du im Buch Levitikus (3. Buch Mose) unter Kapitel 11.

Ein explizites Alkoholverbot findet sich im Alten Testament meines Wissens nicht, maßloses Betrinken wird aber mehrmals als schlechtes Verhalten dargestellt.

Entscheidend für Christen ist hierbei jedoch das Auftreten Jesu in Matthäus, Kapitel 15, wonach nicht die Speisevorschriften, sondern die Liebe zum Menschen im Mittelpunkt seines Handelns stehen sollen: "Nicht das, was durch den Mund des Menschen hineinkommt, macht ihn unrein, sondern was aus dem Mund des Menschen herauskommt, das macht ihn unrein." (Mt 15,11).

Ich verstehe das vor dem Hintergrund, dass das Befolgen von religiösen Essensgeboten heutzutage leicht einzuhalten ist und sich der Gläubige bei der großen Außenwirkung einfach als besonders gottesfürchtig brüsten kann. Dem Leid in der Welt ist damit aber überhaupt nicht geholfen.

Zu den beiden Fragen: erstmal zum Alkohol: meine Vorredner haben bereits mehrere Beispiele gebracht für das Trinken von Wein bzw. alkoholischen Getränken.

Wenn es um das Essen von Schweinefleisch geht: hier sagt Jesus selber in Markus 7,19 etwas. Zunächst den Zusammenhang dieser Stelle: die Pharisäer (eine extreme jüdische Gruppe, die sehr fromm sein möchte) klagen Jesus an, weil seine Jünger sich nicht an ihre Gesetze halten und essen, ohne sich die Finger gewaschen haben. Jesus stellt zunächst klar, dass die Pflicht, sich vor dem Essen die Hände zu waschen, kein Reinheitsgebot Gottes ist, sondern ein Reinheitsgebot der Pharisäer, also ein rein menschliches (und kein göttliches) Gebot.

Nachdem er dieses Reinheitsgebot als rein menschlich entlarvt hat, spricht er über die echte Reinheit des Menschen. Zusammengefaßt sagt Jesus, dass nicht das, was man ißt, einen Menschen unrein machen kann ("Was in den Mund hineingeht"), sondern seine Taten, z.B. in dem, was er sagt ("Was aus dem Mund herausgeht"). Meines Erachtens sagt Jesus hier, dass wichtig ist, wie sich Christen in der Welt verhalten, nicht das, was sie essen. Im Vers Markus 7,19 steht dann (nach Luther '84): "Damit erklärte er alle Speisen für rein". Es gibt also keine Speisen mehr, die einen Menschen "unrein" machen.

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