Ideelles Miteigentum an Haus ,Streit mit Miteigentümer, HILFE?

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3 Antworten

Das mündliche und die Vorgeschichte ist unwichtig.

Vermutlich ist es mehr ein Haus mit Einliegerwohnung und die Mutter hat die Einliegerwohnung.

Deiner Mutter gehört das halbe Haus, also die Hälfte eures Teils und die Hälfte ihrer Wohnung. Dir allerdings auch. Ihr seid eine Eigentümergemeinschaft, bei der keiner über den anderen bestimmen aber jeder über seine Hälfte verfügen kann.

Den anderen "aus dem Grundbuch" kriegt man nur über Kauf, Schenkung oder Erbschaft.

Sie kann also - wenn sie dich ärgern will - Ihre Hälfte verkaufen und zu der gehört auch die Hälfte der Wohnung, in der du lebst (allerdings auch die Hälfte der kleinen Wohnung).

Erster Schuss ins Blaue: lass sie machen. Die beruhigt sich schon wieder.

Nordlicht12 05.09.2017, 11:22

Ich weiss nicht genau was eine Einliegerwohnung ist,jedenfalls hat sie nur 2 Zimmer,  ein Bad und eine Küche, die Wohnung ist ca 50qm und meine um die 120qm. Wenn Sie verkaufen will würde ich ihre hälfte kaufen und sie auszahlen. Es geht nur darum ob sie sagen kann sie will in meine Wohnung, zur Not mit Polizei oder so. Meine Mutter ist leider ein richtiger Drachen in der Beziehung.

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Rat2010 05.09.2017, 11:55
@Nordlicht12

Keine Ahnung, wie sie sich das vorstellt/wer ihr den Floh ins Ohr gesetzt hat.

Ihr gehören zwar 85 qm der Wohnfläche des Hauses und sie trägt auch die Hälfte der Kosten. Wie soll sie aber gegen dich, der auch 85 qm gehören einen wirksamen Titel bekommen?

Hatte den Fall noch nicht (läuft ja mehr über rausekeln) aber aus meiner Sicht hat sie rechtlich nur das Mittel, dir deinen Teil abzukaufen oder dir ihren zu verkaufen.

Vor Gericht würde allerdings zum Thema gemacht, dass sie bei eurem Haus benachteiligt wird. Lässt sich ihr Nachteil (ich meine die 35 qm, die sie dir finanziert) irgendwie ausgleichen oder wird das schon gemacht? Wie werden die Kosten aufgeteilt?

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Nordlicht12 05.09.2017, 16:11
@Rat2010

Ja sie will mich rausekeln. Das ist das Ziel. Und bis vor kurzem hatte ich noch ihre Pflege übernommen. Bisher wird ihr Nachteil nicht ausgeglichen, war bis jetzt auch kein Thema.  Ich habe allerdings das Gefühl sie will kein Geld  (hat selbst genug Rente 3.000 euro/monat) sondern die Wohnung.

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Rat2010 05.09.2017, 16:31
@Nordlicht12

Also der Klassiker. Ist ja auch normal, dass zwei Generationen nicht auf Dauer unter einem Dach leben sollten.

Die Erfahrung sagt, dass ihr entweder über einen Dritten (Verwandten, Freund, Anwalt) irgendeine Lösung hinbekommt oder euch an die (für beide Seiten) unbefriedigende Situation gewöhnt. 

Du kannst jedenfalls gespannt sein und relativ gelassen warten, was vom Anwalt kommt.

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Nordlicht12 05.09.2017, 16:47
@Rat2010

Ok dann warte ich mal ab. Nee man sollte auch nicht unter einem Dach wohnen aber man dachte mit 2 getrennten Wohnungen und Hauseingängen wirds gehen. Naja bin wohl zu optimistisch manchmal. Danke für die Antwort 😊

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1. Euch gehört das Haus zusammen.

2. Ihr habt euch die Wohnungen kostenfrei vermietet, eine Nutzung vereinbart oder eben durch konkluentes Handeln zugestimmt. Wie auch immer.

1. könnten den Mietvertrag/Nutzung ändern, wenn Sie sich einig sind. Ist das nicht der Fall bleibt es wie es ist.

Gerecht wäre es evtl. das du den Mehrnutzen als Geld an Mutti zahlst. Ist aber nicht vereinbart worden.

Einen Zugriff auf deine Wohnung hat Sie nicht. Es belibt also wie es ist.

Klar kann Sie "Verkaufen", das ändert aber nichts an den Vereinbarungen. Und aus dem Grundbuch bekommst du sie auch nicht ohne Mitwirkung..

Schick doch enen Freund der die Hälfte für dich kauft.

Hallo,

dann habt ihr also, so entnehme ich es der Frage, über die Aufteilung keinen Nachweis bzw. schriftl. Vereinbarung ?

Hat die Mutter Anzeichen einer Demenz ?

Also ich würde die Mutter machen lassen ..... sind dann halt alles ihre  Kosten ! 

" wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen " !

 Mach ihr  klar, insbesondere unter dem Aspekt " Pflegebedürftigkeit " , was soch eine Aktion an Nachteile für sie mit sich bringt.  

Die erste telf. Info des Anwalts sollte ihr schon einmal zu denken geben. 

Nordlicht12 05.09.2017, 11:25

Richtig es gibt keine schriftliche Vereinbarung. Sie hat eher eine psychische Störung als Demenz. Aber das schon länger. Ist allerdings nicht ärztlich festgestellt.

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Gaenseliesel 05.09.2017, 14:10
@Nordlicht12

aha.....dachte ich mir doch ! 

Der Umgang mit demenzkranken Angehörigen allgemein, ist schon ein spezieller Kraftakt für den Rest der Familie. 

Da du die eingeschränkte Zurechnungsfähigkeit bei beginnender Demenz bereits erkannt hast, würde ich betr. o.g. Thema, der Mutter möglichst wenig Anlass für weitere eskalierende Konflikte geben. Ruhig bleiben ist hier die beste Strategie ! 

Ich weiss, in der Praxis ist's schwer ........versuch aber die Provokationen der Mutter als das was es ist zu sehen, als Begleiterscheinung der Krankheit Demenz ! 

Einem Angehörigen der z.B. an Krebs erkrankt ist, würde man seine Begleiterscheinungen (Schmerzen) auch nicht versuchen auszureden. 

Schone deine Nerven, du wirst sie noch brauchen, sie beginnt in ihrer eigenen Welt zu leben. 

Ich würde das Ganze im Moment nicht überbewerten, lass es auf dich zukommen. 

Kommt Zeit, kommt Rat !

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