Kurzarbeit und künstlerische Nebentätigkeit?

Liebe Beantworter,

ich bin Angestellte und seit März in Kurzarbeit. Nebenher möchte ich in einer künstlerischen Tätigkeit (Malerei) etwas Geld hinzuverdienen. Das macht mir nicht nur eine Menge Spaß, sondern bringt auch Aussicht auf Erfolg.😀

Ich habe schon Käufer gefunden, aber erst kommendes Jahr, da die Bilder (3 Stück für 3 verschiedene Käufer) noch nicht vollständig fertig sind. Insgesamt wird die Gesamtverkaufssumme etwa 2000 Eueo betragen. Das macht mich natürlich super glücklich 😍

Aber nun zu meinem Problem: An allen drei Bildern war ich teilweise Jahre dran (🤷🏼‍♀️) und eigentlich standen sie nie zum Verkauf. Jetzt ist das Interesse aber da, und das ist jetzt eine echte Chance für mich als Künstlerin. Da das bis jetzt nie ein Thema war, habe ich auch keine freiberufliche Tätigkeit angemeldet ... Ich hatte ja nicht geplant, einen Gewinne zu machen. Das ist jetzt aber etwas anders.

Verkaufe ich nun diese Bilder zb im März 2021 und gebe sie in der Steuererklärung an... Droht mir dann die Anrechnung der 2000€ auf das Kurzarbeitsgeld? Denn ich bin mir ziemlich sicher dass ich nächstes Jahr auch noch in der Kurzarbeit sein werde. Ausgaben habe ich kaum für die Malerei (Farben). Das sind wenige Hundert Euro im Jahr. So würde ich in jedem Fall Gewinn machen... was ja auch Sinn der Sache ist 🙈

wäre toll, wenn Ihr mir helfen könntet, da ich gerade nicht durchblicke 🙆🏼‍♀️...

liebe Grüße

Diane

Kunst, Kurzarbeit
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Kurzarbeit Missbrauch?

Hallo zusammen,
ich bin seit 24.03. in Kurzarbeit 0 und muss aber ganz normal arbeiten. Mir wurde damals gesagt, dass das nötig sei um den Betrieb zu retten und dass man uns ohne nicht tragen könne. Das hieß für mich dann entweder arbeiten oder keinen Job mehr. Das alles kam so rüber, als würde jeder Betrieb (Medienbranche) diese Maßnahme so durchziehen und auch die Leute weiter beschäftigen. Da wir mit ca 8 Leuten sehr klein sind und auch hauptsächlich Berufseinsteiger sind, haben wir das dann einfach so hingenommen.

Nun habe ich mich in den letzten Tagen (viel zu spät) auf anraten eines Bekannten über die rechtliche Lage zu Kurzarbeit informiert. Ich musste feststellen, dass ich Beihilfe zum Betrug betreibe.

Für den  Arbeitnehmer, der sich mit dem skizzierten Vorgehen Einverstanden erklärt, kommt insbesondere eine  Beihilfe zum (Subventions-) Betrug gem. §§ 263, 27 StGB in Betracht. Vor dem Hintergrund des weiten Begriffs der „Hilfeleistung“ in der höchstrichterlichen Rechtsprechung, kann hierfür schon die Erklärung des Arbeitnehmers ausreichen, mit der Kurzarbeit Einverstanden zu sein, obgleich ihm bekannt war, tatsächlich nicht „kurz zu arbeiten".

Quelle: https://community.beck.de/2020/03/25/strafrechtliche-risiken-fuer-ag-und-an-beim-missbrauch-von-kurzarbeitergeld

Ja eine Einverständniserklärung zur Kurzarbeit musste ich unterschreiben.

Ich weiß nicht wie ich weiter vorgehen soll. Rechtlich möchte ich alles richtig machen und aber auch sozusagen "meinen Fuß aus der Schlinge ziehen".

Meine Arbeit habe ich nun erstmal niedergelegt. Da ich im HomeOffice bin, weiß mein Chef noch nichts davon.

  • Sollte ich darüber mit meinem Chef sprechen?
  • Gibt es Gewerkschaften oder andere Organisationen an die ich mich wenden kann (Medienbranche)
  • Sollte ich es beim Arbeitsamt melden? Wenn ja zeige ich mich dadurch auch selbst an?

Bin froh über jeden Ratschlag den ich kriegen kann. Dankeschön

arbeitsrecht, Kurzarbeit
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