Muss ich den Gerichtsvollzieher ins Haus lassen?

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Er kündigt sich nicht unbedingt direkt an. Du wirst vorgewarnt durch ein Gerichtsurteil oder einem Vollstreckungsbescheid. Wenn der Gerichtsvollzieher dann ohne Termin vor der Tür steht, muss man ihn nicht unbedigt rein lassen, aber man sollte, außer er hat einen Durchsuchungsbefehl. Falls man verhindert ist, kann man aber auch Termine mit denen ausmachen.

Nein, er kündigt sich nciht an. ihn bis in den Flur zu lassen ist eine frage der Höflichkeit. Dann kann er seinen Spruch aufsagen.

Nach pfändbaren Sachen braucht man ihn nciht suchen zu lassen. Dazu muss er sich dann einen Durchsuchungsbefehl ausstellen lassen.

Wenn er den hat muss man ihn reinlassen. Sonst darf er das mittels Polizei erzwingen.

Nein, aber er wird wieder kommnen. Denn nachdem er den Gläubiger bzw. seinen Rechtsanwalt davon unterrichtet hat, wird er einen entsprechen Antrag auf Hausdurchsuchung und -betretung beim zuständigen Richter beantragen und dieser plichtgemäß den Hausdurchsuchungsbeschluss erlassen. Auftragsgemäß kommt dann wieder der Gerichtsvollzieher und verschafft sich dann notfalls auch zwangsweise Zutritt.

Pfändung eines KFz

Hallo,

meine Lebensgefährtin bekommt am Montag Besuch von einem Gerichtsvollzieher wegen angeblicher offener Zahlungsrückstände bei der Minijob Zentrale ( Knappschaft ) aus ihrer Selbständigkeit aus dem Jahre 2005.

Wir wohnen zusammen in meiner Wohnung und beziehen beide ALG II, das auf mein Konto fließt ( sie hat keine Kontovollmacht ). Nun hat meine Lebensgefährtin im November 2011 einen gebrauchten Fiat Stilo, Bj. 2004 gekauft. Hierfür - und für andere Anschaffungen hat sie einen Kredit aufgenommen. Sie ist alleinige Kreditnehmerin, sie steht im KFz-Brief und das Auto ist auf ihren Namen zugelassen, da ich mich zur Zeit in der Privatinsolvenz befinde...

Allerdings zahlen wir den Kredit gemeinsam ab ( von meinem Konto ) und die KFZ-Versicherung läuft ebenfalls auf meinen Namen. Ich bin also - inoffiziell - Mitbesitzer des PKw. Da nun wie gesagt am Montag ein Gerichtsvollzieher ins Haus kommt, habe ich natürlich Angst, dass das Auto gepfändet wird - Forderungen liegen bei 3800 Euro, das Auto hat 4500 Euro gekostet. Nun meine Frage: Kann der Gerichtsvollzieher das Auto pfänden? Wie sieht das aus, wenn mir das Auto sicherungsübertragen wird ( worden ist), solange der Kredit von meinem Konto abgezahlt wird? Schließlich entspricht das den Tatsachen. Wie läuft das, wenn ich Mitbesitzer des Fahrzeuges bin? Müssen wir da schriftlich etwas vereinbaren oder reicht ein mündlicher Vertrag? Der KFz-Brief liegt bei meinen Unterlagen...

Über eine schnelle und kompetente Antwort würde ich mich sehr freuen, das zerrt alles an den Nerven...

Gruß,

derwaltroper

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Aus für Mietnomaden?

Manchmal fragt man sich, wie lange es dauern muss, bis endlich was passiert. Nun ist etwas passiert und das Thema "Mietnomaden" könnte bald ein für allemal der Vergangenheit angehören. Hier kurz das, was sich ab 1.5.2013 ändert (reinkopiert von der "Welt":

"... Den sogenannten Mietnomaden geht es ebenfalls an den Kragen. Denn jetzt können Vermieter auf die "Berliner Räumung" setzen, die säumige Mieter schneller und effektiver vor die Tür setzt.

Mit einer vor Gericht erstrittenen Räumung können Gerichtsvollzieher das Urteil vollstrecken, ohne dass der Vermieter den Abtransport und die Lagerung der Wohngegenstände organisieren sowie die Kosten vorstrecken muss. Der Gerichtsvollzieher kommt dann lediglich, um den Mieter vor die Tür zu setzen.

Außerdem sind Mieter in Zukunft verpflichtet, während eines Mietprozesses eine Sicherheit für die ausstehende Miete zu leisten (etwa Bargeld oder Bürgschaft). Vermieter sollen so vor noch höheren Mietausfällen geschützt werden. Verstößt ein Mieter gegen diese Auflage, können Vermieter per einstweiligen Rechtsschutz das Räumungsurteil schneller erwirken.

Soll ein Räumungsurteil vollstreckt werden und öffnet ein Fremder, etwa ein "unbekannter" Untermieter dem Gerichtsvollzieher die Tür, konnte bisher nicht geräumt werden. Der Grund: Räumungsurteile richten sich grundsätzlich gegen die Person, die aufgeführt ist. Diesem Verzögerungstrick wurde nun ein Riegel vorgeschoben.

In Zukunft sollen Vermieter oder Gerichtsvollzieher in solchen Fällen einen ergänzenden Räumungstitel gegen den unberechtigten Untermieter bekommen. "Der Gesetzgeber hat Vermietern endlich einen Schutz vor Betrug gewährt", so Stüven, "denn Schäden bis zu 20.000 Euro waren in der Vergangenheit keine Seltenheit."

Das neue Gesetz schützt Vermieter künftig auch bei ausbleibenden Kautionszahlungen. Wer ab dem 1. Mai eine Kautionszahlung in Raten vereinbart und mit zwei Ratenzahlungen in Verzug gerät, muss mit der fristlosen Kündigung des Mietverhältnisses rechnen."

Sieht in meinen Augen ziemlich gut aus. Macht Mietnomadentum noch Spaß, wenn man schon nach dem zweiten Monat - weil die Kaution nicht kommt - gekündigt und dann auch gleich geräumt wird? Ich denke, dem "Geschäftsmodell" wird dadurch das Wasser abgegraben. Bestimmt weichen manche Mietnomaden auf "ich-zahle-dir-sechs-Monatsmieten-bar-in-schwarz-und-wenn-du-mich-kündigst-hänge-ich-dich-hin" oder ähnliches aus, manche werden auch dumme finden, die das Gesetz nicht kennen aber die wenigsten werden weitermachen, wenn sie ein oder zwei mal nach weniger als drei Monaten schon wieder auf der Straße stehen.

Wie denkt ihr darüber?

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