Paket aus Flur gestohlen?

2 Antworten

Ich habe heute ein Paket geliefert bekommen, war selbst aber nicht zu Hause.

wie ..... wer hat Dir ! etwas geliefert

Und natürlich ist es jetzt verschwunden.

Bei einem Nachbarn abgeben beinhaltet keine Erlaubnis ein Paket, für jeden zugänglich, einfach in einem Hausflur abzulegen.

Und da DHL nun keinerlei Bestätigung über eine Entgegennahme hat .... haftest zumindest Du in keinem Fall.

Das Problem ist nur, dass es so unfassbar schwer zu beweisen ist, dass das Paket wirklich gestohlen wurde!

Bei 850,00 € Warenwert lohnt eine dolle Lüge auf Seiten des Empfängers sehr, dass weiss sowohl DHL als auch der Händler. Kann halt jeder behaupten, dass das Paket geklaut wurde ....

Einen solch hohen Warenwert muss man eigentlich versichert versenden. Wenn die Fragstellerin das nicht gemacht hat, wird sie wahrscheinlich auf dem Schaden sitzen bleiben. Könnte auf jeden Fall in einem Klageverfahren enden.

Warum hat sie das nicht per Nachnahme oder an eine Paketstation schicken lassen ?? Hallo ??!! 850,00 € wäre mir das auf jeden Fall wert. Ist halt dumm gelaufen.

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@Maerz2019

Das Paket sollte ursprünglich morgen zugestellt werden, heute Vormittag hat sich dann der Status auf "in Zustellung " verändert. Es wurde 12:15 abgestellt und ich war ab 14:30 zu Hause....Ausserdem bin davon ausgegangen, "an einen Nachbarn " bedeutet auch an eine Person die vor einem steht. Bis jetzt gab es diesbezüglich auch nie Probleme im Haus.

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Besonders spannend finde ich ja die derzeitige Regelung bei DHL, dass die Paketboten aufgrund der Infektionsgefahr selbst die Zustellung quittieren.

Bei Hermes unterschreibt der Empfänger auf dem Paket, und der Bote fotografiert das.

Das ist zumindest für Hermes dann besser. Ich weiss nicht, ob auf die DHL dann umfassende Schadensersatzforderungen zu kommen werden.

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@Andri123

Und nein, das ist kein Witz.

Ich habe selbst letzte oder vorletzte Woche ein Paket von DHL nicht quittieren müssen. (vielleicht ist das jetzt auch schon wieder anders).

Ohne diese Regelung hätte ich allerdings auch nichts bestellt, denn einen Stift, der den ganzen Tag lang durch diverse Hände geht, hätte ich nicht anfassen mögen.

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@Andri123

Immerhin hast du dein Paket bekommen. Ich hätte im Laufe der Woche sowohl von DHL als auch von Hermes Sendungen bekommen sollen. Angeblich nicht zustellbar, "Empfänger nicht angetroffen". Dass um 8 Uhr (DHL) niemand an der Firmenadresse das Paket entgegennehmen konnte, ist schon unplausibel. Hermes hat dafür als Zustellzeitpunkt 21 Uhr (!) in der Sendungsverfolgung stehen. Eine tolle Uhrzeit, um Pakete an eine erkennbare Firmenanschrift (!) zuzustellen.

Plausibel oder nicht spiel aber gar keine Rolle: Weder der DHL Zusteller, noch der Hermes Bote waren nämlich zu den angegeben Uhrzeiten auf dem Firmengelände - das bestätigen unsere Videoaufzeichnungen. "Empfänger nicht angetroffen" - sehr witzig, wenn der Paketbote gar nicht da war...

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DHL ist ja nicht Dein Vertragspartner. Meiner Meinung nach ist der Versender Dein Ansprechpartner.

Korrekt! :-)

Der Gefahrenübergang beim Versendungskauf ist im §447 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) geregelt. Der Paragraph bezieht sich jedoch beim Gefahrenübergang auf den Handel zwischen Unternehmen. Wenn ein Endkunde beliefert wird, wie es im Online-Handel der Normalfall ist, greift § 474 BGB. Gleich dessen zweiter Absatz stellt klar, dass bei dem Kauf einer beweglichen Sache durch einen Verbraucher kein Gefahrenübergang beim Versendungsverkauf stattfindet. Einfach ausgedrückt: das Transportrisiko und die Haftung für Transportschäden liegt beim Verbrauchsgüterverkauf an den Endkunden immer auf Seiten des Händlers. Dieser kann aber natürlich das mit dem Transport beauftragte Unternehmen unter Umständen in Haftung nehmen.

@ Fragstellerin - bitte weiter lesen bei https://www.activatec.de/blog/versand-gesetze-haftung/schaeden-beim-paketversand-wer-haftet/

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