Wie ist denn das genau mit dem Stammkapital einer GmbH ?

2 Antworten

Das Stammkapital ist das apital, was als solches im Handelsregister eingetragen ist. Es muss nur einmal körperlich als in Bar/Bankguthaben verfügbar sein, nämlich wenn der Geschäftsführer bestätigt, das es uneingeschränkt zu seiner Verfügung steht (diese Bestätigung ist Eintragungsvoraussetzung. Bei einer GmbH reicht es (soweit sie nicht als sogenannte 1-Mann-GmbH gegründet wird), wenn das Stammkapital nur zur Hälfte eingezahlt wird und im Vertrag/der Satzung bestimmt ist, wann der Restbetrag einzuzahlen ist.

Es gibt auch die Sonderform der Sachgründung, wo es in Sachwerten erbracht wird (kompliziert, weil bestimmte Vorausetzungen erfüllt sein müssen, z. B. Sachgründungsbericht).

Nach der Eintragung der Gesellschaft wird das Kapital ganz normal für das Geschäft verwendet, also um Rechnungen zu begleichen usw.

Wenn es durch Verluste verbraucht ist muss der Geschäftsführer (ungeachtet ggf. noch vorhandener Liquidität) Konkurs anmelden, wenn er nicht durch stille Reserven nachweisen kann, das die Gesellschaft nicht überschuldet ist.

Ich kann nur jedem Betreiber einer GMBH empfehlen, das Stammkapital zu separieren. Ist aber leider in der Praxis fast nicht machbar, denn meiner Meinung nach hat eine GMBH immer mit Liquiditätsproblemen irgendweiner Art zu kämpfen. Es gibt gut geführte GMBH´s die entsprechend Kaptial aufbauen, durch ihre Geschäftstätigkeiten.

Wie wird eine GmbH bewertet, wenn man einen Anteil kaufen möchte?

Mir würde einfach so eine Faustformel reichen. Wenn man jetzt die Bilanz vorliegen hat, wie kann man da auf die Schnelle pi mal Daumen den ungefähren Kaufpreis berechnen?

Grüße an alle.

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Änderung des Stammkapitals/ GmbH?

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Einzelunternehmen neben GmbH?

Hallo,

kann ein Einzelunternehmen als geschäftsführender Gesellschafter einer Ein-Mann-GmbH problemlos auf konventionellem Wege per Gewerbe- und Finanzamt-Anmeldung gegründet werden?

Ich wüsste nicht, was dagegen spricht, aber vielleicht übersehe ich auch etwas.

Gründe für einen solchen Schritt wären die Vorzüge eines schlanken Einzelunternehmens beim Testen eines neuen Geschäftsbereichs.

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Istversteuerung bei freiwilliger Bilanzierung

Hallo,

laut einem Urteil des BFH vom 22.7.2010 (Aktenzeichen: V R 4/09) soll eine Istbesteuerung für Freiberufler nicht mehr möglich sein, wenn diese freiwillig bilanzieren. Eine Verfassungsbeschwerde dagegen (Aktenzeichen: 1 BvR 3063/10) wurde nicht zur Entscheidung angenommen.

Inwiefern betrifft dies jetzt aber nur Freiberufler oder auch normale Gewerbetreibende wie mich, die ansonsten die Bedingungen für die Istbesteuerung erfüllen? Spielt es nur eine Rolle, welche Gewinnermittlungsart man ggü dem FA meldet, oder welche man tatsächlich "intern" verwendet? (Das Ergebnis ist ja für das FA dasselbe).

Andererseits wäre die Bilanz ja falsch und unbrauchbar, wenn sie der Rechtsprechung nach garnicht existieren dürfte... Bin hier etwas ratlos.

Zu den Hintergründen:

  • Ich war bisher Kleinunternehmer mit EÜR, ab diesem Jahr bin ich USt-Pflichtig und wenn alles glatt läuft in 2-3 Jahren ggf. bilanzierungspflichtig. Zudem plane ich die Ausgründung eines Projektes als GmbH für einen evtl. späteren Verkauf. Daher und auch für eventuelle Investoren möchte ich gerne von Anfang an doppelte Buchführung betreiben.
  • Zunächst jedoch ohne StB und nur "intern", d.h. dem FA ggü. würde ich offiziell erstmal weiterhin eine normale EÜR vorlegen.
  • Besteuerung nach vereinnahmten Engelten ist beantragt und (vorläufig) genehmigt.
  • Einem Buchprüfer würde ich natürlich alle Unterlagen vorlegen, zur Vereinfachung. (Ich habe relativ komplexe Umsätze, hauptsächlich aus dem Ausland).
  • Investoren wären natürlich an der Bilanz interessiert, da ja hier durchaus Ertragsneutrale Werte enthalten sind, die in der EÜR nicht auftauchen.
  • Mir gilt es unter anderem zu vermeiden, plötzlich ggf. nachtraglich zur Sollbesteuerung wechseln zu müssen, weil die Liquidität im moment (noch) stark eingeschränkt ist.

lg, mcjoey

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