MoneyMaxx - BFI Equity Fund - Fragen über Fragen kurz vor Vertragsende

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Ich nehme an, daß es sich um diesen Fonds handelt: LU0226794815. Das ist im Prinzip ein globaler Aktienfonds, der den MSCI World abbildet, ihn jedoch nicht ganz erreicht. Da der Fonds lt. vwd erst am 23.09.2005 aufgelegt wurde, wundert mich, daß Du ihn seit 2000 besparst.

Wenn keine Beitragsrückgarantie oder Mindestablaufsumme vereinbart wurde, dann kannst Du gegen die schlechte Performance eines Fonds keine Rechtsmittel einlegen, denn ein globaler Aktienfonds verhält sich nun mal so. Es gibt sogar schlechtere Fonds, die sich von den Tiefs in 2008 und 2011 nicht wieder erholt haben und immer noch 20-30% im Minus liegen.

Der genannte Betrag ist dann wohl der Ansparbetrag abzüglich Provisionen, Gebühren und Ausgabeaufschlägen (5%?). Rechnest Du also mal 5% für Ausgabeaufschläge ab, dann sind von den ca. 3680 EUR nur ca. 3.496 EUR angelegt worden. Davon gehen Abschlußkosten und Depotgebühren ab, d.h. die Differenz von grob 200 EUR zum Dir genannten Betrag von 3.288,71 EUR kann ich nachvollziehen. Das klingt plausibel.

Ich frage jetzt nicht, warum Du diese Art von Vertrag abgeschlossen hast, wo es doch auch genügend andere Anbieter mit deutlich geringeren Kosten und auch damals mit reduzierten Ausgabeaufschlägen und kostengünstigen Konten/Depots gab (z.B. der Vorläufer der Diba oder die DAB Bank).

Letztendlich sehe ich jedoch keine Grundlage für rechtliche Schritte, da sich ein reiner Aktienfonds nun mal am Markt orientiert. Wenn Du also Glück hast, laufen die Aktienmärkte in 2012 wieder gut und Du kommst bis Ende des Jahres oder irgendwann in 2013 zumindest auf Deine Einzahlungsbeträge plus 2% Zinsen p.a. unter dem Strich, so daß das Kapial nach Inflation erhalten wurde.

Du hast damals eines der eher transparenten Produkte abgeschlossen und seit 2000 jedes Jahr einen Kontoauszug bekommen, in dem dir detailliert dargelegt wurde, was von dienem Beitrag in Risikovorsorge, Managementkostne, Abschlussgebühren und was in den Fonds geht.

Wenn die Zahlen stimmen, bist du ja gerade mal das, was die Risikovorsorge gekostet hat im minus.

Dass nach 12 Jahren weniger rauskommt als du eingezahlt hast, liegt zum einen an diesen Kosten. Zum anderen aber auch an der Wertentwicklung der Börsen und des Fonds.

Aus meiner Sicht ist in genau dem Fall kein Grund da, wogegen man vorgehen kann. Du hättest ja auch nicht den Erlös mit der Gesellschaft geteilt, wenn 20 % Rendite im Jahre herausgekommen wären, oder?

Es ist auch derzeit noch vollkommen offen, was am Ende rauskommt. Noch ein paar Wochen wie die letzten und du hast eine ordentliche Rendite. Ein Crash wie im August letzten Jahres und es sind 2.500 €.

Mir fehlt also ein Ansatzpunkt, den du brächtest um mehr zu fordern. Mir fehlt allerdings als Experte auch der Grund, aus dem du dich ärgern solltest. Es war eine Anlage mit Chancen und Risiken, die du vielleicht auch abgeschlossen hättest, wenn du sie verstanden hättest. Auch wenn es schon damals wesentlich bessere Anlagen gab.

Anlagestrategie DWS Riesterrente Premium: Vertrag mit hohem Beitrag vs. regelmäßige Einmalzahlungen

Es wurde ja bereits darüber diskutiert, dass man die Nachteile der Zillmerung in der DWS Riesterrente Premium umgehen kann, indem man zunächst einen Vertrag mit sehr niedrigem Monatsbeitrag abschliesst und dann die eigentlichen Beiträge als Einmalzahlungen tätigt. Meine Frage ist nun, ob sich dadurch die Anlagestrategie der DWS für mein Kapital ändert. Zur Verdeutlichung: Nehmen wir an, ich schließe einen Vertrag mit monatlichem Beitrag von 500 EUR und Laufzeit 30 Jahre ab. Wenn ich nun meine ersten 500 EUR zahle, "weiss" die DWS dass noch 179950 EUR an Beiträgen kommen werden, also genügend Kapital, um einen etwaigen Verlust der ersten 500 EUR wieder zu kompensieren. Dementsprechend kann die DWS die 500 EUR wohl "guten Gewissens" chancenorientiert anlegen, ohne Gefahr zu laufen, nach 30 Jahren die eingezahlten Beiträge nicht garantieren zu können. Schließe ich jedoch einen Vertrag mit sehr (!) niedrigem Monatsbeitrag ab und tätige dann zu Beginn eine Einmalzahlung von 500 EUR, so muss die DWS davon ausgehen keine ausreichenden Einzahungen mehr zu erhalten, um einen etwaigen Verlust dieser 500 EUR wieder zu erwirtschaften. Dem zu Folge müsste sie die 500 EUR eigentlich sicher (und damit renditeschwach) anlegen, um nicht in Schwierigkeiten bei der Beitragsgarantie zu kommen. Liege ich mit diesen Überlegungen richtig? Bin für Meinungen und Gedanken sehr dankbar!

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