Unthalt für 19jährigen Sohn, 2XAusbildung abgebrochen, jetzt eigene Wohnung

2 Antworten

Ein häufiger Streitpunkt ist der Abbruch einer Berufsausbildung und daraus resultierende Arbeitslosigkeit.

Das OLG Nürnberg hat hierzu festgestellt, dass grundsätzlich der Unterhaltsanspruch als verwirkt anzusehen ist, wenn ein volljähriges Kind die Ausbildung abbricht, sich aber keine neue Arbeitsstelle sucht und nun arbeitslos ist.

Das Risiko der Arbeitslosigkeit bei Abbruch einer Ausbildung haben also nicht die Eltern zu tragen. Unterhalt wird in einem solchen Fall nur für eine angemessene Übergangszeit geschuldet. Dabei stellt die Frage nach der Angemessenheit stets eine Einzelfallentscheidung dar, die die genauen Umstände und Gründe des Abbruchs berücksichtigen muss.

http://www.anwalt.de/rechtstipps/unterhaltsanspruch-volljaehriger-kinder-wann-ist-schluss-mit-lustig_016856.html

Hat der Sohn nicht seinen Unterhalt verwirkt ?

Verwirkung ist immer eine Einzelfallentscheidung. Die dazu ergangenen Urteile in Unterhaltssachen füllen eine Bibliothek. Vieles spricht hier für eine Verwirkung. Aber mal offen gefragt: Wenn der Sohn schon anwaltlich vertreten ist, glaubst Du ernsthaft, den würde noch interessieren was Ihr dazu meint? Die Sache wird gerichtlich ausgetragen werden. Da würde ich mir an der Stelle Deines Mannes umgehend einen im Familienrecht versierten Anwalt suchen und den das Schreiben übernehmen lassen.

Wenn nicht, wie wird dann der Unterhaltsanspruch errechnet ?

Die Düsseldorfer Tabelle gibt auch für solche Fälle Richtwerte vor:

http://www.finanztip.de/duesseldorfer-tabelle/

Schwiegermutterunterhalt? Zahlen auch die Stiefkinder?

Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder mit in die Ehe gebracht. Mein ältester Sohn ist in einer Ausbildung und hat eine eigene Wohnung.

Mit zweiter Sohn fängt gerade eine Ausbildung, verdient auch schon und lebt noch bei uns.

Da ich vom Amt in die Berechnung von dem Pflegeunterhalt der Schwiegermutter miteinbezogen wurde ist nun meine Frage ob die Stiefkinder das gleiche Schicksal droht.

Das Amt hat mich nun wegen der Kinder angeschrieben und somit soll ich angeben was die Beiden verdienen.

Ist das Rechtens?

Ich möchte auf keinen Fall das die Beiden über Umwege den Unterhalt mitfinanzieren müssen. Die sind dabei sich eine eigene Existenz aufzubauen und müssen auch bei uns nichts abgeben.

In soweit unterstütze ich die Beiden beim Kochen, Wäsche waschen und bis vor kurzem noch ein Taschengeld.

Wie kann ich das verhindern das die Beiden in das Raster des Amtes fallen.

Vielen Dank.

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