Ist das Sparbuch als Altersvorsorge eine gute Wahl?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

vom Grundsatz her muss man hier glaube ich klar 2 Sachen voneinander trennen. Die Frage nach dem Sparbuch und dem Thema Altersvorsorge kann man klar mit Nein beantworten. Da gibt es einfach bessere und trotzdem gleich sichere Anlageformen, die mehr abwerfen, als das klassische "Auslagerungskonto", das immer noch beliebt ist, um Geld zu parken.

Allerdings würde ich persönlich auf ein Sparbuch nur Geld parken, dass ich kurzfristig nicht benötige, dass aber unter Umständen schon verplant ist oder regelmäßig gespart wird und dann ausgegeben wird (z.B. für die Heizölrechnung einmal pro Jahr oder die Versicherungen, die man vielleicht Anfang des Jahres zahlt).

Die andere Seite ist die DVAG, der AWD oder wie die Strukturvertriebe alle heissen. Diese nutzen die durchaus richtige Argumentation aus dem oberen Bereich dieser Antwort, um ganz selbstlos und "unabhängig" Finanzdienstleistungen und Anlageformen anzubieten, die häufig "unabhängig" vermittelt wirken, sich aber vielfach als auch nur als Provisionsmasche herausstellen, um Gewinne einzufahren.

Es ist nicht zuletzt so, dass Beratungsprotokolle im Wertpapierbereich und Aufklärungspflichten im Versicherungsvertragsgesetz nicht nur wegen der Beratung von Banken eingeführt wurden, sondern auch, um den schnellen Vertrieb im Finanzdienstleister-Sektor genauso zu kontrollieren.

Na ja es ist eben eine schlechte Rendite. Mit der gleichen Sicherheit (also gesetzliche Deckung + Schutz der Sparkassenorganisation), kann ich auch mehr Rendite haben.

Die DVAG sagt "mit seinen Minizinsen schafft das Sparbuch real in den seltensten Fällen einen Inflationsausgleich" !! Meiner Meinung nach richtig . Auch eine Studie des AWD besagt , Zitat : "Bevorzugte Geldanlage für die Altersvorsorge ist nach wie vor das Sparbuch - trotz in aller Regel schwacher Verzinsung, teilt AWD mit. Über die Hälfte (53 Prozent) der Deutschen nutzt diesen Weg, um Rücklagen anzusparen. 40 Prozent setzen auf Immobilien wie Eigentumswohnungen oder Häuser. Rund ein Fünftel (22 Prozent) sorgt mit der staatlich geförderten Riester-Rente vor." Hier gefunden : http://www.n-tv.de/ratgeber/Deutsche-setzen-aufs-Sparbuch-article939701.html Ein Umdenken ist vielleicht schon im Gange . Gruß Z... .

Wo ist die Flexibilität eines heutigen Sparbuches gegeben ? Nur im Aulösen..Zinserträge, Übertragbarkeit,Versteuerungprinzipen um eine lebenslange spätere Rentenzahlung zu gewährleisten sprechen wirklich leider dagegen..ausserdem fehlen Merkmale wie eine Beitragsfreistellung bei B.U. oder Todesfalleistung, auch die Sicherung (und wenn es nur zu einem gewissen Prozentsatz ist) der Beiträge ..Ich sage es nicht gerne in Bezug auf DVAG ,aber da war die Kritik in den meisten berechtigt ! HG DerMakler

Was möchtest Du wissen?