Kündigung bei Hausverbot

3 Antworten

Hat der Fuhrunternehmer nur den einen Fahrer? Wenn ja ist es schwierig, wenn nein muss er ihm eine andere Tour geben.

Das Hausverbot als Grund für eine fristlose Kündigung zu nehmen halte ich für abenteuerlich. Das ist klar das der AN klagt und mit Schadenersatz droht. Das hätte sich der AG aber auch früher überlegen können.

Ausserdem könnte er ja auch mit dem Kunden noch mal reden um das Hausverbot eventuell wegzubekommen.

Er sollte in der Tat nochmals seine Entscheidung überdenken. Das Hausverbot an sich ist freilich kein Kündigungsgrund. Aber was steckt dahinter? - Der Arbeitgeber sollte auf jeden Fall nochmals mit dem Arbeitnehmer ins Gespräch kommen, notfalls in wieder anstellen und ihn dadurch den Grund für seine Klage nehmen. Damit rechnen nämlich oft die Arbeitnehmer nicht, weil sie tatsächlich nur noch die Abfindung und den Schadensersatz im Kopf haben. Ansonsten sollte er nochmals kündigen, wenn ihm schlimmere Sache zu Ohren kommen, die tatsächlich das Hausverbot rechtfertigten. Er kann ja immer wieder kündigen, fristlos wie ordnungsgemäß, dann aber nur hilfsweise, wenn nicht die vorangegangene Kündigung bereits wirksam ist.

Das Aussprechen eines Hausverbotes duerfte fuer sich allein noch kein Kuendigungsgrund sein. Entscheidend ist, was fuehrte zu diesem Hausverbot? War es eine kriminelle Handlung? War es eine geschaeftsschaedigende Handlung? Wurde der Fahrer diesbezueglich bereits abgemahnt? Ich denke mal das Aussprechen eines Hausverbotes kann auch ungerechtfertigt sein. So etwas laesst sich kaum vertraglich regeln...

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