Wie ist denn das genau mit dem Stammkapital einer GmbH ?

2 Antworten

Das Stammkapital ist das apital, was als solches im Handelsregister eingetragen ist. Es muss nur einmal körperlich als in Bar/Bankguthaben verfügbar sein, nämlich wenn der Geschäftsführer bestätigt, das es uneingeschränkt zu seiner Verfügung steht (diese Bestätigung ist Eintragungsvoraussetzung. Bei einer GmbH reicht es (soweit sie nicht als sogenannte 1-Mann-GmbH gegründet wird), wenn das Stammkapital nur zur Hälfte eingezahlt wird und im Vertrag/der Satzung bestimmt ist, wann der Restbetrag einzuzahlen ist.

Es gibt auch die Sonderform der Sachgründung, wo es in Sachwerten erbracht wird (kompliziert, weil bestimmte Vorausetzungen erfüllt sein müssen, z. B. Sachgründungsbericht).

Nach der Eintragung der Gesellschaft wird das Kapital ganz normal für das Geschäft verwendet, also um Rechnungen zu begleichen usw.

Wenn es durch Verluste verbraucht ist muss der Geschäftsführer (ungeachtet ggf. noch vorhandener Liquidität) Konkurs anmelden, wenn er nicht durch stille Reserven nachweisen kann, das die Gesellschaft nicht überschuldet ist.

Ich kann nur jedem Betreiber einer GMBH empfehlen, das Stammkapital zu separieren. Ist aber leider in der Praxis fast nicht machbar, denn meiner Meinung nach hat eine GMBH immer mit Liquiditätsproblemen irgendweiner Art zu kämpfen. Es gibt gut geführte GMBH´s die entsprechend Kaptial aufbauen, durch ihre Geschäftstätigkeiten.

Mahnung von Inkassobüro

Hallo,

folgendes Problem: vor zwei Jahren, ich war jung und einsam, ging ich auf ein Probe-Abo in einem Datingportal ein. Die Vertragsbedingungen kenne ich heute nicht mehr, da ich den Schriftverkehr entweder nicht aufgehoben, oder was noch wahrscheinlicher ist, es gar keinen Schriftverkehr gab. Bei dem besagten Portal handelt es sich letztlich eine Fake-Website mit massenhaft Falschanzeigen einschließlich Spam-Mails, weshalb ich sie auch bald nicht mehr nutzte und dabei das Abo aus den Augen verlor.

Das Abo wurde nach der Testphase weitergeführt und drei Monate lang Nutzungsgebühren von meinem Konto abgebucht. Als ich dies gerade noch rechtzeitig bemerkte, veranlasste ich für die letzten beiden Monate Rückbuchungen.

Im Abstand von jeweils 14 Tagen erhielt ich zwei bis drei Mahnungen einer Hamburger Kanzlei (Briefkastenfirma), den offenen Betrag zu begleichen. Daraufhin kündigte ich mein Abo, was mir mit einer knappen E-Mail bestätigt wurde, mein Account war zu diesem Zeitpunkt jedoch ohnehin schon gesperrt. Die Mahnungen ignorierte ich und erhielt erst ein Jahr später eine weiter von derselben Kanzlei.

Heute, wieder ein Jahr darauf erhielt ich eine Mahnung der Diagonal Inkasso GmbH mit der Drohung dass auf dem Portal hinterlegte Fotos und Chatprotokolle gerichtlich gegen mich verwendet werden könnten, ich möge zahlen, denn sonst erhöhe sich der Betrag noch weiter etc. Der Bausteintext entspricht ziemlich genau den vorangegangenen Mahnungen der Kanzlei, und wieder ohne Vollmacht.

Die Forderung setzte sich wie folgt zusammen:

Hauptforderung: 59,80 Euro Zinsen: 6,52 Euro Gläubigerkosten: 15,32 Euro - zu hoch(?) Inkassokosten: 32,00 Euro - viel zu hoch(?) Auslagenpauschale: 21,00 Euro - viel zu hoch(?), soviele Mahnungen gab es nicht verauslagte Kosten: 0,00 Euro abzgl. geleisteter Zahlungen: 0,00 Euro

Ich überlege ernsthaft die Hauptfoderung zzgl. Verzugszinsen zu begleich, wenn ich schon so dumm war, um in eine Abofalle zu gehen. Die wüde ich allerdings nur direkt an den Gläubiger überweisen, das Inkassobüro und seine Gebühren jedoch außenvor lassen. Ewige Ruhe erreiche ich damit wohl aber nicht, das Inkassobüro würde mich wohl alljährlich weiter nerven.

Welche Vorgehensweise würdet Ihr mir empfehlen?

P.S.: Ich weiß, dass ich der Verursacher dieses Ärgers bin, aber ich fühle mich gegenüber Massen-Inkassos, Vertragsanwälten und Betrüger-Website-Betreibern alles andere als moralisch verpflichtet und ich danke, dass ist die einzig gesunde Einstellung, die man zu solchen Unternehmen haben kann.

Herzliche Grüße M.M.

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