Ist bei Abschluss eines Bausparvertrags auch gleich das Bauspardarlehen festgelegt?

4 Antworten

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Ja und Nein.
Es kommt auf den Tarif an.

Zunächst aber sollte man sich überlegen ob ein Bausparer Sinn macht. In der Regel ist das dann der Fall wenn in 7 Jahren 40% angespart werden und dann über 10 Jahre getilgt werden kann. Die Tilgung ist beim Bausparer recht hoch - das kann sich dann nicht jeder leisten. Der Zinsverlust in der Ansparphase ist zudem auch zu beachten. Dazu die Kosten.

Aber zur eigentlichen Frage: Es gibt Bausparer mit vordefinierten Ansparquoten. So musst du dann z.B. 30, 40 oder 50% der vereinbarten Bausparsumme ansparen. Erreichst du dann eine bestimmte Bewertungszahl steht der Rest der Bausparsumme, also 70,60 oder 50% als Darlehen zur Verfügung.

Es gibt mittlerweile einige flexiblere Tarife die hier keine bestimmte Summe vorsehen. Wenn bei den Verträgen mit festgelegten Zielen z.B. 1 Jahr eher Geld benötigt wird, lässt sich das oft mit einer Zwischenfinanzierung lösen. Es gibt auch so genannte VOrausdarlehen usw. usw. .

Bzgl. der Zinsen gibt es zudem Tarife die bei nicht Inanspruchnahme des Darlehens dafür das Guthaben rückwirkend höher verzinsen.

Das Bauspardarlehn ist immer "Bausparvertragssumme - angespartes Guthaben."

Deshalb hört man ja mit dem besparen auf, wenn man den Betrag erreicht hat, der die Auszahlung möglich macht (bei den meisten Tarifen 40 % der Vertragsumme, es gibt aber auch andere Tarife).

Teilaspekt Bonität: Deine Bonität wird erst zum Zeitpunkt des Bauspardarlehnsantrages geprüft. Dann heißt es quasi "Alles oder Nichts". Allenfalls kann es bei kleinen Bauspardarlehn noch darum gehen, ob eine Grundbuchsicherung erfolgen muß oder nicht.

Die Prüfung nur zu diesem Zeitpunkt macht auch Sinn, weil die "Bonität" nicht für die Ansparphase, sondern für die Darlehnsphase nötig ist.

Die Zuteilungsreife meines BSV-Tarifes war frühestens (neben anderen Merkmalen wie Anspardauer) bei einem Guthaben von mind. 40 % gegeben. Es gibt auch andere Tarife!

Bei meinem Bausparvertag war das so. Man ist aber trotzdem relativ felxibel, denn durch Teilung des BSVs kannst du die Bausparsumme verringern und bei einer Erhöhung des BSVs wird eben die Bausparsumme erhöht. Die Bonität spielt insofern keine so große Rolle, wie bei einem Blankokredit, weil du das Darlehen ja im Grunde schon bis zu 40% angespart hast und somit als Guthaben zur Verfügung steht, das wird als Sicherheitsfaktor gesehen wird.

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