Landwirtschaftlicher Betrieb Teilentnahme

2 Antworten

Entschuldige, aber der Sachverhalt ist mir unklar.

Ich habe vor ca. 15 Jahren von meinen Eltern ein Grundstück mit Landwirtschaft übernommen und auf dem Grund ein neues Haus gebaut

Wohl eher eine Landwirtschaft einschließlich Grundstück.

Die Wiesen und Äcke r(verpachtet) habe ich nicht mit übernommen, sondern nur das alt Wohngebäude und Stall mit Scheune.

Demnach einen Teilbetrieb.

Was ist, wenn meine Eltern sterben und die Wiesen und Äcker meine Geschwister erhalten und den Betrieb aufgeben bzw. verkaufen?

Was hat der REstbetrieb Deiner Eltern, mit Deinem (Teil-)betrieb zu tun?

übernommen

Wurde es Dir geschenkt? Wie wurde es steuerrlivh behandelt? Hast Du zu Deiner Einkommensteuererklärung eine Anlage L ausgefüllt? Wie wird das alte Wohngebäude genutzt?

Es ist aus Deinm Sachverhalt wirklich schwer abzuleiten, was da pssiert ist, aber ich tippe, dass Dir (auf welchem Weg auch immer (Schenkung, Schenkung unter Auflagen, Kauf, gemischte Schenkung), ein Grundstück mit einem bestehenden Gebäude übertragen wurde.

Auf einem freien Teil des Grundstücks habt ihr dann ein Haus errichtet.

Dafür, dass Ihr eine funktionierende Landwirtschaft übernommen habt, kann ich kein Indiz finden.

Entweder haben Deine Eltern den Betrieb bereits zu dem Zeitpunkt aufgegeben und haben aus dem Verpachten danach Einkünfte aus V+V erzielt, oder das Hausgrundstück wurde entnommen und der Betrieb existierte weiter (aber ohne Dein Grundstück). Dann würde im Erbfall dieser Betrieb vererbt.

Du bist davon aus meiner Sicht nicht betroffen.

Aus der Formulierung:

Was ist, wenn meine Eltern sterben und die Wiesen und Äcker meine Geschwister erhalten und den Betrieb aufgeben bzw. verkaufen?

Entnehme ich, dass Du an dem Erbe nicht mehr beteiligt sein wirst. Das sind dann also alles Probleme Deiner Geschwister.

Aber ganz schlüssig ist der Sachverhalt wie schon gesagt nciht, denn es fehlt ein eindeutiger Hinweis, ob Du eine Landwirtschaft, oder nur ein Grundstück mit zwei Häusern hast.

Hallo, vielen Dank für die Auskunft. Details: Ich habe die Landwirtschaft nicht übernommen, die läuft aber auf den Namen meiner Mutter (Vater ist mittlerweile verstorben) still weiter. Ich habe nur das Grundstück übernommen, und diverse Rechte gewährt(Teil des Gründstücks für Hühner, Brennholz, Pflege...) Es grüßt Sailor

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@sailor333

Dann vermute ich mal "Schenkung unter Auflagen" für Grundstück und Haupthaus. Wie Wohnrecht/Nießbrauch für die Eltern usw.

Ich gehe davon aus bei dem Sachverhalt keine steuerlichen Folgen.

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Ich kann mich wfwbinders Nchfragen nur anschließen, interpretiere jedoch einiges etwas anders. Was aber auch falsch sein kann.

Deine Eltern haben dir offenbar ein Grundstück geschenkt/verkauft. Wir nehmen an, dass sie auf diesem Grund vorher ebenfalls keine Landwirtschaft betrieben haben, sondern Einkünfte aus Vermietung erzielt haben ("Wiesen und Äcke r(verpachtet").

Wir müssen auch davon ausgehen, dass deine Eltern die Aufgabe der Vermietung und du die Schenkung (bzw. ihr alle den Kauf) steuerlich zutreffend behandelt habt.

Den Teil mit der Landwirtschaft können wir also wohl vergessen - aber ganz klar ist das leider nicht.

wenn meine Eltern sterben... und den Betrieb aufgeben bzw. verkaufen?

Meiner Theorie nach gibt es gar keinen Betrieb, sondern nur eine Vermietung ("Wiesen und Äcke r(verpachtet").

Die Abwicklung etwaiger Pachtverträge obliegt doch dann den Erben.

Muss ich fürr die Gebäude Steuern nachzahlen (nach 15 Jahren)?

Das kommt drauf an, was für Steuern du meinst.

Im Fall des Kaufs:
Grunderwerbsteuer kann keine angefallen sein, da du in gerader Linie mit deinen Eltern verwandt bist.

Im Fall der Schenkung:
Schenkungsteuer könnte entstanden sein, das kommt auf den Wert der Schenkung und der etwaigen Vorschenkungen an. Wenn du eine 1999er Ausgabe des ErbStG findest, kannst du dort in § 16 die damals gültigen Freibeträge finden. Den auf dich zutreffenden Freibetrag musst du verdoppeln, da "meine Eltern" wohl bedeutet, dass das Grundstück vor der Schenkung zu gleochen beiden Vater und Mutter gehörte und es sich also um zwei Schenkungen handelt.

Außerdem ist zu beachten, dass bei Schenkungen in den 10 Jahren danach in weitere Schenkungen einbezogen werden, wenn es um die Steuer geht.

Grundsteuer auf jeden Fall. Grundsteuer zahlt immer derjenige, der am 1. Januar im Grundbuch eingetragen war.

Weitere Steuern falllen mir in diesem Zusammenhang nicht ein.

Ach was Zusammenhang. Mit

wenn meine Eltern sterben und die Wiesen und Äcker meine Geschwister erhalten und den Betrieb aufgeben bzw. verkaufen

hängen diese Steuern nicht zusammen. Aber das tun andere Steuern auch nicht.

Hallo, nochmal vielen Dank für die Antworten. Die Landwirtschaft ist nicht aufgelöst, sondern läuft "still" auf den Namen meiner Mutter weiter. Die dazugehörenden Felder und Wiesen sind von meiner Mutter verpachtet. Ich habe vor 15 Jahren das Grundstück übernommen, auf dem sich das alte Wohngebäude, sowie der Stadel mit Stall befindet und habe auf diesen Grundstück ein neues Haus gebaut. Meine Frage bezieht sich hauptsächlich darauf, wenn im Todesfall meiner Mutter der Betrieb aufgelöst wird und die Wiesen und Äcker an meine Geschwister übergehen. Muss ich dann für den Stadel mit Stall Einkommenssteuer angeben?

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@sailor333

Hier scheitere ich schon an "Stadel". Ich weiß nicht, was das ist. Den Namen "Stadler" kenne ich, der hängt sicherlich damit zusammen. Aber Stadel hab ich noch nie gehört.

Den Zusammenhang zwischen

Die Landwirtschaft ist nicht aufgelöst, sondern läuft "still" auf den Namen meiner Mutter weiter.

und

Die dazugehörenden Felder und Wiesen sind von meiner Mutter verpachtet.

verstehe ich nicht. Handelt es sich hier um die Ausübung des Verpächterwahlrechtes?

http://www.steuertipps.de/lexikon/v/verpaechterwahlrecht

Aber dann hätten wir weiterhin kein LuF. Und es wäre zu klären, wie deine Mutter in diese Rechtsstellung gekommen ist.

Sorry, aber die Klärung einer Frage wirft hier offenbar drei neue auf.

Muss ich dann für den Stadel mit Stall Einkommenssteuer angeben?

Abgesehen davon, dass ich das mit "Stadel" nicht verstehe, weiß ich immer noch nicht, welches Einkommen du damit erzielst, dass es reif für eine Einkommensteuer reicht.

Einkommensteuer - ohne Genitiv-s, denn es ist nicht die Steuer des Einkommens, sondern die Steuer auf das Einkommen. Es heißt ja auch nicht Autosbahn, Flaschenspfand oder Regensschirm.

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Bebauung eines Wohnhauses auf dem Grundstück meiner Eltern

Servus,

meine Eltern haben eine stillgelegte Landwirtschaft, dort sind auf dem Grundstück wo das Wohnhaus und ehemaliger Stall steht noch Bauplätze (nicht erschlossen) zur Verfügung. Ich hatte schon einen Termin im Rathaus mit dem Oberbaumeister, von im aus dürfen wir hier ein Wohnhaus bauen.
Jetzt hat mein Bruder vor ca. 3 Jahren gebaut, auch auf dem Grundstück von meinen Eltern. Er hatte einen Bauplatz rausmessen lassen, auf sich umschreiben lassen. Also quasi in sein Privatvermögen. Ich fand es sehr heftig, das man für ein Grundstück das in unserem Besitz ist und wir es später eh mal vererbt bekommen 12000 Euro Steuern zahlen mussten. Weil schenken darf man ja heute nicht mehr.

Jetzt ist die Frage kann man da irgendwie drum rum kommen? Mit zb. Nutzungsrecht oder sonst irgendwas, weil früher oder später wird es an uns ja eh vererbt.

Unsere Steuerberaterin sagte, das wenn das Grundstück nicht im Privatvermögen ist sondern auf der Landwirtschaft, müssen meine Eltern Miete nehmen und somit haben sie Mieteinnahmen auf der Lohnsteuerkarte.

Mein Bruder meinte das Grundstück wo das Haus drauf kommt auf Privat umschreiben lassen, aber nicht auf mich sonder trotzdem noch auf meine Eltern. Wir haben aber auch keine Ahnung was für kosten da auf uns zukommen.

Hatte jetzt auch schon ein paar Informationsstellen angefragt, aber jeder sagt was anderes. Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen.

Danke im vorraus schon mal für eure Unterstützung.

Gruß julian

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