Widerspruch nicht zurücknehmen Finanzamt?

Hallo,

bin stinksauer aktuell. Ich war letztes Jahr insgesamt vier Wochen in Quarantäne und somit in "Kurzarbeit". Ich arbeite als Pfleger und bekamen von der Klinik nur 800 € Coronabonus.

Jetzt hieß es vom Finanzamt, dass ich verpflichtet sei, für 2020 eine Steuererklärung abzugeben. Habe ich gemacht und soll 350 € nachzahlen! Hatte sofort widersprochen, leider nicht angenommen, da ich verpflichtet sei eine Erklärung für das Jahr zu machen, da ich in Kurzarbeit war. Ich wurde eigentlich dazu "gezwungen".

Laut Betriebsrat ist es rechtens, dass ich Steuern nachzahlen muss.

Soviel zum Thema, dass für Pflegekräfte etwas getan wird. Bekomme kaum Bonus und dann werde ich bestraft, dass ich schon vier Wochen weniger Geld bekommen habe letztes Jahr und soll dann nachzahlen. Hab ich akzeptiert und gezahlt.

Jetzt nervt mich der Beamte im Finanzamt, ich soll meinen Widerspruch zurücknehmen, auch wenn ich bezahlt hätte. Hab ich vergessen gehabt und bekam jetzt sogar ein Schreiben, dass ich es schriftlich zurückziehen soll.

Klingt vielleicht pingelig, aber ich werde definitiv keine 80 Cent Port und 5 Cent Papier und Tinte für die ausgeben! Was kann denn schlimmsten Fall passieren, wenn ich nicht zurückziehe? Im Schreiben steht, dass der Fall dann geprüft werden müsste. Wieso? Der Betrag wurde 1,5 Wochen NACH dem Widerspruch überwiesen und der Eingang bestätigt

Geld, Finanzamt, Kurzarbeit, Steuererklärung, Steuern, widerspruch
Kann ich mich gegen eine Kurzarbeitsänderung wehren?

Guten Morgen,

ich arbeite in der Hotelbranche und bin seit April 2020 in 50 % Kurzarbeit. Seit dem 7. Monat liegt mein Kurzarbeitsanspruch damit bei 80 %. Alle 3 Monate müssen wir bei uns im Unternehmen zur Verlängerung der Kurzarbeit einen neuen Vertrag unterschreiben. Diesmal hat man uns kurzfristig mitgeteilt, das unsere Abteilung "mal probeweise" 10 % mehr arbeiten soll, falls nun doch mal wieder ein Projekt hereinschneit, da die Hotels nun langsam wieder öffnen können. Nun ist es so, das ich von den aktuell 20 Std. wöchentlich durch Urlaubstage nur maximal 16 Std. im Büro bin und wenigstens 50 % dieser Zeit keine Arbeit habe. Das heißt also - eine Menge Zeit ohne Arbeit absitzen. Es sind auch keine Projekte im Juli geplant, weshalb ich, gelinde gesagt, ziemlich verärgert bin.

Unser Unternehmen zahlt sowieso nur Hungerlöhne, auch ohne Kurzarbeit, und für die ca. 20 Stunden monatlich mehr, die wir durch die Erhöhung arbeiten müssen, bekomme ich 65 € weniger Gehalt als bisher - und dann ist nicht mal Arbeit da! Selbst wenn nun doch plötzlich mehrere Projekte reinkommen würden - ich könnte ja erstmal meinen Urlaub zurückziehen und die 50 % voll ausarbeiten. Meine Chefin meinte nur, ich solle Verständnis haben und wenn wir weiterhin nichts zutun hätten, könnten wir im Folgemonat ja wieder auf 50 % zurückgehen. Na ganz toll, dann kriegen wir nach meinem Wissensstand sogar noch weniger Geld, da die Kurzarbeitsstaffelung dann wieder bei Monat 1 beginnt...

Ich bin so erschüttert. Kann ich mich irgendwie dagegen wehren? Sollte wirklich unschaffbar viel Arbeit aufkommen, bin ich die letzte die sich querstellt, doch wir haben keine Arbeit. Ich weiß kaum, wie ich meine Rechnungen zahlen soll... Ich muss noch 350 Euro Steuer nachzahlen dank der Kurzarbeit, sämtliche Nebenkosten steigen und meine Chefin handhabt so locker mit solchen Dingen. Oder bin ich was die Staffelung angeht nicht mehr auf dem neusten Stand und mache mir umsonst Sorgen?

Geld, Kurzarbeit
Studium vor dem ersten Semester abbrechen, trotzdem bezahlen, trotz Corona?

Guten Abend,

Ich habe mich letztes Jahr an einer privaten Hochschule für ein Studium zum Sommersemester diesen Jahres beworben. (Beginn 15.03) Dies ist vor allem dadurch passiert, dass es wegen meinem Kindergeld vom Amt etwas Stress gab, bezüglich Ausbildung/Studium.

Ich habe mich dann lange umgeguckt, in welche Richtung ich beruflich gehen möchte, etc. Habe auch ein Fach gefunden, was mich interessiert, mich beworben, wurde angenommen und alles unterschrieben. Einen Monat später hatte ich ein Bewerbungsgespräch für meine jetzige Arbeit, die bis zum Juli befristet ist.

Durch die Pandemie musste mein Vater mehrmals kurzfristig in Kurzarbeit und die Kosten der Fachhochschule waren ihm auch schon so zu hoch und mir ist es wichtiger gewesen, zu arbeiten, da dies auch mein erster Job ist und ich dafür relativ gut verdiene. Daher möchte ich jetzt lieber diese Chance nutzen, in Vollzeit arbeiten und später studieren.

Die Studienberatung hat mir nun gesagt, dass ich trotzdem das ganze Semester bezahlen muss (knapp 4000€). Natürlich ist das jetzt ärgerlich, da dieses Geld praktisch weggeschmissen wird. Ich bin mir vollkommen sicher, dass ich das Studium jetzt, bzw. dieses Jahr nicht anfangen möchte.

Wie es aussieht brauche ich dann einen Anwalt, weil ich weder studieren noch das ganze Geld unnötig bezahlen will. Kann mir nun ein Anwalt aus der ganzen Sache raushelfen, ggf. mit Kurzarbeit/Pandemie als Argument? (Habe übrigens weder Bafög noch Studienkredit beantragt)

Ich bedanke mich für jede Hilfe.

Anwalt, Kurzarbeit, Corona

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