Freie Tage als Urlaubstage angerechnet?

Hallo!

Und zwar es geht um den Urlaubsanspruch. In meinem Arbeitsvertrag steht, dass freie Tage, in der die Ordination wegen Abwesenheit des AG geschlossen ist, als Urlaubstage konsumiert werden. Wenn ich also Urlaub nehmen will, geht das nicht, da unsere Ordination fast jeden Freitag zu ist und nach 25 freien Freitagen mein Urlaub weg ist, obwohl ich dass nicht will. Im vertrag steht zwar, „Einvernehmlich wird vereinbart...“ aber ich war damals erst 17 als ich diesen Vertrag unterschrieben habe und hatte natürlich keinen Tau von nix weil ich einfach froh war eine Arbeit zu haben und selbstständig im Leben zu stehen. Jetzt nach 5, fast 6 Arbeitsjahren wurmt mich das schon sehr weil ich nichts Planen kann, keine Ausflüge, gar nix.

Ist das so überhaupt rechtens? Darf der AG einfach so meine freien Tage ( egal welcher Wochentag! ) einfach so als Urlaub anrechnen? Was kann ich zum Beispiel dafür wenn der AG krank ist, die Ordi ist zu, und wir als AN bleiben zu Hause, und dass wird dann als Urlaubstag gerechnet? Das ist doch nicht mein Problem oder? Mein „Urlaub“ ist somit ja schon in kürzester Zeit verbraucht wenn FREIE TAGE als Urlaubstage angerechnet werden. Das nervt mich schon länger, und besprechen kann man das mit unserem AG auch nicht normal, da er ja der Chef hier ist und das sagen hat, und so „ist das nunmal hier und vereinbart worden“. Ich kann mir keinen Urlaub nehmen und das geht mir wirklich auf den Zeiger.

Darf der AG das überhaupt so bestimmen?

Urlaubsanspruch
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Urlaubsanspruch Minijobber?

Minijobler arbeitet unregelmäßig und der Arbeitgeber hat zur Berechnung des Urlaubsanspruchs die letzten 3 Monate herangezogen bzw. die letzten 13 Wochen. Bei diesem Minijobler ist es aber so, dass er sehr unregelmäßig arbeitet. Oft einige Monate sehr viel und in anderen Monaten sehr wenig. Somit sind die letzten 3 Monate für den Minijobler sehr unvorteilhaft.

Im Netz habe ich das hier gefunden:

"Urlaubsanspruch Aushilfe: Die praktische Berechnung

Falls Sie ein Abrufarbeitsverhältnis vereinbart haben oder Ihre Teilzeitkraft sogar selbst entscheiden kann, ob und wann sie arbeitet, führen Sie eine Durchschnittsberechnungdurch. Sie ermitteln, an wie vielen Arbeitstagen Ihre Teilzeitkraft tatsächlich pro Woche gearbeitet hat.

In der Regel sollten Sie eine Berechnung anhand der letzten 13 Wochen durchführen. Dieser Zeitraum gilt nämlich auch für die Errechnung des Urlaubsentgelts. Wenn die Arbeitszeiten allerdings sehr unregelmäßig sind, müssen Sie unter Umständen sogar das gesamte letzte Jahr berechnen." https://www.wirtschaftswissen.de/personal-arbeitsrecht/gehalt-lohn/geringfuegige-beschaeftigung/so-berechnen-sie-den-urlaubsanspruch-ihrer-aushilfen/

In dem Fall wäre es eine deutliche Abweichung, wenn das letzte Jahr und nicht nur die letzten 3 Monate berücksichtigt werden. Gibt es eine entsprechende Rechtsgundlage, ein Urteil oder ähnliches, welches dem Artikel entspricht oder ist der Artikel einfach Mist?

Im weiteren wurde im Jahr 2016 kein Urlaub gewährt (es wurde auch nicht danach gefragt) Kann man diesem Urlaub noch geltend machen?

Vielen Dank im voraus.

Arbeit, arbeitsrecht, Minijob, Recht, Urlaub, Urlaubsanspruch, Arbeitszeit
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Anspruch auf Arbeitslosengeld 1?

Hallo,

ich stelle hier nun eine Frage für meine Freundin:

Sie hat folgendes Problem. Scheint erstmal kompliziert zu sein. Also folgender Werdegang:

April'11 -April 13 gearbeitet, seidem durchgängig Arbeitsunf.(Vertrag lief im März 15 aus), seit Dann Krankengeldbezug bis Januar 2015, ausgesteuert im August 14 Dann Übergangsgeldbezug der DRV 1 Jahr lang wg medizinischer Reha Seit Februar 15 weiter AU, Antrag auf ALG, Antrag auf berufliche Reha bei DRV

Meine Freundin hat nun einen Anspruch auf Urlaubsabgeltung von 28Tagen (mehr Werktage)..Wie sie bereits herausgefunden hat, ruht demnach das ALG I für die Zeit, solange der Urlaub noch genommen wäre, also 28 U-Tage+ Werktage

Jetzt weiß sie nicht, wie es dann weitergehen kann. Urlaubsabgeltung kann ja erst beansprucht werden nachdem das Beschäftigungsverhältnis beendet worden ist, also jetzt im April. Aber wenn das ALG I jetzt über 1 Monat ruhen wird, dann entfällt der Anspruch auf ALG I wahrscheinlich gänzlich, weil dann die Rahmenfrist von 2 Jahren, in denen 1 Jahr lang in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt werden muss, nicht mehr eingehalten werden kann.- Während ihres Krankengeldbezuges hat sie in die ALV eingezahlt, nicht jedoch in der Zeit des Übergangsgeldbezuges.

DH, so verstehen wir es jetzt, dass sie wenn sie jetzt Urlaubsabgeltung erhält, kein ALG I danach erhält? Sie ist weiterhin krank. es wurde im Februar diesen jahres Alg I bei Nahtlosigkeit beantragt. Aufgrund eines Widerspruchverfahrens, gibt's keinen neuen Bescheid. Und sie muss ja auch dem AA vermitteln,. dass noch Urlaubsansprüche vorhanden sind (wie? sie erst seit 3 Tagen) Normalerweise müsste sie zumindest von Februar (paar Tage) bis März ALG I erhalten, weil da der Anspruch f. d. Urlaubsabgeltung noch nicht gegeben war.

Es kann doch nicht sein, nur weil sie noch Geld für nicht genommenen Urlaub erhält keinen Anspruch mehr auf ALG I hat oder? Die Urlaubsabgeltung ist ja glaub ich so, dass sie keine Beiträge zur Sozialversicherung zahlt, da sie im lfd Jahr keinen Lohn erhieklt. Ist das richtig?

Es ist so kompliziert. wir hoffen, es versteht einer und jemand kann uns helfen. Danke vielmals! Auch voin meiner Freundin Johanna

Arbeitsamt, Arbeitslosengeld 1, arbeitsrecht, Krankengeld, Lohn, Sozialversicherung, Urlaubsanspruch, Reha, Sozialversicherungspflicht
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