Suchmaschinen-Auswerter, Gewerbe anmelden?

4 Antworten

  1. Gewerbeanmeldung = ja
  2. keine Einkommensteuer = ja
  3. Kleinunternehmerregelung = nein

Die Kleinunternehmerregelung hat bei Auslandsumsätzen sowieso keine Auswirkung. Wenn Du die Regelbesteuerung wählst, zahlst Du auch keine Umsatzsteuer, weil der Auftraggeber in den USA sitzt, aber Du hast aus den Kosten den vollen Vorsteuerabzug.

Das wird interessant, wenn Du z. B. ein neues Notebook kaufst. Die Umsatzsteuer aus der Rechnung kommt vom Finanzamt zurück.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Also in der steuerlichen Erfassung keine Kleinunternehmerregulung wählen?

Was bedeutet das denn genau mit der Umsatzsteuer? Ich kann die Umsatzsteuer bei einem Notebook, das ich für die Tätigkeit benötige, zurückbekommen?

Und Scheinselbständigkeit? Ich arbeite so gesehen ja nur für eine Firma, die mir die Aufträge stellt und mich bezahlt. Ich habe aber die Freiheit, Aufträge abzulehnen. Ich wäre dann ja eigentlich SV-pflchtig, da die Firma ja aber keinen Sitz in Deutschland hat und sich nicht um die Steuern/Abgaben kümmert, müsste ich mich doch, so gesehen, darum kümmern, oder?

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Ist das eine Anzeige, in welcher so oder sinngemäss steht:

All candidates are required to take and pass a qualification exam before becoming a Search Engine Evaluator. There are three parts to the exam: a theoretical component and two practical components. Supplied study materials can be used during the exam.

Dann kannst Du damit rechnen, für das "qualification exam" erst einmal Gebühren für "Supplied study materials" zu zahlen.

Denn das ist das eigentliche Geschäftsmodell.

Ne, bei dem Test wurden die öffentlichen Google Quality-Rater Guidelines verwendet, auf die jeder zugreifen kann

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Der WfWBinder hat dir alles schon beantwortet. Aber noch ein Nachtrag dazu: Ja, du musst einen Gewerbeschein haben aber die Kleinunternehmerregelung "befreit" dich von NICHTS. Du bist weiterhin verpflichtet jährlich deine Gew.St.erklärung und ESt-Erklärung zu machen. Aber du musst eben nicht Umsatzsteuern abführen und eine monatliche USt-Voranmeldung einreichen. Aber da der Auftraggeber in den USA sitzt fiele auch das weg.Nachteil ist, du kannst keine Vorsteuer von deinen Umsätzen, die du in Deutschland von deutschen Auftraggebern erhälst abziehen. D.h. Wenn du Einkäufe für dein Unternehmen machst, bekommst du als Kleinunternehmer die MwSt nicht erstattet vom Finanzamt. Ausserdem gibt es da noch die Sozi-Abgaben und schau doch mal nach in dem Einkommenssteuergesetzbuch - Verzeichnis der Katalogberufe) ob nicht Software-Tester auch als Freier Beruf durchginge. Dann entfiele für dich die Gewerbesteuerpflicht komplett und auch ein Gewerbeschein weil du dann FERIBERUFLER wärst. Lediglich Einkommenssteuererklärung bliebe dir als Pflicht übrig. ABER : Nachteil : Bei über 450,00 € freiberuflichem Durchschnittseinkommen bestünde evtl. Renten-bzw. Sozialversicherungspflicht. Das greift aber nur nach bestimmten Kriterien wie bspw. Lehrer oder Software-Trainer usw usw. Mach dich mal zum Profi bevor du Rechnungen in die USA schickst. Hierzu empfehel ich dir die Seite der Kanppaschaft.de Da steht das drin. Im Detail. Ich empfehle dir ferner einmal zur Handelskammer zu gehen. Die haben sehr anschauliche und informative Broschüren zu deinen Fragen. Viel Erfolg.

Erst mal vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Ich hatte auch erst gehofft, ob eine Einstufung als Freiberufler möglich wäre, doch passt meine Tätigkeit (leider) nicht in die Katalog-, bzw. Katalogähnlichen-Berufe. Daher muss ich ein Gewerbe anmelden.

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Aufnahme einer gewerblichen Tätigkeit Nachfrage Einkünfte

Hallo,

Ich bin in folgender Situation: Während meines Studiums habe ich im Jahr 2011 und 2012 auf Rechnung einige Auftragsarbeiten im Programmierbereich absolviert, dabei sind im Jahr 2011 insgesamt 7.500€ und im Jahr 2012 6.400€ zusammengekommen. Ich habe hier Rechnungen gestellt mit dem Zusatz, dass ich als Kleinunternehmer keine MwSt in Rechnung stelle. Da der Freibetrag ja 17.500€ beträgt habe ich 2011 keine Steuererklärung abgegeben und im Jahr 2012 erst damit angefangen, hier habe ich allerdings diesen Betrag nicht mit angegeben, sondern lediglich mein Arbeitseinkommen, welches ich ab Okt. 2012 hatte - der Betrag lag ja weit unter dem Freibetrag, daher habe ich schlichtweg nicht darüber nachgedacht, sie mit anzugeben. Ich hab kein Gewerbe o.Ä. angemeldet und quasi als Privatperson die Rechnungen gestellt.

Nun erhielt ich kürzlich ein Schreiben mit der Bitte, den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung bei Aufnahme einer gewerblichen, selbstständigen (freiberuflichen) [...] Tätigkeit/Beteiligung an einer Personengesellschaft/-gemeinschaft auszufüllen. Nun bin ich nicht ganz sicher, was dies bedeutet? Muss ich hier nachträglich ein Gewerbe anmelden? Wenn ja, sollte ich dort meine damalige Adresse oder meine aktuelle Adresse angeben? Ich bin seitdem nicht mehr derart tätig sondern ganz "normal" fest angestellt. Im zweiten Schreiben wurde dann auch um die Ausfertigung einer Steuererklärung für 2011 gebeten. An sich kein Problem, aber wie gebe ich dann die Daten an, die in 2012 noch fehlen? Oder gibt es eine Möglichkeit dies irgendwie anders zu lösen?

Vielen Dank im voraus und schönen Gruß,

Mark

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