Ich Bafög, er Hartz 4 Vor und Nachteile eine Bedarfsgemeinschaft

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Eine Bedarfsgemeinschaft bedeutet nichts anderes, als dass der Partner mit dem höheren Einkommen verpflichtet wird, den Partner, der Bezieher von ALG II ist, zu unterstützen.

Studierende, die in einer Bedarfsgemeinschaft mit Hartz-IV-Empfängern zusammenleben, müssen ihr Einkommen (einschl. BAföG) grundsätzlich auch für deren Lebensunterhalt einsetzen. Dabei bleiben 20% des BAföG-Bedarfs als zweckbestimmte Einnahme anrechnungsfrei. Wohngeld gibt es in Bedarfsgemeinschaften mit Studierenden nur in besonderen Fällen.

Hier einige Beispiele dazu:

http://www.bafoeg-rechner.de/FAQ/einfluss-bafoeg-auf-anderes.php

Das erste Jahr des Zusammenlebens zählt noch nicht als Bedarfsgemeinschaft, aber sobald das erste Jahr vorbei ist, solltet Ihr dem Jobcenter nachweisen können, dass Ihr kein Paar, sondern eine WG seid und einer für den Anderen nicht aufkommen wird.

Das wird schwer, ist aber durchaus machbar.

Von einer eheähnlichen Gemeinschaft kann ausgegangen werden bei einer Lebensgemeinschaft zwischen Frau und Mann, die auf Dauer angelegt ist, die daneben keine Beziehungen gleicher Art zulässt, die sich durch eine enge innere Bindung auszeichnet, die ein gegenseitiges füreinander Einstehen begründet. So die bisherige Rechtsprechung. Ob eine eheähnliche Gemeinschaft vorliegt, wird anhand von „Indizien“ ermittelt:

  • gemeinsames Kind
  • Kinder oder Angehörige eines Partners werden gemeinsam im Haushalt betreut oder versorgt
  • gemeinsames Konto oder Kontovollmacht
  • gegenseitige finanzielle Unterstützung

Anmerkung: Wenn Sie mit jemandem "nur" zusammenleben und die innere, enge Bindung und das daraus abgeleitete "Füreinander-Einstehen" nicht auf Sie zutrifft, dann beantragen Sie einzeln und getrennt Alg II.

Sollten bei der Antragsbearbeitung die Behörden davon ausgehen, dass Sie mit einer weiteren Person "eheähnlich" zusammenleben, können Sie dies durch ein formloses Schreiben, in dem beide beteiligten Personen versichern nicht eheähnlich zu leben, wiederlegen. Erfolgt trotz Widerlegung der Bedarfsgemeinschaft eine gemeinsame Berechnung des ALG II zu Ihrem Nachteil, können beide Antragssteller WIDERSPRUCH gegen einen solchen Bescheid einlegen. Die Behörden müssen danach prüfen ob eine eheähnliche Gemeinschaft besteht oder nicht. Sollte ein Widerspruch ohne eine solche Vor-Ort Prüfung abgelehnt werden, eben auf reiner Annahme ausgehend, dann können Sie nach einem abgelehnten Widerspruch eine Sozialgerichtsklage einleiten. http://www.gegen-hartz.de/hartz4.html

Hallo, Carabella hat dir schon wichtige Hinweise gegeben. Dennoch,

Oder fungiere ich in der Geschichte mit weil wir uns als Partner angegeben haben?

...zumindest wird man nach Ablauf der 12 Monatsfrist versuchen, euch einer Bedarfsgemeinschaft zuzuordnen !

Vielleicht findet ihr diesen nachfolgenden Link genau so interessant wie hilfreich:

http://www.bverfg.de/entscheidungen/rk20040902_1bvr196204.html

K.

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kann Jemand der in einer Bedarfsgemeinschaft wohnt, aber selbst nicht der Antragssteller/Hilfebedürftiger ist, da sein Einkommen ,weil er in einem unbefristeten und ungekündigten Arbeitsverhältnis steht nur zur Berechnung einfließt, verpflichtet sein die gleichen Maßnahmen wie der Hilfebedürftige selbst , durch führen zu müssen???

Wie zum Bsp. Termine zum Berufsberater wahrnehmen usw.

Und kann dann ein Antrag auf Zahlung von ALG II des Hilfebedürftigen , also des Antragsstellers alleine deshalb abgelehnt werden, weil der arbeitende Partner

nicht bereit ist, dem Antragssteller eine Vollmacht auszustellen, wonach dieser dann rechtsverbindliche Anträge in seinem Namen erstellen und unterzeichnen darf??

So geschehen beim Jobcenter Nurnberg.Dem Antrag lagen sämmtliche Einkommensnachweise, sowie Belege der Kosten bei. Auch diese genannte Vollmacht. Die nicht vom Partner unterschrieben wurde.

Alleine aus diesem Grund wurde der Antrag abgelehnt.

Gibt es hierfür eine Rechtsgrundlage?

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