Frage von Desdemona0101, 80

700 EUR Steuernachzahlung als Witwe?

Hallo Leute, meine Mutter hat den Steuerbescheid für 2015 bekommen und soll nun 700 EU nachzahlen und ab nächstem Jahr dann vierteljährlich ca. 250 Euro. Ich versteh das Ganze gar nicht. Sie hat einen Arbeitslohn von ca. 1000 Euro netto, und eben die große Witwenrente (kommt auf ca. 650 Euro) , Steuerklasse I. Kann das tatsächlich sein, dass sie bei dem mickrigen Einkommen so viel nachzahlen muss? Leider hat das Finanzamt schon zu und ich kann dort niemanden erreichen.

Antwort
von wfwbinder, 52

Das kann ich fast schon im Kopf nachrechnen, auch wenn 1.000,- Nettogehalt nicht weiterhelfen, sondern nur das Brutto.

Also, 1.000,- netto sind im Normalfall (Steuerklasse 1) sind ca. 1.300,- brutto mit geringem Lohnsteuerabzug von unter 50,- Euro.

650,- Rente, also 7.800,- p.A. sagen wir eintritt 2015 30 % steuerfrei, somit also "über den Daumen 5.400,- zu versteuern.

Da sind 700,- Nachzahlung noch wenig.

Nur wenn es das erste Jahr nach dem Tod des Ehemannes wäre, wäre es zuviel, weil da noch "Gnadensplitting" gilt, also Veranlagung als bestünde die Ehe noch.

Übrigens "mickeriges Einkommen", die Steuer ist nur 14 % des steuerpflichtigen Anteils der Rente.

Antwort
von barmer, 65

Hallo,

Du hast den Steuerbescheid, wir nicht. Darin könnte man vielleicht sehen, welche bisher unversteuerten Einkünfte aus 2015 die Nachzahlung verursachen. Die Witwenrente ist natürlich verdächtig.

83 EUR Vorauszahlung/Monat für 650 EUR Witwenrente/Monat sind gut vorstellbar.

Wer hat denn die Steuererklärung ausgefüllt und z.B. die Rente oder die Krankenversicherungsbeiträge korrekt angegeben ?

Viel Glück

Barmer

Antwort
von Privatier59, 56

Da würde der Finanzbeamte sich aber für den Anruf "bedanken". Der wird für das Erstellen von Steuerbescheiden bezahlt und nicht für das Vorlesen.

Der Steuerbescheid ist doch aufgrund der Steuererklärung erstellt worden. Erster Schritt ist abzugleichen, ob alle Zahlen aus der Steuererklärung korrekt in den Bescheid übernommen wurden.

Ist das der Fall, ist das Auftreten eines Fehlers nahezu unwahrscheinlich. Die Ausrechnung erfolgt per EDV und kann mit jedem beliebigen Steuerrechner aus dem Internet ohne weiteres nachvollzogen werden.

Wir können hier nichts nachvollziehen. Wir kennen weder Steuererklärung noch Bescheid.

Kommentar von Impact ,

Punkt !!

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