KfW-Anteil für Notartermin abwarten oder nicht

2 Antworten

Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Antworten. Diese haben uns sehr geholfen, einfach um einmal andere Stimmen zu hören, die einen ja auch einfach mal beruhigen können. Wir haben inzwischen den Notartermin gehabt, der Notar hat sich gar nicht um die Finanzierung gekümmert, Grundschulden kann man auch später eintragen. Allerdings haben wir eine Klausel aufgenommen, die uns einen Monat Zeit gibt, bis die Finanzierung abgeschlossen ist - bis dahin können wir zurücktreten. Allerdings würden wir vermutlich ohnehin das Haus kaufen, auch ohne KfW. Aber wir hatten nun nach dem Notartermin und euren Antworten einfach ein besseres Gefühl, auf den Kauf mit Sekt anzustoßen :). In der Zusage der durchleitenden Bank hieß es auch lapidar, dass uns die KfW-Unterlagen kurzfristig in separater Post erreichen.

Ganz grundsätzlich sollte aber m.E. eine Finanzierung mit KfW-Beteiligung irgendwie gesondert behandelt werden, da es ja dabei grundsätzlich noch schiefgehen kann (wenn auch unwahrscheinlich, wahrscheinlicher aber bei den Sanierungsprogrammen). Also eigentlich müsste es da in den Notariaten auch bestimmte Satzbausteine geben, zu denen man proaktiv den Käufern rät.

Wie gesagt, Vertrag ist unterzeichnet, Hauptzusage der Bank ist da, nur KfW fehlt noch.


Ach so: Wir erhielten nun aber einen Anruf eines Architektenbüros aus Bayern, dass man das Haus noch besichtigen will. Ich habe gesagt, dass das doch wenig Sinn hat, da wir die Zusage bereits haben. Aber man will es in jedem Fall machen, allerdings "ohne zu schätzen". Vielleicht hat der eine oder andere von euch hierzu noch eine Erfahrung beizusteuern, wenn auch bei euch einmal eine Bank nach der Zusage noch besichtigen wollte? Um was für eine Bankenauflage geht es da? Kann daran wirklich noch die Auszahlung scheitern? (Im Kreditantrag war die Besichtigung Bedingung für die Bewilligung des Antrags, jetzt steht es als Bedingung der Auszahlung dabei....)

Also nochmals vielen Dank und vielleicht hat jemand etwas zu der "nachträglichen" Besichtigung zu sagen.

Viele Grüße!

Die DSL-Bank muss gegenüber der KfW die Hausbankfunktion übernehmen, sich also am Risiko gewissermaßen beteiligen. Hat die DSL-Bank Euch dafür die Zusage gegeben?

Bitte vergiss nicht, dass die KfW an die endgültige Darlehnsgewährung Bedingungen knüpft, die penibel durchgeprüft werden. Ich habe schon erlebt, dass sie dann plötzlich vor der Auszahlung "Terror" macht. Beim Programm Nr. 124 hast Du eine längere tilgungsfrei zeit und eine zinsbegünstigte Zinsbindungsdauer von 5 - 10 Jahren. Was kommt für Dich danach? Willst Du den Rest dann sofort tilgen oder spekulierst Du auf niedrige Anschlusszinsen?

Letzteres würde ich mir angesichts der momentanen Niedrigzinsphase dreimal gründlich überlegen und lieber auf das KfW-Darlehn verzichten, als für die heute völlig offene Anschlussfinanzierung ein unkalkulierbares Zinsrisiko einzugehen. Wenn Du dann eine andere Bank suchen willst, erfolgt eine neue Bonitätsprüfung, die auch nicht immer glatt läuft.

Reservierung dauert schon ewog

Mein Mann und ich haben einen Makler beauftragt unser Haus zu verkaufen. Der dritte Interessent war sofort begeistert und hat das Haus vom Makler reservieren lassen. Das war Anfang Mai. Seitdem haben wir nichts mehr gehört. Wir selber hängen total in der Luft, müssen selber ausziehen und können nirgends zusagen, weil wir nicht wissen wie es weitergeht. Wir haben mitlerweile herausgefunden dass der potentielle Käufer mit seinem eigenem Haus, das er "angeblich" verkauft hat, vor einem Jahr in Zahlungsschwierigkeiten steckte und kurz vor der Zwangsversteigerung stand. Makler hat nachgefragt und nach wochenlangem stummschalten der Käufer haben diese verlauten lassen, dass ihr Haus verkauft wurde, aber etliche Gläubiger vorhanden sind, die vom Notar jetzt alle angeschrieben werden. Erst danach weiß er angeblich wieviel Geld er noch zur Verfügung hat und was er dann für die Finanzierung benötigt. Makler sagt wir sind nun gebunden, weil der potentielle Käufer ja die Reservierungsgebühr bezahlt hat. Wir befürchten dass wir nur hingehalten werden und der am Ende doch nicht bezahlen kann. Dadurch hätten wir dann fast ein Jahr verloren, im Winter brauchen wir das Haus nicht anbieten, da kauft eh kein Mensch. Wie lange kann der Makler die Reservierung aufrechterhalten wenn wir als Verkäufer keine Lust mehr haben uns hinhalten zu lassen? Und müssen wir dem Makler dann etwas bezahlen, wenn daraufhin der Verkauf nicht zustande kommt?

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